Flüchtlinge: Was kriegen die eigentlich so zur Verfügung gestellt?


Wie ich gehört habe, werden die Mitarbeiter des Landratsamtes und die Helfenden in den Helferkreisen, auch im hiesigen am Ort, aber grundsätzlich überall immer wieder gefragt, wie und womit genau die Flüchtlinge, die zu uns nach Deutschland kommen, eigentlich versorgt werden.

Damit sich nicht immer alle Leute Fransen an die Schnute quasseln müssen beim Herunterbeten dieser Litanei:

Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beantragen und Sozialbetreuung

Der Landkreis München hat dort auf seiner Webseite fein säuberlich aufgelistet, was das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) hier vorsieht.
Man kann dort mit einem Mausklick erfahren, dass Flüchtlinge keine nagelneuen Handys oder Smartphones geschenkt bekommen, welche Leistungen den Menschen zustehen. Was dort nicht steht, wird von den Behörden nicht gestellt.

Ja, in den Foren und asozialen Netzweken liest man immer wieder Anderes, und hört noch Schlimmeres an den Stammtischen, je Alkoholpegel, desto schlimmer. Das, liebe Lesenden, sind keine zu(ver)lässigen Quellen.

Dieser Link zur Auflistung der Leistungen darf gern hergenommen oder weiterverbreitet werden, um andere Leute im Umfeld von der Unrichtigkeit gewisser Gerüchte zu überzeugen.

Besonders schön:
Unten auf der Seite gibt es ein Kontaktformular, da kann dann jeder höchstpersönlich selbst nachfragen, wenn er dann immer noch nicht glauben will, dass dort alle Leistungen aufgelistet werden.

Gut, eine Leistung ist da nicht aufgeführt, weil das Landratsamt das nicht weiß:

Ich habe neulich einer schwangeren Dame aus einem afrikanischen Land mit Landessprache Englisch erklärt, warum, wie oft und wie sie ihre verschiedenen Schwangerschafts-Vitamine nehmen muss, die ihr jemand geschenkt hatte. Diese Erklärungsleistung steht nicht im Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG).
Verbuche man diese Erklärung meinethalben als Leistung an Asylbewerber, ich selber weiß bis heute nicht einmal, ob diese Dame ein Flüchtling oder eine Touristin war, ich verbuche das unter Benimm und Selbstverständlichkeit. Wenn jemand nicht „von hier“ ist, meine Fremdsprachenkenntnisse und mein bisschen Wissen braucht, dann ist es mir persönlich scheißegal, warum derjenige gerade hier ist.
Unterteilen in Flüchtlinge und anderswarum Anwesende? Wie bescheuert ist das denn? Das fange ich gar nicht erst an, es würde meine knappe Zeit fressen.

Leute sind Leute, Frager kriegen Antworten, wenn ich sie weiß.

Was Menschen weltweit verbindet ist die Tatsache, dass wir alle beim Kacken die Knie krumm machen höchstwahrscheinlich von derselben kleinen Gruppe Menschen in Afrika abstammen, und deshalb letztendlich irgendwie miteinander verbunden sind. War da nicht was mit mitochondrialer DNA? Egal, für noch mehr Googelei ist es zu warm.

Update 24.08.2015:

Diese vermaledeite Handy-Frage scheint ja ganz Deutschland zu bewegen, weil sich immer wieder Blogger finden, die sich an den Kopf greifen ob dieser Frage. So auch hier.

Kluge Worte und gute, wichtige Gedanken zum Thema finden sich übrigens auch bei Fellmonsterchen: Danke dafür!

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3 Antworten to “Flüchtlinge: Was kriegen die eigentlich so zur Verfügung gestellt?”

  1. Fellmonsterchen Says:

    Danke für das Lob meines etwas unsortierten Artikels.
    Vorhin habe ich mir in Facebook unter einem Artikel bzgl. des Handybesitzes einige Kommentare durchgelesen. Es ist ja nicht nur der Handybesitz, nei-hein, die telefonieren ja auch noch damit! Das kostet doch auch! Skandal!
    Ich darf so was nicht zu viel lesen, ich bekomme Kopfschmerzen davon. Natürlich auch wieder viel in der Richtung, „erst mal um die Deutschen kümmern, denen es schlecht geht“, und in nullkommanix haben solche „Argumente“ über 100 Likes.

    • buchstaeblich Says:

      Und dann wissen Flüchtlinge auch noch, dass man ohne Vertrag telefonieren kann,
      indem man Prepaid-Karten kauft. Unglaublich, alle die Motzköppe wissen das nicht …
      Da muss Hexenwerk drin stecken!😉
      Aber dass de Maiziére den Flüchtlingen nun auch noch das bisschen Taschengeld (140 €/Monat)
      zusammenstreichen will, und deshalb Heimatkontakte und Busfahrten zu Sprachkursen und Behörden
      zum Kunststück werden – das nenne ich menschenverachtend.

  2. FATCA Says:

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