China, Olympia und die Zensur


Je näher der Anpfiff der Olympischen Spiele rückt, desto weniger kann man dem Thema ausweichen, es sei denn, man lässt den Fernseher und das Radio ausgeschaltet und liest im Internet nur ausgewählte Katzenblogs.

Das geht seit Monaten so und wird jede Woche ein wenig schlimmer. War die Olympische Pest schon in meiner Kindheit eine Pest, weil die damals existierenden drei Fernsehsender dauernd ihre Programme änderten, und so oft genug meine Kinderstunde irgendwelchen Leuten zum Opfer fiel, die grundlos schwammen oder im Kreis rannten, ist es heutzutage in der Multimedia-Blubberwelt umso pestilenziger, weil ich nun auf Dutzenden von Fernsehsendern und nicht mehr zählbaren Internetseiten, Blogs und im Teletext nicht nur mit Medaillengedönse, das mich ungefähr so sehr interessiert wie das Herstellungsverfahren von Hundepfeifen, sondern obendrein mit diesem leidigen Thema China zugeballert werde.

Zahlreiche Fluchtversuche haben nicht geholfen, ich bekam das eine oder andere mit, inklusive des Getues um die Zensur von Berichterstattung, die ja sowas von überraschend kommt, dass es einen wirklich überrascht. Dazu Berichte, wie man sich dort auf die Ereignisse vorbereitet, wie es dort sonst so zugeht, wie man mit der Umwelt umgeht, mit Menschen(leben), mit dem Urheberrecht, den Menschenrechten, bla, bla, bla … ich muss das alles gar nicht erzählen, ich bin ja nicht die einzige, die einen Fernseher zu Hause hat.

Möglicherweise sehen andere Menschen das anders, aber da macht ja nichts, denn ich bin KEINE JOURNALISTIN, liebe Blogpäpste und deren Jünger, ich bin eine irrelevante Katzenbloggerin am Ende des Blogiversums, und ich berichte hier ganz subjektiv über ein Gefühl:

Um es kurz zu machen, gebe ich jetzt einfach mal China eine (von mir gefühlte) Zensur:

Setzen, 6!

Ach, ja: Reis schmeckt nicht!

Sehr schön auch dieser Beitrag zum Thema.

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23 Antworten to “China, Olympia und die Zensur”

  1. luckyjack42 Says:

    Sie hat das O-Wort gesagt!!! ALAAARM!!! *hihi*

    Wie ich schon mehrfach auf meinem Blog geäußert habe, boykottiere ich die O-Spiele komplett. Wenn was kommt, blättere oder schalte ich einfach um. Nicht, dass mich solche Wettkämpfe grundsätzlich nicht interessieren, nein, Frau Buchstäblich, da bin ich anders gestrickt. Mir liegt der Ausrichter quer im Magen. Die lieben Chinesen, die so viel wert darauf legen, das Gesicht zu wahren, denen die westlichen Politiker in den Hintern kriechen, damit die Chinesen nicht ihr Gesicht verlieren, diese Chinesen unterdrücken ihr Volk. Und da, genau da, sympathisiere ich mit den Tibetern – egal, wer sein Gesicht verliert! Deshalb: BOYKOTT!

    (sorry für das Schreien, aber ich rege mich gerade wieder auf. Jetzt brauche ich einen Beruhigungskaffee.)

  2. wortteufel Says:

    Wieso boykottieren? Zensieren sollten wir das, zensieren!

  3. T.M. Says:

    Ich hab umgehend gehandelt. Schauen sie mal bei mir, oben rechts in Rot.

  4. Carl Says:

    Auch ich überlege den Boykott auf meinem Blog – und sei es um den Preis, dass die Spiele deshalb nicht stattfinden. Sollen sie sich doch schwarz ärgern, die Sportsfreunde aller Länder!
    Ich habe aber nichts gegen Chinesen. Nur gegen Diktatoren aller Länder. Und manchmal muss ich das eben los werden. Manchmal eben auch per Blog.

  5. buchstaeblich Says:

    Ich bin offensichtlich nicht allein – das ist schön! Und deshalb sind die heutigen Worte auch meine einzigen zum bösen O-Thema: Nur, damit sich keiner wundert.

  6. Katzencontent. « Says:

    […] Frau Buchstaeblich mag lieber Katzencontent am Ende des Bloguniversums lesen, als das böse O-Wort. Verständlich. Da ein Boykott der Spiele kaum Akzeptanz findet, bin ich einfach mal für die […]

  7. Schildmaid Says:

    Bei mir gibt’s Eulencontent. Und kein einziges O-Wort. Versprochen.
    Ich kann solche sportlichen Verunstaltungen, ähm, Veranstaltungen auch nicht leiden.

  8. buchstaeblich Says:

    Eulen, Katzen, Kochrezepte … alles ist mir recht, Hauptsache keine über(ver)züchteten Körper, Gladi- äh: Diktatorenspielchen und keine alten Männer in roten Badelaken.

  9. sprichwörtlich Eule Teil VI « Schildmaid Says:

    […] kann ich Frau Buchstæblich nicht bieten, aber Eulencontent wäre ihr recht. Na, das mache ich doch […]

  10. hape42 Says:

    Hundepfeifen?
    Leider schon etwas älter. Aber es war mir ein Vergnügen, dass zu Finden :mrgreen:

    Aus den Ländern
    Baden-Württemberg: Hundepfeifen – selbst gebaut
    (huj) Die Landesjagdschule des LJV Baden-Württtemberg auf dem Dornsberg bei Eigeltingen bietet einen Lehrgang an, bei dem die Teilnehmer Hundepfeifen selbst herstellen. Der Hundepfeifen-Fachmann Thomas Schuhmann wird die Teilnehmer theoretisch und praktisch unterweisen, aus verschiedenen Materialien (Horn, Holz u.ä.) eigene Hundepfeifen herzustellen. Der Lehrgang findet am Samstag, 10. Juni, auf dem Dornsberg statt. Die Kursgebühr beträgt 50 Euro, für Material kommen fünf Euro hinzu. Anmeldungen nimmt die Landesjagdschule Dornsberg, Email: info@landesjagdschule.de, entgegen.
    12.12.2006

  11. buchstaeblich Says:

    Hape: Lauf!

  12. Katzencontent « Nordworte Says:

    […] 5, 2008 von zimtapfel Auch ich bin nur ein bescheidener Katzenblog. Ehrlich gesagt, ich mag diese Bezeichnung, auch wenn sie von Seiten der ganz doll wichtigen […]

  13. Arthur Coffin Says:

    Eines wollte ich noch fragen: Wer sind denn diese Blogpäpste und wie kann man sie kennenlernen?

    😉

    A.

  14. Mcp Says:

    Reis schmeckt sehr wohl lecker. Aber Olympia hasse ich auch. Glücklicherweise habe ich weder Fernsehen, noch Radio. So kann man dem Massenwahnsinn entkommen. Manchmal, zumindest.

  15. frankthefrog Says:

    scheen! Mich juckt das auch nicht. Doch es juckt mmich schon, dass die internationale Staatengemeinschaft vor China zu Kreuze kriecht. Aber das kennen wir ja schon… Vor 70 Jahren schonmal gesehen… Da hat sich das Gastgeberland auch freundlich und von seiner besten Seite gezeigt. Wir wissen was danach kam… Ob nun Rot oder Braun. Das macht für mich gar keinen Unterschied.

  16. hape42 Says:

    Vor ziemlich genau einem Jahr hatte ich da schon mal eine Massnahme ergriffen. Auch Sport, ging auch in den Medien auf die Nerven:
    http://hape42.wordpress.com/2007/07/21/die-ignorier-ich-doch-noch-nicht-mal/

  17. Dr. No Says:

    @Arthur Coffin: Hier, ich *wild-mit-den-fingern-schnipp*! Selbsternannter Blog-Gegenpapst jedenfalls, falls das ausreicht. Und ich erteile buchstaeblich generöserweise die Absolution dafür, dass sie keine Journalistin ist ;-).

  18. buchstaeblich Says:

    Arthur Coffin,
    Dr. No sagt die Wahrheit: Er ist wirklich ein Blog-Gegenpapst! Das erkannt man daran, dass er tatsächlich eine eigene Meinung hat, und nicht bloß etwas verneint oder bejaht, damit er jemand Anderem ans Bein pieseln oder sich scheißwichtig vorkommen kann.

  19. Dr. No Says:

    Danke für den ganzen Blumenstrauß 🙂 Ich arbeite übrigens noch daran, eine eigene Kirche zu errichten – aber wenn es soweit ist, werde ich buchstaeblich im Zuge meiner Unfehlbarkeit zu einem meiner Apostel machen. Oder zu einer meiner Apostelinnen? Wie heißt das denn nur richtig…

  20. Dr. No Says:

    …und das Gebot von wegen „Du sollst dir kein Bildnis von mir machen“ befolgt wordpress ja offenbar schon ganz von selbst, wenn ich mir meine Kommentare so angucke. Na, ein Punkt weniger auf der ToDo-Liste.

  21. buchstaeblich Says:

    Na, ob das mit dem Apostelposten immer noch klappt, wenn der, der das hier:
    http://lebenuniversumrest.blogspot.com/2008/08/nicht-ganz-so-starker-tobak.html
    schreibt, erfährt, dass ich Raucherin bin … 😉

    Aber für genau sowas verdient unser Dr. No seine Glaubwürdigkeitsmedaille.

  22. Bloggerprojekt: Olympia 2008 | 49 Suns | CopperLane Says:

    […] keinen Artikel veröffentlichen (den, den ich hätte schreiben wollen, gibt es schon: Buchstäblich seltsam! China, Olympia und die Zensur), da mich das Sportliche nicht wirklich interessiert und ich vom Politischen nicht genug Ahnung […]

  23. Melamilch macht kleine Nieren steinig « Buchstaeblich seltsam! Says:

    […] macht kleine Nieren steinig Dass ist es mit China und den dortigen Zuständen nicht so sehr habe, ist ja nichts […]

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