Igitt in Unterföhring?


Liebe Leser,

ich schätze grundsätzlich durchaus neugierige Menschen.

Aber die – wohl des sommerlichen Wetters geschuldete – Häufigkeit der Suchanfragen in meiner Besucherstatistik wie

FKK Poschinger Weiher

oder

Sex Feringasee

erschüttern mich einigermaßen. Noch schlimmere Suchbegriffe werde ich hier wegen Pfui-Bah nicht erwähnen. Pfui-Bah.

Nur soviel: Im Feringasee ficken Fische. Dergleichen meide ich bewusst.

Ansonsten werden Sie auf meinem Blog nicht fündig werden mit diesen Suchbegriffen. Das liegt unter anderem daran, dass ich ob hier oder sonstwo garantiert nicht darüber informiere, ob, wann, wo, wie ich mich amourösen Tätigkeiten hingebe.

Auch interessiert es mich nicht sonderlich, was meine Mitbürger wo auch immer treiben.

Ausnahmen gibt es:

Wenn ich Sie – oder wen auch immer – nackt am Poschinger Weiher erwischen sollte, werde ich die Dorf-Sheriffs rufen. Da ist FKK nämlich verboten, und ich bekomme ungern ungefragt fremder Leute entblößte Südpole zu sehen.

Am Feringasee ist FKK nur erlaubt auf der dafür vorgesehenen FKK-Insel. Ich weiß, es gibt Menschen, die sich an anderen Stellen des Ufers entblößen, aber die hatten Glück, dass ich es nicht gesehen habe, denn ich zücke in einem solchen Fall garantiert mein Mobiltelefon und rufe die Sheriffs.

Sex am Feringasee empfiehlt sich nur, wenn man dabei nicht gesehen werden kann und keine verdächtigen Geräusche aus dem Gesträuch verlauten lässt. Andernfalls droht eine Anzeige wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses, oder lautes Gelächter – falls ich es bin, die Sie erwischt (das wirkt nämlich nachhaltiger!). Falls Sie die Frau von jemand anderem vögeln, könnte es sich aber zusätzlich um groben Unfug oder einen Grund für eine handfeste Schlägerei handeln, je nachdem, wessen Frau es ist und wie die so zueinander stehen.

Ansonsten frage ich mich nur ein wenig, was Leute finden möchten, wenn sie nach obigen Begriffen suchen: die nackte Nachbarin auf einem Foto als Handarbeitsvorlage?

Oder ist es der Pfarrer, der ein Thema für feuchte Träume die Sonntagspredigt sucht?

Sind es pubertierende Jungs? Oder notgeile alte Säcke? Ganz ehrlich, ich will es nicht wissen, weil man schlimme Bilder immer so schwer wieder aus dem Kopf bekommt. Und meine Lachanfälle könnten die Nachbarn stören.

Ich bin bloß beruhigt, dass die Unterföhringer offensichtlich genauso interessiert an Sex sind wie Restdeutschland.

Das ist zwar ganz schön feist, aber nicht ungewöhnlich, auch wenn sich manch einer beklagen mag:

Und wenn Sie, lieber Leser, demnächst rot werden, wenn Sie hier im Ort meiner ansichtig werden, dann weiß ich ganz genau, wonach Sie gesucht haben: Gotcha!😉

Alsdann, bleiben Sie normal! Dass passt scho‘!

Übrigens wundert man sich derzeit auch in Dulsberg-Nord über thematisch ähnlich Suchbeiträge, aber auch über Frauenfußball. Hier kann ich helfen:

Frauenfußball guckt man, wenn man einen Grund für gemeinsames Gröhlen braucht, aber die Männermannschaften im Urlaub sind. Also, ich jedenfalls.

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8 Antworten to “Igitt in Unterföhring?”

  1. eifelmini Says:

    Geiler Post!
    Auf meiner Seite landen die Leute manchmal mit Anfragen bei denen sie mindestens 25 Google-Seiten durchgeblättert haben müssen ehe mein Blog vorgeschlagen wird. So viel Geduld hätte ich gar nicht…
    Am interessiertesten ist Deutschland am Bodyguard von Bülent Ceylan.🙂

    • buchstaeblich Says:

      Der Bodyguard von Bülent Ceylan? Zum Glück wohnt der nicht in Unterföhring, sonst sucht man den demnächst auch noch am Feringasee, wenn man in der Eifel vergeblich gesucht hat. Wohnt der nicht in Mannheim?

      Na, zum Glück haben die Fragen nach der Körpergröße von zu Guttenberg und Obama nachgelassen …

  2. Doktor Peh Says:

    Bei „Sex Feringasee“ ist mir immer noch nicht klar, ob da die Präposition fehlt. Und wenn, dann welche? Am, im oder mit? Ersteres ist normal, speziell nachts, zweiteres ein erfrischendes Erlebnis, speziell danach für ihn. Letzteres wäre dann aber schon bedenklich.

    • buchstaeblich Says:

      Sex im oder mit dem Feringasee hätte ungefähr dieselben Folgen für die Wasserqualität. Andererseits landen da an Sonnentagen derartige Mengen an Sonnencreme und Urin von sonnenhungrigen Münchnern drin, dass man erstaunt ist, dass die Wasserqualität so gut ist.

      Ich persönlich betrete den See deshalb nur bei akutem Frost und mit Schlittschuhen, aber dann ist es für Sex ohnehin zu kalt.

      Sex unter dem Feringasee halte ich übrigens für ausgeschlossen, da müsste man ziemlich lange graben.

  3. fudelchen Says:

    😀

  4. Suchbegriff: „fkk am feringasee nur alte leute“ « Buchstaeblich seltsam! Says:

    […] der Ferne unappetitlich. Das müssten Sie sich denken können, nachdem ich mich neulich schon über hiesige Badegenehmigungen ausließ. Außerdem ist der Nacktkult am verbreitetsten bei den 68ern, und die sind, wie der Name […]

  5. Just do it Says:

    Haha, komisch, immer die sich über FKK aufregen, wissen selber gut Bescheid. Vermutlich weil sie dauernd zum Spannen hingehen.

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