Nicht „Lesen!“


Ich habe in der FAZ die zwei Artikel von Frau Heidenreich zum Themenkreis TV-Niveau, Fernsehpreis, Marcel Reich-Ranicki, Thomas Gottschalk, etc. gelesen. Den ersten neulich, den zweiten heute.

Nach der Lektüre des 1. dachte ich: Oh, da ist aber eine sauer, weil sie nicht die Laudatio auf Herrn Reich-Ranicki halten durfte.

Nach dem Lesen von Nr. 2. dachte ich: Whow! Frau Heidenreichs Kulturkosmos: Elke ist die Sonne, Lesen! kreist drumrum und dann gibt es nur noch finsterstes Weltall in der ZDF-Galaxis im Mediennirvana.

Ich fand es schlimm, dass der Herr Gottschalk in der Fernsehdiskussion mit Herrn Reich-Ranicki nichts weiter versuchte, als Werbung für seine unguckbare Samstagabendnerverei zu machen.

Aber jetzt in Frau Heidenreichs neuem Artikel lesen zu müssen, dass im Großen und Ganzen die Fernsehmisere darin besteht, dass der Sendeplatz und die unklare Fortführung der Sendung Unbehagen bereitet, in der so schnell Bücher in die Kamera gehalten werden, dass man eine Videoaufzeichnung und eine Stopptaste braucht, um den Titel mitkriegen zu können. Zumal Frau Heidenreich so schnell und undeutlich spricht, dass die Ohren ebenfalls keine Chance auf den Buchtitel haben.

Das, liebe Frau Heidenreich, ist nämlich der wahre Grund, warum ich die Sendung nicht gucke.

Aber jetzt habe ich einen mehr: Diese endlich geschehende Diskussion hätte eigentlich zu Blicken über den Tellerrand führen sollen. Nicht in den Spiegel.

Und da heißt es immer, wir Blogger kreisten zuviel um uns selbst.

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9 Antworten to “Nicht „Lesen!“”

  1. sevenjobs Says:

    In Artikel 1 schreibt sie noch: schmeißt mich doch raus, ich bin es müde! Und nun dieser Pseudo kämpferische Ton? Hat sie doch nasse Füße bekommen?

  2. buchstaeblich Says:

    Offensichtlich.
    Und immer nur um sich selber kreisen und damit die gesamte Diskussion in Frage zu stellen, statt sich mit allen Anderen im Schulterschluß aufzureihen und „Wir sind eigentlich ganz schön viele – nu macht mal“!
    Bah, dieses Dauerjammern auf hohem Niveau!

  3. Petra Says:

    Der Artikel war die direkte Antwort auf die persönlichen Angriffe und Hetzereien gegen sie in der Presse – warum soll sie da nicht um das Thema kreisen?
    Und was hat das ZDF außer Heidenreich, Nachstudio (!) und „Aspekte“ an Kultur?

  4. buchstaeblich Says:

    Ein wenig mehr Einbeziehen von Allgemeinheit in der Fernsehlandschaft hätte aber schon weniger egozentrisch gewirkt.

  5. Petra Says:

    Seit heute kommt mir das alles vor wie „die Ratten verlassen das sinkende Schiff“ und schnell beißt jede noch mal um sich, um ihren Käse zu retten. (Huch, ist das jetzt zweideutig?) Aber was kommt danach? *grusel*

  6. matschwittchen Says:

    ach die… die ist doch nur sauer, weil sie geswitcht besser ist, als original. Da wär ich auch beleidigt und würde mir auch vorsagen, wie gut ich sehr wohl bin und die andern sind doof und anspruchslos und überhaupt. Elke, das wird scho wieder!

  7. buchstaeblich Says:

    Ich fände es auch schöner, wenn stattdessen alle zusammen eine Kulturarche bauten, auf der sie gemeinsam dem Gegenwind des Quotengelabers trotzend den Käse aus der Kulturlandschaft hebeln könnten.

    Aber ich bin leider nur eine verärgerte Fernsehgernguckenwürderin mit einem bedeutungsfreien Katzenblog am Ende des Blogiversums.

    Und ich würde Frau Heidenreichs Sendungen gucken, wenn sie etwas langsamer spräche.

  8. Elke lebt jetzt in Scheidung « Buchstaeblich seltsam! Says:

    […] Elke lebt jetzt in Scheidung Die Spatzen sind schon heiser, weil alle es schon vom Dach gepfiffen haben, dass das ZDF die Scheidung eingereicht, was die Beziehung von Heidenreichs Elke anging, soviel zum Thema “Lesen!” […]

  9. Albert Wofenstein Says:

    Eigentlich spielen doch in dieser Schmierenkomödie unser hochgelobter Großkritiker und das ZDF die Hauptrollen. Elke ist nur zufällig reingeraten. Da erscheint unser geliebter R.R. in einer Sendung des ZDF, von der jedes Kleinkind mittlerweile weiß, dass sie an Dümmlichkeit nicht mehr zu übertreffen ist. R.R., der klaglos schon mehrere solcher Sitzungen klaglos über sich hat ergehen lassen(Bambi usw.) merkt nun nach genau zwei Stunden, dass er im falschen Programm sitzt, benutzt die Gelegenheit, um mal wieder gehörig auf sich aufmerksam zu machen. ( wie antwortete R.R in der FAZ, wann er zur Buchmesse gehe: „Mich lädt doch keiner mehr ein“) Da hat doch wohl ein alter Mann, dem Eitelkeit gar nicht fremd ist, dem man in der FAZ nur noch eine unbedeutende Ecke zugewiesen hat, der in der Sendung durch seine schiere Anwesenheit die Flachheit der Darbietungen verschleiern sollte, einen „Hilferuf“ abgesetzt. Zum Thema wird das Ganze aber erst dadurch, dass R.R. in seinen nachträglichen Interviews und in seiner unsägliche Anbieterung an Thomas Gottschalk und die Honoratioren des ZDF( an anderer Stelle auch Sesselfurzer genannt)auf Kosten von Elke Heidenreich beim ZDF zu Punkten suchte.
    Schließlich will man ja bei Gelegenheit wieder einmal ins Fernsehen eingeladen werden. Zweifellos hat Elke Heidenreich in ihrem, übrigens blitzgescheiten Kommentar, überzogen. Aber hat man etwa R.R. gekündigt, als er in unverantwortlicher Weise in seiner Sendung die hochgeachtete Kritikerin, Frau Löffler, buchstäblich unter der Gürtellinie angegriffen hat? Machos haben im Fernsehen halt immer noch die besseren Karten.

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