Believing Bullshit – Buchempfehlung der GWUP


Bernd Harder von der GWUP macht wieder einmal Werbung für mich – oder besser gesagt, für einen der besten Texte, den ich jemals hier (2008) veröffentlicht habe:

Bitte nicht Shakespeare!

Herzlichen Dank, nicht dafür, sondern für den großartigen Lesetipp, um den es in Herrn Harders Artikel eigentlich geht:

Stephen Law, seines Zeichens Philosoph, hat das Buch „Believing Bullshit“ veröffentlicht, in dem er mit Eso-Gedöns abrechnet, das er als intellectual black holes bezeichnet, wie Herr Harder ein Interview Laws mit dem New Scientist zitiert. Dabei stellt er auch klar, dass das berühmte Shakespeare-Zitat

„There are more things in heaven and earth, Horatio,
Than are dreamt of in our philosophy.“
(Hamlet, Erster Akt, Szene 5),

dessen Benutzer der Eso-Fraktion ich – aus Notwehr! – in „Bitte nicht Shakespeare“ mit Häme übergoss, ein

Untrüglicher Indikator für “intellectual black holes”

sei.

Also, ich mag es schon, wenn ich Recht bekomme. Besonders, wenn es von so prominenter Stelle kommt.

Den Begriff intellectual black holes werde ich mir auf jeden Fall merken für den Fall, dass mir wieder einmal jemand mit selbigem Shakespeare-Zitat kommt, und das Buch bestelle ich mir auf jeden Fall. Es scheint mir eine gute Waffe zu sein, wenn man mit Gläubigen umgehen muss. Mit 271 Seiten taugt es nämlich notfalls auch als Wurfgeschoss.

 

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6 Antworten to “Believing Bullshit – Buchempfehlung der GWUP”

  1. Trithemius Says:

    Ehrlich gesagt hat mir noch nie jemand gesagt, dass es mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gebe, als mir die Schulweisheit und so.
    Ist es nicht überhaupt ein Zitat, das vernünftige Menschen nie in den Mund nehmen? Es ist doch völlig klar, dass Wissenschaft sich irren kann und daher jederzeit widerlegbar ist. Sonst wäre sie keine Wissenschaft, sondern Religion. Zu Shakespeares Zeiten war der Satz eine wichtige Erkenntnis, weil es noch keine Trennung zwischen beiden Bereichen gab. Wer also heute mit solch einer Binsenweisheit daherkommt, mit dem wollte ich mich gar nicht unterhalten. Er hätte sich disqualifiziert bis in die Steinzeit und wieder zurück.

    Viele Grüße
    Trithemius

    • buchstaeblich Says:

      Och, so als Hamlet-Darsteller oder Literaturprofessor darf man das auch als vernünftiger Mensch in den Mund nehmen. Aber als Totschlag-Zitat für Gläubische sollte es in Rente gehen. Zumindest für meinen Blutdruck wäre das besser, denn es wirkt bei mir genauso wie die Frage nach dem „Sternzeichen“ – ich kriege Schaum vor dem Mund und sondere Gemeinheiten ab.

  2. Doktor Peh Says:

    Und so schließt sich der Kreis, da Herr Nömix gerade einen Beitrag verfasste, der sich hierauf begründete, den ich aber irrtümlich von Ihnen inspiriert zuordnen wollte.

  3. nömix Says:

    Ach herrje, mit dieser Sternzeichen-Gretchenfrage hab ich mich auch schon mal garstig in die Nesseln gesetzt ; )
    Schönes Blog, Kompliment.

    • buchstaeblich Says:

      Danke fürs Lob, Herr nömix!
      Die Anhänger der Astrolügie sind eine wahre Landplage. An der von Ihnen beschriebenen Dame haben Sie wahrlich keinen Verlust gemacht – die hätte bloß Nerven gekostet.

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