Posts Tagged ‘Ehrenamt’

Flüchtlinge: Sind das Sachspenden oder Gemeinheiten?

14. August 2015

Aufmerksamkeit richten sollten Sachspendenwillige auf das Blog von Sandra L Braun, die einen sehr interessanten Artikel zum Thema geschrieben hat. Der mir bekannte Helferkreis hat sich bedankt für das Zeigen auf diesen Text. Denn genau das sieht man dort auch immer wieder: „Hausrat“, der eigentlich auf die Müllkippe gehört, Kleiderspenden, die dem Reißwolf eigentlich gar nicht hätten entrissen werden sollen: Kellermuff und Schimmel.

Denkt eigentlich einmal jemand an die Ehrenamtlichen, die in den Sachspendenteams arbeiten?
Das sind Leute, die ihre Freizeit opfern, damit Flüchtlinge, aber oft auch andere Bedürftige mit dringend Benötigtem versorgt werden. Sollen wir ernsthaft erwarten, dass diese Freiwilligen in Mief und Muff stöbern, weil manche Spender nicht wissen, dass sie eigentlich Entsorger sind?

In den Spendenlagern wird mit Hochdruck gearbeitet, dort hat man keine Zeit, Kleiderspenden zu flicken, waschen und bügeln. Kaputte, verdreckte Kleidung mit eindeutigem Kelleraroma Flüchtlingen zu überreichen – das wäre ein Affront gegen die Würde der Menschen, die die Spenden bekommen. Und warum Helfenden das Leben erschweren, indem man ihnen aufbürdet, die Spreu vom Weizen trennen zu müssen und die Spreu dann noch obendrein mit dem eigenen Auto auf eigene Kosten zur Textilmüll-Sammelstelle zu bringen?

Liebe Hilfsbereite:
Denken Sie bitte ein wenig nach, bevor Sie Spenden überreichen: „Würde ich mich freuen, wenn ich dies oder das in jenem Zustand bekäme?“

Ein Stapel ausgemusterter Kleidung kann eine große Hilfe für Menschen sein. Aber soviel Respekt muss dann schon sein, die Sachen noch kurz durch die Waschmaschine zu jagen, damit sie nicht müffeln.

Und wenn ein Schlüpper Bremsspuren hat, die Ihre Waschmaschine nicht mehr beseitigen kann: Die Sachspendenlager haben keine Wunder-Waschmaschinen, die haben in der Regel gar keine. Also ab in den Müll damit. Wenn Sie es eklig finden, so etwas zu tragen, möchten Andere es auch nicht anfassen müssen.

Auch sollten Sachspenden-Mitarbeiter nicht mit einer Atemmaske arbeiten müssen, bloß weil sie Allergiker sind, oder?

Flüchtlinge küssen Dornröschen wach!

5. August 2015

Was? Jahrelang erschien hier kein neues Wort, und nun gibt es doch neue Wörter?!

Nun, liebe Lesenden, Dieter Nuhr prägte uns ein, man solle einfach mal die Fresse halten, wenn man nichts zu sagen habe, respektive: wenn man keine Ahnung hat.

Das habe ich dann auch so gemacht, man ist ja gelehrig.

Aber wenn man dann doch etwas zu sagen hat, dann sollte man das unbedingt tun, wenn es denn hilfreich und wichtig sein könnte.

Dass tägliche viele Menschen aus anderen Ländern zu uns nach Deutschland kommen, weil sie hoffen, hier Sicherheit und Überleben gewährleistet zu bekommen, kann man in sämtlichen Medien rauf und runter erfahren, wer das bis jetzt noch nicht weiß, wollte es wohl bislang nicht wissen.

Wissen aber ist so eine Sache, das merkt man immer wieder, wenn man den Flurfunk der eigenen Umgebung hört.
Hier in Bayern kann man aber, so man denn geneigt ist, z. B. auch echtes Wissen abgreifen, die frischesten Informationen kriegt man beim Landratsamt.

Auf diesen Link, liebe Lesenden, möchte ich hier verweisen, den dürfen Sie weiterreichen an all die Leute um Sie herum, die seltsame Sätze rund ums Thema Flüchtlinge verbreiten: Was die angeblich so alles geschenkt bekommen, wenn sie kommen, wie die angeblich alle ticken, was die angeblich so vorhaben, bla bla bla … Tipp: „F…book“ ist keine akzeptierte Quellenangabe, „Das habe ich aber so gehört/gelesen …“ auch nicht.

Außerdem habe ich mal begonnen, meine Blogroll zu erweitern, um den Helferkreisen in der Umgebung ein wenig zu helfen, gefunden zu werden. Und um evtl. Unterstützer und Helfende an die Adressen zu leiten, wo sie gebraucht werden.

Dafür habe ich mich nun ein wenig bequemt, meinen Dornröschen-Schlaf zumindest kurzzeitig zu unterbrechen.

Werden hier weitere Helferkreise bekannt, will ich sie gern verlinken; wer sich hierher verirrt, darf aber auch gern selbst in der Kommentarspalte auf sich aufmerksam machen, und wenn in Unterföhring das Projekt Gemeinsam für Flüchtlinge – Helferkreis Unterföhring demnächst online geht mit seinem Internet-Auftritt, dann wird hier sicherlich darüber berichtet werden, man hat ja so seine Kontakte in die Nachbarschaft und bekommt mit, was sich da so tut. Soviel weiß man hier schon: Wenn im (ca.) Oktober eine Notfallunterkunft in Form einer Traglufthalle errichtet sein wird, dann stehen zahlreiche, gut vorbereitete Helfende bereit für die ca. 300 Flüchtlinge, die dann für ca. 6 Monate in dieser Einrichtung leben werden. Damit dann alles gut geht mit der Orientierung in der neuen, fremden Welt, wird Gemeinsam für Flüchtlinge – Helferkreis Unterföhring bei Bedarf mit Rat und Tat und einem freundlichen Willkommen bereitstehen, hat man mir versichert.

Soviel für heute.