Posts Tagged ‘Pseudo-Wissenschaft’

Radiästhesie: Mit der Rute

5. Februar 2009

… haut Florian Freistetter gewohnt charmant auf die Wünschelruten-Mafia ein.

Mein Fazit über den äußerst lesenswerten Artikel:

Radi-Ästheten sind gar keine Kleingärtner im Wettbewerb um den schönsten Rettich. Leider.

Mir wollte vor ein paar Wochen auch jemand die Tasche vollquatschen über Die-mit-der-Rute-gehen. Statt ihm übers Maul fuhr ich den Menschen mit geheuchelter Begeisterung an die Wand mit dem Tipp, er solle diesem grandiosen Wasseraufspürer doch Reichtum gönnen und ihn zu James Randi schicken, auf dass er sich die Million holen möge. Begeistert zog derjenige von dannen.

Manchmal bin ich nämlich einfach zu müde für sinnlose Diskussionen.

Todesfall im Hause Travolta

3. Januar 2009

Der Sohn von John Travolta ist tot, er starb im Alter von 16 Jahren. Selbst innerhalb ein- und desselben Artikels im Focus wechselt die Todesursache zwischen Anfall und Unfall.

Heute morgen las ich das schon im Teletext, meine erste Idee war: Drogen.

Gatte fragte: „Wieso denn Drogen?“ – „Gatte, wenn ich der Sohn von Travolta wäre: Ich würde gewiss Drogen nehmen!“.

Vorhin las ich dann den Artikel im Focus: Als hätte ich es geahnt! Also, nicht, dass da Drogen erwähnt würden – NEIN! Schlimmer: Pseudo-Medizin. Scientologische Pseudozin.

Es wird berichtet, der 16-jährige habe als Kind unter dem Kawasaki-Syndrom gelitten und öfters Anfälle gehabt:

Das Paar hat erklärt, Jett sei im Alter von zwei Jahren schwer erkrankt. Damals sei das Kawasaki-Syndrom diagnostiziert worden, das zu Gefäßentzündungen führt. Die Travoltas machten Reinigungsmittel und Dünger für die Erkrankung ihres Sohnes verantwortlich. Ein Entgiftungsprogramm der Scientology-Organisation habe seinen Zustand jedoch deutlich verbessert.

(Kursive Hervorhebung  durch die Meckereibetreiberin)

Wie gesagt: Wäre ich der Sohn von Travolta: Ich hätte Drogen genommen. Pfundweise!

Übrigens habe ich natürlich keine Ahnung von Medizin. Äh: Ist ein Arzt anwesend? Helfen Sie doch mal bitte aus, ja? Aber was ich mal eben schnell aus der Suchmaschine zerren konnte, brachte mir als medizinisch Unstudierter keine Erhellung darüber, inwieweit ein Kawasaki-Syndrom im Kleinkindalter und „Anfälle“ in der Adoleszenz zusammenhängen. Vielleicht bin ich zu doof, vielleicht drücken die Quellen das nicht sonderlich klar aus, oder ich erwischte die falschen.

Aber ich wüsste auch gern, was Scientologen unter „Entgiftung“ verstehen, gut klingt das jedenfalls alles nicht, oder?

Ob da ein richtiger Arzt nicht doch angebrachter gewesen wäre?

Viel lustiger als ich …

13. Juli 2008

… ist das, was im neuesten Artikel von Ulrich Berger steht über die neuesten Versuche der Eso-Front, gutgläubigen Menschen mit feuchten Kellern die Kohle aus dem Keller den Taschen zu ziehen.

Leute, ich habe gebrüllt vor Lachen, das muss man gelesen haben!

Ich schlage den Autor für den Süffisanz-Orden der Woche vor.

Sachliche Information, wissenschaftlich fundiert, und trotzdem allerbeste Unterhaltung: Das ist ein Spagat, den nicht jeder kann.

Ich jedenfalls nicht, ich ziehe neidlos den Hut!