Posts Tagged ‘Asyl’

Flüchtlinge: Baum der Hoffnung

7. September 2015

In der Liste für Leseempfehlungen – Blogroll – steht er hier ja schon länger, nun steht er auch in der Süddeutschen: Baum der Hoffnung e. V.:
Schöne Bilder, kann man kaufen: Die werden zu Brot!
Das ist kein Wunder, das ist eine Spendeninitiative für Menschen aus Syrien, die vor dem Krieg in die Türkei geflüchtet sind, nach Gaziantep. Damit die Menschen dort nicht verhungern müssen, brauchen sie Brot. Das verschenkt ein dortiger Bäcker, aber Geld für die Zutaten und den Betreib des Backofens braucht er schon.

Das sammeln Zuheir Darwish und sein Verein „Baum der Hoffnung e. V.“: Zuheir malt, die Erlöse gehen nach Gaziantep, und Spenden für den Verein natürlich auch.

Deswegen muss man sich hier gar nicht lange mit Lesen aufhalten, spenden Sie lieber, liebe Lesenden!

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Flüchtlinge: Herr Fischer im Recht

1. September 2015

Wenn man etwas zu sagen hat, soll man das ja machen.

Aber wenn einer so schön alles sagt, dass man es selbst nicht annähernd so gut könnte, dann
gibt man kluge Worte auch gern einfach weiter:

Herr Fischer schreibt heute auf Zeit Online: Nichts wie weg!

Und was machen wir dann alle? Hinterherwinken.

Flüchtlinge: Rechts rechnet komisch

26. August 2015

Sehr geehrte, werte, liebe Hallo Wutbürger, Besorgte und Bedenkenträger,

fast täglich hört und sieht man im TV, in Online-Medien etc. neue Meldungen über brennende Flüchtlings- bzw. Asylbewerberunterkünfte. Die dann auch oft nicht wegen technischer Defekte in Brand gerieten, sondern weil eine diffuse heiße Wut sich offensichtlich an ihnen gerieben hatte, bis der Schwefel im eigenen Wutatem seine Zündtemperatur erreicht hatte.

Auch oft liest man in diversen Blogs (es bloggen ja nicht nur die Guten), Kommentaren, sonstwo, über die Ressentiments gegen Menschen, die in unser Land geflüchtet sind, weil sie nicht sterben wollten. Vor allem wird beklagt, was das alles kostet.

Nun, sicher, es kostet Geld.
Jetzt gehen aber andere Leute her und geben zusätzlich ihr Geld aus, um Material für das Inbrandstecken solcher Unterkünfte zu kaufen.
Ähm: Man will nicht, dass Menschen in Unterkünfte einziehen können, weil das Geld kostet, und gibt dann Geld aus, damit diese Menschen nicht dort einziehen können, indem man mit Geld bereits bezahlte Unterkünfte vernichtet. Aha. (more…)

Weitergereicht wg. Vorbildcharakter: Südburgenland in Traiskirchen – the day after

24. August 2015

Wer braucht denn Haidenau schlechte Beispiele, wenn er auch Lesenswertes über
Hilfe für Flüchtlinge empfehlen kann:

Südburgenland in Traiskirchen – the day after.

Flüchtlinge: Bitte glauben sie nicht alles, was Sie lesen!

18. August 2015

Diesen Appell entnehme ich dem Spiegel-Beitrag

Stimmungsmache gegen Flüchtlinge: Wie rechte Hetzer bei Facebook manipulieren

und reiche ihn in weiter.
Denn man hört immer wieder diffuse „Ja, aber …“-Wortmeldungen verunsicherter Menschen, die im Prinzip nicht automatisch zur Kategorie Rassisten gezählt werden müssen, aber mitunter überfordert scheinen von dem, was sie „im Internet“ so lesen, bzw. von irgendwelchen „Schlaumeiern“ erzählt bekommen.
Unsereins wird auch öfters angesprochen und bekommt erzählt, was jemand so erzählt haben soll, und gefragt. was da so dran ist.

Hetze und Fehlinformation gibt es, das wissen wir.

Ein guter Tipp bei mündlichen oder schriftlichen Berichten über „Übeltaten böser Flüchtlinge“:
Fragen Sie nach einer verlässlichen Quelle: „Woher weißt Du das?“, „Wer hat das gesagt?“, „Ist das verifiziert?“.

Und dann ist man oft ganz schnell mit „Äähm, ööhm, also …“-Gestotter konfrontiert.

Also, liebe Lesenden, halten Sie die alte Weisheit „Papier ist geduldig“ parat und erweitern Sie: Das Internet ist auch nur ein Datenträger, genau wie Papier. Es reagiert leider nicht mit hektischen Flecken, wenn es mit Unwahrheiten oder Manipulationen bestückt wird, das kann immer wieder nur der Lesende, bzw. Schauende tun. Der sucht, wenn er klug ist, die Quelle für die Information und verifiziert, bevor er weitertratscht.

Natürlich hat man diese Zeit nicht immer, aber dann kann man noch mehr Freizeit gewinnen, indem man auf das Weitertratschen ungeprüfter Inhalte schlicht verzichtet. Spucke spart das obendrein.

Flüchtlinge: Sind das Sachspenden oder Gemeinheiten?

14. August 2015

Aufmerksamkeit richten sollten Sachspendenwillige auf das Blog von Sandra L Braun, die einen sehr interessanten Artikel zum Thema geschrieben hat. Der mir bekannte Helferkreis hat sich bedankt für das Zeigen auf diesen Text. Denn genau das sieht man dort auch immer wieder: „Hausrat“, der eigentlich auf die Müllkippe gehört, Kleiderspenden, die dem Reißwolf eigentlich gar nicht hätten entrissen werden sollen: Kellermuff und Schimmel.

Denkt eigentlich einmal jemand an die Ehrenamtlichen, die in den Sachspendenteams arbeiten?
Das sind Leute, die ihre Freizeit opfern, damit Flüchtlinge, aber oft auch andere Bedürftige mit dringend Benötigtem versorgt werden. Sollen wir ernsthaft erwarten, dass diese Freiwilligen in Mief und Muff stöbern, weil manche Spender nicht wissen, dass sie eigentlich Entsorger sind?

In den Spendenlagern wird mit Hochdruck gearbeitet, dort hat man keine Zeit, Kleiderspenden zu flicken, waschen und bügeln. Kaputte, verdreckte Kleidung mit eindeutigem Kelleraroma Flüchtlingen zu überreichen – das wäre ein Affront gegen die Würde der Menschen, die die Spenden bekommen. Und warum Helfenden das Leben erschweren, indem man ihnen aufbürdet, die Spreu vom Weizen trennen zu müssen und die Spreu dann noch obendrein mit dem eigenen Auto auf eigene Kosten zur Textilmüll-Sammelstelle zu bringen?

Liebe Hilfsbereite:
Denken Sie bitte ein wenig nach, bevor Sie Spenden überreichen: „Würde ich mich freuen, wenn ich dies oder das in jenem Zustand bekäme?“

Ein Stapel ausgemusterter Kleidung kann eine große Hilfe für Menschen sein. Aber soviel Respekt muss dann schon sein, die Sachen noch kurz durch die Waschmaschine zu jagen, damit sie nicht müffeln.

Und wenn ein Schlüpper Bremsspuren hat, die Ihre Waschmaschine nicht mehr beseitigen kann: Die Sachspendenlager haben keine Wunder-Waschmaschinen, die haben in der Regel gar keine. Also ab in den Müll damit. Wenn Sie es eklig finden, so etwas zu tragen, möchten Andere es auch nicht anfassen müssen.

Auch sollten Sachspenden-Mitarbeiter nicht mit einer Atemmaske arbeiten müssen, bloß weil sie Allergiker sind, oder?

Flüchtlinge: Was kriegen die eigentlich so zur Verfügung gestellt?

13. August 2015

Wie ich gehört habe, werden die Mitarbeiter des Landratsamtes und die Helfenden in den Helferkreisen, auch im hiesigen am Ort, aber grundsätzlich überall immer wieder gefragt, wie und womit genau die Flüchtlinge, die zu uns nach Deutschland kommen, eigentlich versorgt werden.

Damit sich nicht immer alle Leute Fransen an die Schnute quasseln müssen beim Herunterbeten dieser Litanei:

Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beantragen und Sozialbetreuung

Der Landkreis München hat dort auf seiner Webseite fein säuberlich aufgelistet, was das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) hier vorsieht.
Man kann dort mit einem Mausklick erfahren, dass Flüchtlinge keine nagelneuen Handys oder Smartphones geschenkt bekommen, welche Leistungen den Menschen zustehen. Was dort nicht steht, wird von den Behörden nicht gestellt.

Ja, in den Foren und asozialen Netzweken liest man immer wieder Anderes, und hört noch Schlimmeres an den Stammtischen, je Alkoholpegel, desto schlimmer. Das, liebe Lesenden, sind keine zu(ver)lässigen Quellen.

Dieser Link zur Auflistung der Leistungen darf gern hergenommen oder weiterverbreitet werden, um andere Leute im Umfeld von der Unrichtigkeit gewisser Gerüchte zu überzeugen.

Besonders schön:
Unten auf der Seite gibt es ein Kontaktformular, da kann dann jeder höchstpersönlich selbst nachfragen, wenn er dann immer noch nicht glauben will, dass dort alle Leistungen aufgelistet werden.

Gut, eine Leistung ist da nicht aufgeführt, weil das Landratsamt das nicht weiß:

Ich habe neulich einer schwangeren Dame aus einem afrikanischen Land mit Landessprache Englisch erklärt, warum, wie oft und wie sie ihre verschiedenen Schwangerschafts-Vitamine nehmen muss, die ihr jemand geschenkt hatte. Diese Erklärungsleistung steht nicht im Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG).
Verbuche man diese Erklärung meinethalben als Leistung an Asylbewerber, ich selber weiß bis heute nicht einmal, ob diese Dame ein Flüchtling oder eine Touristin war, ich verbuche das unter Benimm und Selbstverständlichkeit. Wenn jemand nicht „von hier“ ist, meine Fremdsprachenkenntnisse und mein bisschen Wissen braucht, dann ist es mir persönlich scheißegal, warum derjenige gerade hier ist.
Unterteilen in Flüchtlinge und anderswarum Anwesende? Wie bescheuert ist das denn? Das fange ich gar nicht erst an, es würde meine knappe Zeit fressen.

Leute sind Leute, Frager kriegen Antworten, wenn ich sie weiß.

Was Menschen weltweit verbindet ist die Tatsache, dass wir alle beim Kacken die Knie krumm machen höchstwahrscheinlich von derselben kleinen Gruppe Menschen in Afrika abstammen, und deshalb letztendlich irgendwie miteinander verbunden sind. War da nicht was mit mitochondrialer DNA? Egal, für noch mehr Googelei ist es zu warm.

Update 24.08.2015:

Diese vermaledeite Handy-Frage scheint ja ganz Deutschland zu bewegen, weil sich immer wieder Blogger finden, die sich an den Kopf greifen ob dieser Frage. So auch hier.

Kluge Worte und gute, wichtige Gedanken zum Thema finden sich übrigens auch bei Fellmonsterchen: Danke dafür!

Flüchtlinge küssen Dornröschen wach!

5. August 2015

Was? Jahrelang erschien hier kein neues Wort, und nun gibt es doch neue Wörter?!

Nun, liebe Lesenden, Dieter Nuhr prägte uns ein, man solle einfach mal die Fresse halten, wenn man nichts zu sagen habe, respektive: wenn man keine Ahnung hat.

Das habe ich dann auch so gemacht, man ist ja gelehrig.

Aber wenn man dann doch etwas zu sagen hat, dann sollte man das unbedingt tun, wenn es denn hilfreich und wichtig sein könnte.

Dass tägliche viele Menschen aus anderen Ländern zu uns nach Deutschland kommen, weil sie hoffen, hier Sicherheit und Überleben gewährleistet zu bekommen, kann man in sämtlichen Medien rauf und runter erfahren, wer das bis jetzt noch nicht weiß, wollte es wohl bislang nicht wissen.

Wissen aber ist so eine Sache, das merkt man immer wieder, wenn man den Flurfunk der eigenen Umgebung hört.
Hier in Bayern kann man aber, so man denn geneigt ist, z. B. auch echtes Wissen abgreifen, die frischesten Informationen kriegt man beim Landratsamt.

Auf diesen Link, liebe Lesenden, möchte ich hier verweisen, den dürfen Sie weiterreichen an all die Leute um Sie herum, die seltsame Sätze rund ums Thema Flüchtlinge verbreiten: Was die angeblich so alles geschenkt bekommen, wenn sie kommen, wie die angeblich alle ticken, was die angeblich so vorhaben, bla bla bla … Tipp: „F…book“ ist keine akzeptierte Quellenangabe, „Das habe ich aber so gehört/gelesen …“ auch nicht.

Außerdem habe ich mal begonnen, meine Blogroll zu erweitern, um den Helferkreisen in der Umgebung ein wenig zu helfen, gefunden zu werden. Und um evtl. Unterstützer und Helfende an die Adressen zu leiten, wo sie gebraucht werden.

Dafür habe ich mich nun ein wenig bequemt, meinen Dornröschen-Schlaf zumindest kurzzeitig zu unterbrechen.

Werden hier weitere Helferkreise bekannt, will ich sie gern verlinken; wer sich hierher verirrt, darf aber auch gern selbst in der Kommentarspalte auf sich aufmerksam machen, und wenn in Unterföhring das Projekt Gemeinsam für Flüchtlinge – Helferkreis Unterföhring demnächst online geht mit seinem Internet-Auftritt, dann wird hier sicherlich darüber berichtet werden, man hat ja so seine Kontakte in die Nachbarschaft und bekommt mit, was sich da so tut. Soviel weiß man hier schon: Wenn im (ca.) Oktober eine Notfallunterkunft in Form einer Traglufthalle errichtet sein wird, dann stehen zahlreiche, gut vorbereitete Helfende bereit für die ca. 300 Flüchtlinge, die dann für ca. 6 Monate in dieser Einrichtung leben werden. Damit dann alles gut geht mit der Orientierung in der neuen, fremden Welt, wird Gemeinsam für Flüchtlinge – Helferkreis Unterföhring bei Bedarf mit Rat und Tat und einem freundlichen Willkommen bereitstehen, hat man mir versichert.

Soviel für heute.

 

 

Asyl

1. August 2008

Weil der Herr Taubenvergrämer es auf den armen Pinguin abgesehen hat, habe ich den armen Vogel ein wenig unter meine Fittiche genommen. Aber im Moment ist er ein wenig verschreckt, deshalb hat er erst einmal den Zuschauern am Monitor dem Rücken zugedreht:

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