Flüchtlinge: Rechts rechnet komisch

26. August 2015

Sehr geehrte, werte, liebe Hallo Wutbürger, Besorgte und Bedenkenträger,

fast täglich hört und sieht man im TV, in Online-Medien etc. neue Meldungen über brennende Flüchtlings- bzw. Asylbewerberunterkünfte. Die dann auch oft nicht wegen technischer Defekte in Brand gerieten, sondern weil eine diffuse heiße Wut sich offensichtlich an ihnen gerieben hatte, bis der Schwefel im eigenen Wutatem seine Zündtemperatur erreicht hatte.

Auch oft liest man in diversen Blogs (es bloggen ja nicht nur die Guten), Kommentaren, sonstwo, über die Ressentiments gegen Menschen, die in unser Land geflüchtet sind, weil sie nicht sterben wollten. Vor allem wird beklagt, was das alles kostet.

Nun, sicher, es kostet Geld.
Jetzt gehen aber andere Leute her und geben zusätzlich ihr Geld aus, um Material für das Inbrandstecken solcher Unterkünfte zu kaufen.
Ähm: Man will nicht, dass Menschen in Unterkünfte einziehen können, weil das Geld kostet, und gibt dann Geld aus, damit diese Menschen nicht dort einziehen können, indem man mit Geld bereits bezahlte Unterkünfte vernichtet. Aha. Den Rest des Beitrags lesen »

Flüchtlinge: Appell zum Umgang mit Menschen

24. August 2015

Falls manch einer noch Orientierung braucht, hier ein Hinweis:

Der bessere Weg ist nicht der nach rechts, sondern der hier:

Ortsausgangsschild

Nur für den Fall, dass jemand nach dem Weg fragt.

Weitergereicht wg. Vorbildcharakter: Südburgenland in Traiskirchen – the day after

24. August 2015

Wer braucht denn Haidenau schlechte Beispiele, wenn er auch Lesenswertes über
Hilfe für Flüchtlinge empfehlen kann:

Südburgenland in Traiskirchen – the day after.

Was is’n Ausländer? Und was’n Nazi? Teil 2

24. August 2015

buchstaeblich:

Weil Teil 1 so schön war, und weil Teil 2 genauso Klasse ist:
Und als Dank für den Mehrtürer.

Ursprünglich veröffentlicht auf Querdenkmal:

Falls noch nicht geschehen, bitte zuerst => Teil 1 lesen; sonst macht’s keinen Sinn.

Also: Ihr seid keine Nazis, aber …

Was ist das eigentlich, ein Nazi?

  1. Ein Nazi sagt gern abstruse Wörter wie:
    Blutschande, deutsches Blut, Lebensraum, Rasse, Überfremdung, völkisch …
  2. Ein Nazi findet ein Land toll. Ja, genau eines. Das, in dem er geboren wurde und in dem er lebt. Alle anderen Länder findet er kacke. Auch die Leute, die aus diesen Ländern kommen. Das nennt man Nationalismus.
  3. Ein Nazi meint, dass alle Menschen ganz ähnlich aussehen müssen wie er selbst. Wenn ein Mensch eine andere Hautfarbe hat, denkt (?) der Nazi:
    “Der ist aber nicht soviel wert wie ich”. Das nennt man Rassismus.
  4. Ein Nazi glaubt: Wenn irgendwas bei mir schiefläuft, sind immer andere daran schuld. Früher waren das die Juden. Von denen hat man 6 Millionen ganz viele umgebracht. Das nennt man Holocaust.
  5. Last but not least

Original ansehen noch 275 Wörter

Weitergereicht: Was is’n Ausländer? Und was’n Nazi? Teil 1

20. August 2015

Das zu definieren fällt ja einigen Menschen gar nicht so leicht, deshalb gibt es bei Querdenkmal Nachhilfeunterricht für Interessierte:

Was is’n Ausländer? Und was’n Nazi? Teil 1.

Brief an Frau Merkel

18. August 2015

buchstaeblich:

Hier steht alles drin, da muss ich nicht mehr sagen, warum ich das reblogge. Lesen Sie selbst:

Ursprünglich veröffentlicht auf Sec's Club:

Dieser offene Brief von Sebastian Christ an unsere Kanzlerin hätte schon millionenfach geschrieben werden müssen – von mir, von dir, von allen, die mit der Entwicklung in unserem Land nicht einverstanden sind. Danke, Herr Christ! Ich erlaube mir, Ihren Text hier zu veröffentlichen, um auf diesem Wege ganz klar zu machen, dass wir viele sind. Menschen, denen unser Land am Herzen liegt und denen vor allem Menschen am Herzen liegen.

Merkel

Liebe Angela Merkel!

Die vergangenen Monate haben mich verändert. Ich würde Ihnen jetzt gerne höchst staatstragend davon schreiben, dass ich „nachdenklich“ geworden bin. Oder dass ich mir „Sorgen machen“ würde.
Das ist es nicht. Schon längst nicht mehr. Ich bin stinksauer, weil ich mein eigenes Land nicht mehr wieder erkenne. Mitten in Deutschland schäumt Menschenhass aus den Gullis der Dörfer und Städte. Und ich bin es leid, dass Teile der Bundesregierung diesem Treiben mit einer an Fahrlässigkeit grenzenden Gelassenheit…

Original ansehen noch 852 Wörter

Flüchtlinge: Bitte glauben sie nicht alles, was Sie lesen!

18. August 2015

Diesen Appell entnehme ich dem Spiegel-Beitrag

Stimmungsmache gegen Flüchtlinge: Wie rechte Hetzer bei Facebook manipulieren

und reiche ihn in weiter.
Denn man hört immer wieder diffuse “Ja, aber …”-Wortmeldungen verunsicherter Menschen, die im Prinzip nicht automatisch zur Kategorie Rassisten gezählt werden müssen, aber mitunter überfordert scheinen von dem, was sie “im Internet” so lesen, bzw. von irgendwelchen “Schlaumeiern” erzählt bekommen.
Unsereins wird auch öfters angesprochen und bekommt erzählt, was jemand so erzählt haben soll, und gefragt. was da so dran ist.

Hetze und Fehlinformation gibt es, das wissen wir.

Ein guter Tipp bei mündlichen oder schriftlichen Berichten über “Übeltaten böser Flüchtlinge”:
Fragen Sie nach einer verlässlichen Quelle: “Woher weißt Du das?”, “Wer hat das gesagt?”, “Ist das verifiziert?”.

Und dann ist man oft ganz schnell mit “Äähm, ööhm, also …”-Gestotter konfrontiert.

Also, liebe Lesenden, halten Sie die alte Weisheit “Papier ist geduldig” parat und erweitern Sie: Das Internet ist auch nur ein Datenträger, genau wie Papier. Es reagiert leider nicht mit hektischen Flecken, wenn es mit Unwahrheiten oder Manipulationen bestückt wird, das kann immer wieder nur der Lesende, bzw. Schauende tun. Der sucht, wenn er klug ist, die Quelle für die Information und verifiziert, bevor er weitertratscht.

Natürlich hat man diese Zeit nicht immer, aber dann kann man noch mehr Freizeit gewinnen, indem man auf das Weitertratschen ungeprüfter Inhalte schlicht verzichtet. Spucke spart das obendrein.

Wie sich die Bilder gleichen.

16. August 2015

buchstaeblich:

Lakritze vom Blog normalverteilt spricht sehr klug an, man solle sich doch selbst einmal die eigene Familiengeschichte vorknöpfen und auf Fluchtgeschichten abklopfen. Das könnte sehr hilfreich sein!

Ursprünglich veröffentlicht auf normalverteilt:

Sie sind kleine Leute, Leute ohne Verbindungen. Sie haben Angst vor dem Krieg und allem, was er mit sich bringt. Sie haben Schreckliches erlebt. Vielleicht haben sie das Regime selbst gewählt, das ihnen die Katastrophe brachte; wer weiß. Hinterher will’s ja immer keiner gewesen sein.

Jedenfalls: kleine Leute, die ein mehr oder minder gutes Leben geführt haben auf ihrer Scholle. Bauern und Handwerker; der Hof war nichts Großartiges, aber er war eben genau das: ihr Hof. Ihrer Hände Arbeit, seit Generationen. Bis dieser Krieg sie ausgerissen und vor sich hergetrieben hat. Sie haben Schreckliches erlebt. Sie sind geflüchtet, und nun sind sie hier.

Hier: das ist ein Dorf, nicht unähnlich dem ihren daheim. Auch hier lebt man mehr oder minder gut, und es gibt Bauern, Handwerker, Verkäufer und Arbeiter, die in die Stadt pendeln. Eine lose Gemeinschaft. Aber diese Leute hier wollen mit den Flüchtlingen nichts zu schaffen haben. “Pack”…

Original ansehen noch 258 Wörter

Flüchtlinge: Sind das Sachspenden oder Gemeinheiten?

14. August 2015

Aufmerksamkeit richten sollten Sachspendenwillige auf das Blog von Sandra L Braun, die einen sehr interessanten Artikel zum Thema geschrieben hat. Der mir bekannte Helferkreis hat sich bedankt für das Zeigen auf diesen Text. Denn genau das sieht man dort auch immer wieder: “Hausrat”, der eigentlich auf die Müllkippe gehört, Kleiderspenden, die dem Reißwolf eigentlich gar nicht hätten entrissen werden sollen: Kellermuff und Schimmel.

Denkt eigentlich einmal jemand an die Ehrenamtlichen, die in den Sachspendenteams arbeiten?
Das sind Leute, die ihre Freizeit opfern, damit Flüchtlinge, aber oft auch andere Bedürftige mit dringend Benötigtem versorgt werden. Sollen wir ernsthaft erwarten, dass diese Freiwilligen in Mief und Muff stöbern, weil manche Spender nicht wissen, dass sie eigentlich Entsorger sind?

In den Spendenlagern wird mit Hochdruck gearbeitet, dort hat man keine Zeit, Kleiderspenden zu flicken, waschen und bügeln. Kaputte, verdreckte Kleidung mit eindeutigem Kelleraroma Flüchtlingen zu überreichen – das wäre ein Affront gegen die Würde der Menschen, die die Spenden bekommen. Und warum Helfenden das Leben erschweren, indem man ihnen aufbürdet, die Spreu vom Weizen trennen zu müssen und die Spreu dann noch obendrein mit dem eigenen Auto auf eigene Kosten zur Textilmüll-Sammelstelle zu bringen?

Liebe Hilfsbereite:
Denken Sie bitte ein wenig nach, bevor Sie Spenden überreichen: “Würde ich mich freuen, wenn ich dies oder das in jenem Zustand bekäme?”

Ein Stapel ausgemusterter Kleidung kann eine große Hilfe für Menschen sein. Aber soviel Respekt muss dann schon sein, die Sachen noch kurz durch die Waschmaschine zu jagen, damit sie nicht müffeln.

Und wenn ein Schlüpper Bremsspuren hat, die Ihre Waschmaschine nicht mehr beseitigen kann: Die Sachspendenlager haben keine Wunder-Waschmaschinen, die haben in der Regel gar keine. Also ab in den Müll damit. Wenn Sie es eklig finden, so etwas zu tragen, möchten Andere es auch nicht anfassen müssen.

Auch sollten Sachspenden-Mitarbeiter nicht mit einer Atemmaske arbeiten müssen, bloß weil sie Allergiker sind, oder?

Flüchtlinge: Was kriegen die eigentlich so zur Verfügung gestellt?

13. August 2015

Wie ich gehört habe, werden die Mitarbeiter des Landratsamtes und die Helfenden in den Helferkreisen, auch im hiesigen am Ort, aber grundsätzlich überall immer wieder gefragt, wie und womit genau die Flüchtlinge, die zu uns nach Deutschland kommen, eigentlich versorgt werden.

Damit sich nicht immer alle Leute Fransen an die Schnute quasseln müssen beim Herunterbeten dieser Litanei:

Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beantragen und Sozialbetreuung

Der Landkreis München hat dort auf seiner Webseite fein säuberlich aufgelistet, was das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) hier vorsieht.
Man kann dort mit einem Mausklick erfahren, dass Flüchtlinge keine nagelneuen Handys oder Smartphones geschenkt bekommen, welche Leistungen den Menschen zustehen. Was dort nicht steht, wird von den Behörden nicht gestellt.

Ja, in den Foren und asozialen Netzweken liest man immer wieder Anderes, und hört noch Schlimmeres an den Stammtischen, je Alkoholpegel, desto schlimmer. Das, liebe Lesenden, sind keine zu(ver)lässigen Quellen.

Dieser Link zur Auflistung der Leistungen darf gern hergenommen oder weiterverbreitet werden, um andere Leute im Umfeld von der Unrichtigkeit gewisser Gerüchte zu überzeugen.

Besonders schön:
Unten auf der Seite gibt es ein Kontaktformular, da kann dann jeder höchstpersönlich selbst nachfragen, wenn er dann immer noch nicht glauben will, dass dort alle Leistungen aufgelistet werden.

Gut, eine Leistung ist da nicht aufgeführt, weil das Landratsamt das nicht weiß:

Ich habe neulich einer schwangeren Dame aus einem afrikanischen Land mit Landessprache Englisch erklärt, warum, wie oft und wie sie ihre verschiedenen Schwangerschafts-Vitamine nehmen muss, die ihr jemand geschenkt hatte. Diese Erklärungsleistung steht nicht im Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG).
Verbuche man diese Erklärung meinethalben als Leistung an Asylbewerber, ich selber weiß bis heute nicht einmal, ob diese Dame ein Flüchtling oder eine Touristin war, ich verbuche das unter Benimm und Selbstverständlichkeit. Wenn jemand nicht “von hier” ist, meine Fremdsprachenkenntnisse und mein bisschen Wissen braucht, dann ist es mir persönlich scheißegal, warum derjenige gerade hier ist.
Unterteilen in Flüchtlinge und anderswarum Anwesende? Wie bescheuert ist das denn? Das fange ich gar nicht erst an, es würde meine knappe Zeit fressen.

Leute sind Leute, Frager kriegen Antworten, wenn ich sie weiß.

Was Menschen weltweit verbindet ist die Tatsache, dass wir alle beim Kacken die Knie krumm machen höchstwahrscheinlich von derselben kleinen Gruppe Menschen in Afrika abstammen, und deshalb letztendlich irgendwie miteinander verbunden sind. War da nicht was mit mitochondrialer DNA? Egal, für noch mehr Googelei ist es zu warm.

Update 24.08.2015:

Diese vermaledeite Handy-Frage scheint ja ganz Deutschland zu bewegen, weil sich immer wieder Blogger finden, die sich an den Kopf greifen ob dieser Frage. So auch hier.

Kluge Worte und gute, wichtige Gedanken zum Thema finden sich übrigens auch bei Fellmonsterchen: Danke dafür!


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