Posts Tagged ‘Hessen’

Hessen-Wahl ’09

18. Januar 2009

Erste Trends:
Da gibt es nichts viel zu erzählen: Überraschungen blieben aus.
Die Wahlbeteiligung war auf einem nun wirklich niemanden wundernden Rekordtief. Die CDU feiert mit enttäuschter Miene und Träne im Knopfloch, aber Schwein gehabt.
T. Schäfer-Who?, das hessische Bauernopfer wurde auf dem Wahlaltar geschlachtet – man hofft, es hat sich für ihn gelohnt. Oder auch nicht. Das Ypsilantier ist aber endlich zurückgetreten.
Der Bundesguido strahlt über alle Maßen – seine Crew in Hessen darf dann wohl mithelfen, die miserable Bildungspolitik in Hessen weiterzuführen.
Die Grünen haben zwar ordentlich zugelegt, aber nix davon, die Linken bleiben der Splitter im Auge des hessischen Landtags, man wartet ab, ob man ihn herausgewischt bekommt.

Man schaut mitleidsvoll auf Äppelwoi-County: Ihr habt ’s nicht leicht, aber immerhin mein Mitgefühl. Also: Ihr Bürger, versteht sich.
Na ja.

Warten wir auf die endgültigen Zahlen, aber was soll schon noch Exorbitantes passieren? Außer bei den Linken, versteht sich.

Hessen plant Neustart

6. November 2008

So, das Gefudel in Hessen soll dann endlich bald ein Ende haben. Laut Focus und div. Fernsehsendern will die hessische CDU am 19. November den Landtag auflösen und dem Chaos ein Ende bereiten. Für den 18. Januar kann sich der wahlbereite Hesse nun schon einmal „Wählen gehen“ in den neuen Kalender für das nächste Jahr eintragen.

Die SPD um Frau Ypsilanti und die Fab Four kann jetzt aufhören mit Schüppchenspielen und den großen Besen hernehmen, um die Parteischerben zusammenzukehren, sodann schon einmal üben, den Kopf einzuziehen ob des zu erwartenden Wählerstrafgerichts.

Die Linke muss nicht mehr befürchten, irgendetwas Ernsthaftes, Verantwortungsvolles tun zu müssen und kann sich gleichzeitig im Spiegel (nicht in der Zeitung, in dem Ding aus Glahas!) bewundern, dass sie immerhin so wichtig ist, dass die Hessen-SPD ihretwegen den Bach hinunter gegangen ist.

Die CDU gibt ihrem Koch, was die Metzgerin vom Schlachtfest im Landtag übrig gelassen hat und kann mit der FDP auskungeln, wer nun welches Pöstchen bekommen wird, wenn die Umfrageergebnisse so bleiben wie im Moment und daraus ein Süppchen bereiten.

Und die Grünen … die … wer? Was? Ach, egal.

Aktuelle Politik: Ein Quantum Trost

4. November 2008

… braucht der amerikanische Präsidentschaftkandidat: Die Großmutter von Barrack Obama ist gestorben, und damit ist sie die derzeit wohl prominenteste Grandma überhaupt, hat dieser doch nicht nur neulich seinen Wahlkampf unterbrochen, um noch einmal die Oma zu bereisen – nicht ohne Reporter das Ereignis für die Welt konservieren zu lassen. Nun hat er sogar seinen Wahlkampf noch einmal unterbrechen können, um der Welt die Nachricht vom Tod seiner O(ba)ma mitzuteilen. Das rockt, da kann selbst Bruce Springsteen kaum mithalten.

Omas wie Oma Obama bezeichnet er als stille Helden. Kunststück, also: jetzt.

Es ist natürlich von Vorteil, wenn man so jung für das Präsidentenamt kandidiert, dass man noch eine Oma hat(te), da schielt McCain sicherlich neidisch, denn in seinem Alter kann man natürlich nicht mehr mit einer eigenen Oma aufwarten, da hat man höchstens vier Enkel.

Am meisten von der Kandidatur McCains profitieren wahrscheinlich die hier, doch man wird sehen, wie die Sache ausgeht, und ob sie sich umbenennen werden, wenn es eines Tages vielleicht doch nicht mehr politisch korrekt ist, ein Produkt mit einem so besetzten Namen zu konsumieren – man wird sehen.

So ein Quantum Trost könnte die Frau Ypsilanti nach dem gestrigen Desaster jetzt sicher auch gebrauchen, oder wahlweise die SPD oder die Linke, oder wahlweise die vier rebellischen Muske(l)tiere, oder wahlweise der Wähler in Hessen. So bleibt denen maximal ein trockener Martini, der solidarisch geschüttelt daherkommt, um sich die Katastrophe schön zu trinken: Ein Quantum Prost!