Mehr oder weniger sexy


Wer es noch nicht wusste, wird überrascht sein zu erfahren, dass man auch dann eine Sparringspartnerin für (möglicherweise lebenslangen) Matratzensport bekommt, wenn Mann

  • den Hosenboden nicht auf Kniehöhe trägt
  • nicht morgens um 5 aufsteht, um sich einer Ganzkörperrasur zu unterziehen
  • weniger als 3 Tuben Steili-Gel gleichzeitig auf dem Kopf trägt
  • seine rhetorischen Vorbilder nicht in mittäglichen AnschreiTalkshows sucht.

Für manche kommt vielleicht die Neuigkeit überraschend, dass Frauen durchaus den Mann fürs Leben finden können, wenn sie

  • keine grellbunten Glitzergemälde der Marke Porno-Schüppe an den Fingerspitzen tragen
  • ab Mitte 30 auf die Farbe barbiepink bei der Auswahl der Garderobe verzichten
  • statt seltsamer SM-Skulpturen tatsächlich Schuhe an den Füßen tragen, auf denen man sogar ohne Hilfsmittel gehen (nicht wanken oder staksen) kann.
  • einen Hosenbund tragen, der mehr als 2 Zentimeter über dem Schambein endet.

Ich bin sicher, meine Kommentator(inn)en werden die Listen zu ergänzen wissen.

😎

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22 Antworten to “Mehr oder weniger sexy”

  1. weltdeswissens Says:

    Oja! Das finde ich sehr tröstlich.

    allgemein: – kein Jamba-Klingelton-Abo hat

    🙂

  2. Dr. No Says:

    Zum ersten Teil: sich nicht völlig wie ein Primat zu verhalten soll auch helfen. Ist aber wohl in vielen Fällen leider zuviel verlangt.

  3. buchstaeblich Says:

    Deshalb habe ich auf diesen Passus verzichtet, lieber Dr. No – wenn man sich anschaut, zu was Primaten so fähig sind, kann man das nicht von jedem dahergelaufenen Hormonbündel verlangen. Nehmen wir nur das korrekte Einordnen des eigenen Sozialstatus in der Rudelhierarchie: Das braucht eine Menge Fähigkeiten zur Selbstreflexion.

  4. Silencer Says:

    Ich habe noch nie jemanden gesehen, der drei Tuben auf seinem Kopf herumbalanciert. Oder werden die unter diesen Deppenkäppis versteckt? Das würde Einiges erklären…

  5. buchstaeblich Says:

    Die werden auf dem Deez ausgeleert und in der Bahn in Rückenlehnen, bzw. in Aufzügen an die Wände verteilt.
    Deshalb nehme ich doch so ungern öffentliche Verkehrsmittel: Mich würgt immer so dolle.

  6. weltdeswissens Says:

    apropos… Vertilgen von Fast Food in öffentlichen Verkehrsmitteln… gern in Tateinheit mit dem Trinken von mindestens 1,5 Litern gezuckerter Getränke…

  7. buchstaeblich Says:

    Mit gleichzeitigem Nerven der Umgebung via Klingeltöne, anderweitiger Mobiltelefonmusik oder in selbiges das Privatleben bölken, dass es auch ja der gesamte Waggon mitbekommt.

  8. Schildmaid Says:

    Nicht permanent in Drei-Wort-Sätzen sprechen (Ey, Alder, ey!), die sich anhören, als seien sie Kapitalletter befreit.
    Weiße Cowboystiefel zu weißen, viel zu knapp sitzenden Hosen; bei den Männern in Kombination mit Goldkettchen, bei den Frauen die weiße Handtasche.
    Unglaublich häßliche Sonnenbrillen (hat die Ehefrau gerade so trefflich drüber geschrieben!),
    Tang.as, die zur Hälfte aus der Hose zu sehen sind… Ach, das mit dem Hosenbund haben Sie ja schon.

    grübelt weiter nach…

  9. weltdeswissens Says:

    Der ständige Lärm fremder Menschen geht mir eh auf den Frack.

    Bei Frauen: die sogenannten „Fi.gg mich Schuhe“. Au weia!

    Und Menschen, die einem viel zu nahe kommen und den Diskretionsabstand permanent verletzen. Bärgs.

  10. buchstaeblich Says:

    Diese Dialoge:
    „Er so: Ey!“ – „Ich so: Boah!“
    Vokalarmes Sprechen: „’sch mch dsch pltt. ’sch wß, wo dein Haus wohnt!“ … Herr Sick!!!!! Könnten Sie da angelegentlich drüber sprechen?!?!?!

    Was den Diskretionsabstand angeht: Wer so Grenzen verletzt, dessen Grenzen könne in wichtigen Prägejahren ja überhaupt nicht existiert haben, mir wird gruslig zumute, wenn ich mir vorstelle, wodurch – arme Schweine.

  11. weltdeswissens Says:

    Da haben Sie recht. Allerdings sind es oft die unangenehmen Leute, die so geprägt wurden.. da bin ich mir selbst die Nächste und weiche zurück… schlimm ist es, weil diese Leute dann hinterherrücken. Irgendwann steht man dann mit dem Rücken zur Wand!

    Was ich ja auch hasse, sind die Leute, die einem immer einen Rippenstoß verpassen, wenn sie etwas besonders erregt. LASST DAS EINFACH!
    (regt sich auf)

  12. Schildmaid Says:

    Diese sie-so-ich-so Dialogsequenz hat meine Tochter auch drauf. Ich weiß nicht, ob dieses repetative Moment einen entwicklungsbedingten level kennzeichnet, aber ich hoffe, es hört bald auf. Es macht mich wahn_sinn_ig!
    Immerhin ist sie mit ihren zehn Jahren noch nicht wieder auf das Drei-Wort-Sätze Niveau zurück gefallen. Bleibt wohl noch Hoffnung.

  13. Sonne Says:

    Männer: die Hose auf keinen Fall in die weißen Tennissocken stecken! (und bitte nicht übertrieben breitbeinig gehen wo es doch nicht notwendig ist)

    Frauen: 3cm dicke (und zu dunkle) Schminke im Gesicht die durch grellen Lidschatten und dem Inhalt eines halben Maskara unterstützt wird

    allgemein: jeden Satz mit „alda“ beenden (oh hatten wir schon) oder mit „komm ma klaar ey“ – das war doch schon vor 10 Jahren out

  14. lakritze Says:

    Mann wie Weib: Es tut auch nicht not, billiges Deo halbdosenweise auf sich zu verteilen und die Umwelt drei Meter gegen den Wind mit Moschus zu belästigen. Mir tränen von sowas die Augen …

  15. ruediger Says:

    Weitläufig wird auch der süßliche Körperduft missverständlich bewertet. In der Steinzeit wurden sicherlich Lockstoffe transportiert, die beizeiten probate Abnehmer fanden. Heutzutage hat sich eine Resistenz auf der Abnehmerseite entwickelt, will sagen sie (die Lockstoffe) werden evolutionsbedingt nun künstlich erzeugt, daher großzügig und großflächig aufgebracht und somit weiterhin in der Umwelt verteilt. Nur finden sie (die Lockstoffe) keine probaten Abnehmer. Die Großzügigkeit resultiert aus der Menge der Wettbewerber, die mit der gleichen Methode versuchen ihre Paarungsbereitschaft zu demonstrieren und genau damit verschwinden die Träger in der Masse.

    Gleiches gilt auch für Anhänger der puristischen Körperkults. Jeder sollte sich auch an den Vorteilen des animalischen Duftes erfreuen. Wenngleich die Begeisterung hier per se schon deutlich gedämpfter sein dürfte, ist ihm (dem Träger) die ungeteilte Aufmerksamkeit seiner Mitmenschen (und damit auch potentielle Adressaten der Botschaft) sicher. Es gilt die Spreu vom Weizen zu trennen, hier ist nahezu jedes Mittel recht, das das draußen ist Urwald.

  16. buchstaeblich Says:

    Es fehlen allerdings noch die komplett entfernten Brauenhaare, die dann mit kunstfreiem Strich an absurder Stelle zwecks Maskerade – nehme ich an – irgendwo auf die Stirn gemalt werden, wo die Evolution niemals eine Braue geplant hätte, weil die Evolution nicht so doof ist wie die Trägerinnen dieser Form der Gesichtsverunstaltung.

    Ach, und wenn wir beim Thema Augenbrauen sind:
    Feminin gezupfte Brauen an Männern sehen einfach nur unangenehm schwul aus. Und ich habe beileibe nichts gegen homosexuelle Menschen, nur gegen unangenehm schwul wirkende Bonsai-Machos.

  17. Schildmaid Says:

    Entfernte Augenbraue? Ihh, wer macht denn so was?

    Ich dachte bisher, dass passiert nur alten Damen, denen altersbedingt die Augenbrauen abhanden gekommen sind.

  18. buchstaeblich Says:

    Du fährst nicht oft U-Bahn, nein?!

  19. ruediger Says:

    Die Herren zupfen nicht, sehr beliebt ist hier das Streifenmuster zur Veredelung der Denkerstirn, untenherum meine ich. Es demonstriert weltmännischen Verstand, gleichsam gepaart mit der obligatorisch bond’schen Coolness. Unwiderstehlich.

  20. Schildmaid Says:

    @buchstæblich: U-Bahn bin ich das letzte Mal vor zwanzig Jahren gefahren, in Leningrad (als es auch noch so hieß). Habe ich also geschmacklich nicht viel verpasst, ne?

    Mir noch etwas eingefallen: Ziegenbärtchen! Sehr beliebt bei angehenden Philosophen und denen, die sich dafür halten. Eine Form des intellektuellen Grunges, oder so. uärgs.

  21. weltdeswissens Says:

    Ziegenbärtchen und auch diese komischen millimeterdünnen Umrahmungen des Kinns, die viele für Bärte halten!

    Ganz schlimm: in Wohnungen die Kopfbedeckung aufbehalten. Geht gar nicht! Rein ins Haus, runter mit der Mütze (oder ab mitm Kopp!!)

  22. buchstaeblich Says:

    Grrr, da fallen mir gleich diese Heinis ein, die sich mit dem Nasenhaarschneider seltsame Muster in den kaum vorhandenen Bart ritzen!

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