Integration: Angleichung der Chancen mal anders?


Vorsicht, dieser Blogeintrag enthält Satire!

DIe Türkische Gemeinde Deutschland wünscht sich ja, dass an einem muslimischen Feiertag alle Kinder, also auch deutsche, nichtmuslimische Kinder nicht in die Schule dürfen, sondern auch zu Hause bleiben müssen. Dies wäre ein Zeichen der Toleranz.
Aha.

Bisher ist es so, dass muslimische Kinder unbürokratisch am Tag des Zuckerfests schwänzen zuhause bleiben, die Kinder der Atheisten, aber auch die Kinder (jeglicher Nationen) der Mitglieder von mit dem Islam konkurrierenden Glaubensvereine, gehen währenddessen ganz normal zur Schule und machen mit dem Lernstoff weiter, während ihre muslimischen Mitschüler zuhause pausenlos Süßigkeiten etc. in sich hineinstopfen zum Lobpreise Allahs.

Nun möchte die Türkische Gemeinde also, dass auch alle anderen Kinder in Deutschland einen ganzen Tag Bildung verpassen und stattdessen ihr Diabetes-Risiko ins Unermesslische steigern und sich ein paar Karieslöcher in die Zähne naschen?

Insbesondere die G8-Schüler höre ich schon jetzt bis hierher jubeln. Deren Zeit zum Erreichen des Lernpensums ist ja noch nicht knapp genug, nicht wahr? Da können sie gewiss einen Tag verplempern, um am nächsten Tag ein noch größeres Stresspaket auf die Schultern gepackt zu bekommen.

Außerdem wird der Bildungsvorsprung deutscher und integrierter ausländischer Kinder natürlich geringer, wenn diese auch nicht in die Schule dürfen. Das ist ein prima Weg, die Bildungsschere ein wenig zu schließen nicht wahr?

Ich hätte da einen Gegenvorschlag:

Wie wäre es, wenn an den deutschen Feiertagen, an denen bekanntlich auch muslimische Kinder schulfrei haben, als Zeichen der Toleranz die muslimischen Kinder mit Deutschdefiziten ihre Kopftücher zuhause lassen und sich freiwillig zum Verbessern ihrer Deutschkenntnisse in den Schulen einfinden, und ihre Eltern gleich mitbringen?

Also nicht die, die ohnehin schon integriert sind, die dürfen mit ihren deutschen, bzw. integrierten Mitschülern – welcher Nation auch immer – zuhause bleiben und gemeinsam in Ruhe ihre Hausaufgaben vom Vortag machen und dann spielen gehen.

Das fände ich tolerant.

Integration ist nämlich nicht bloß, wenn Deutsche Döner essen.
Integration ist, wenn auch Muslime Sauerbraten (es muss ja nicht die Pepse-Variante sein!) mit Knödeln und Rotkohl essen. Oder wenigstens Apfelpfannekuchen.
Gerne mit mir am selben Tisch.

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10 Antworten to “Integration: Angleichung der Chancen mal anders?”

  1. Die Ehefrau Says:

    Ach, wat is dat schoen, dat Sie wieder da sind!!! Schiene Urlaubsgruesse aus dem Allgaeu!

  2. Doktor Peh Says:

    Ich sehe, Sie setzen sich ebenso mit dem Thema auseinander wie andere Blogger.

    Schoen, dass Sie wieder da sind. Nicht schoen, dass ich es verpasst habe.

  3. sevenjobs Says:

    Ach wie schön, dass ich den feedreader im Abo behalten habe. Sonst hätte ich doch Ihr Satire-ComeBack verpaßt. Abe so satirisch finde ich Ihren Beitrag gar nicht. Leider läuft die Schere schon länger auseinander, was wir voneinander erwarten. Aber wollen auch gar nicht alle aufeinander zugehen. Abwarten und fordern ist doch soviel leichter…auf beiden Seiten.

  4. Perlenschwein Says:

    Teuerste S.,
    es freut mich, dich wieder online zu sehen. Hatte dich vor Monaten schon mal besorgt angemailt und dann irgenwann aus dem Feedreader geschmissen, aber heute wies Lorenz von Sheng-Fui mich auf deine überraschende Rückkehr hin. Die ja offenbar allgemein positiv aufgenommen wird. Gut dem Dinge.

    Ruhrpöttische Grüße von Johannis

  5. Herr Liebreiz Says:

    Integration wäre es vor allem, wenn sich Deutsche Behörden vor der Erteilung einer Arbeitserlaubnis für Migranten um die Integration Gedanken machten und das nicht erst, nachdem Migranten jahrelange als Nummer bei der Ausländerbehörde geführt werden, um dann das erste mal in der Arbeitsvermittlung der ARGE mit einem BAMF-geförderten Sprachkurs konfrontiert zu werden.

    Abgesehen davon grenzt die Logik, dass sich Aussenstehende (Außenseiter) gefälligst selber an den Tisch ihrer Gastgeber zu trollen haben, an Sozialdarwinismus und widerspricht praktischer Erfahrung. Auch wenn es dem bürgerlichen Herzen so sehr trotzt – wir sind dafür zuständig, Menschen in unsere Mitte abzuholen.

    Ja, ich weiß: „die…“

  6. buchstaeblich Says:

    „am selben Tisch“ ist ja nicht zwingend als erstes der in meinem Esszimmer. Ich vermisse bestimmte Migrantengruppen in den Restaurants und Gasthäusern, die ja in der Regel nicht ausschließlich Schweinefleisch auf die Karte schreiben.

    Zudem empfinde ich es als schwierig, Menschen abzuholen, die sich abschotten. Ich kann wohl schlecht mit einem Schild um den Hals durch die Straßen rennen „Das Essen ist fertig! Tel. xxxx, Adresse“.

    Die Erfahrung, dass es ganz schön schwierig ist, Muslime an den eigenen oder anderweitig gemeinsame Esstische zu bekommen,habe ich allerdings schon mehrfach gemacht.

  7. Perlenschwein Says:

    @Herr Liebreiz:

    Was ist eigentlich so schlimm am Sozialdarwinismus? Meine Familie stammt ursprünglich von der nordfriesischen Insel Föhr, und 1900 lebten mehr Föhringer in New York, als auf der Insel selbst. Haben die etwa dort Fuß gefasst und es mit der Zeit zu bescheidenem Wohlstand gebracht, weil sie meinten, die USA seinen „dafür zuständig, Menschen in ihre Mitte zu holen“? Schnickschnack!

    Die Föhringer haben zuallererst – wie übrigens Migranten fast überall in der Welt – eifrig die Sprache des Gastlandes erlernt, sich dann den Sitten und Gebräuchen angepasst und schließlich das Gastland zur neuen Heimat werden lassen. Survival of the fittest (or those, who are most motivated). Das kenne ich aus Australien und Neuseeland – klassischen Einwanderungsländern, in denen ich zeitweise lebte – übrigens nicht anders.

    Hilfreich für die damalige Integration der Föhringer in den USA war sicher auch das Fehlen von Sozialtransfers, die es Menschen hier – egal welcher nationaler Herkunft, also auch vielen Deutschen – extrem leicht machen, sich ohne Gegenleistung auf Kosten der Allgemeinheit über Wasser zu halten. Auch da würde etwas Sozialdarwinismus nicht schaden und die Staatsverschuldung senken helfen.

    J. F. Kennedy sagte einmal, man solle sich fragen, was man für sein Land tun könne – nicht umgekehrt. Viele, gerade schlecht ausgebildete und kulturell nicht assimilierte Migranten speziell muslimischen Glaubens, finden diese Frage wahrscheinlich lächerlich. Zumindest verhalten sie sich so und werden darin von Menschen mit unzeitgemäßen Multikulti-Idealen noch bestärkt. Ob Sie zu Letzteren gehören, können Sie selbst am besten beurteilen.

  8. buchstaeblich Says:

    Noch ein schöner Spruch:
    When in Rome, do as the Romans do.

    Auf meinem ersten Flug in eine spanischsprachige Region habe ich im Flieger die wichtigsten Floskeln der spanischen Sprache aus dem Reiseführer gepickt und bin daraufhin vor Ort mit größter Freundlichkeit behandelt worden. Mit größerer Freundlichkeit als meine Mit-Touris.

    Als klar wurde, dass ich in der Region öfters urlauben würde, habe ich einen Spanischkurs besucht – und das für lediglich 14 Tage/Jahr.
    Das hat z. B. den Vorteil, dass ich vor Ort die Gemüsefrau nicht nur fragen kann, was für ein fremdartiges Gemüse ich da gerade sehe – ich bekomme als Dank für mein Interesse obendrein authentische, lokale Kochrezepte verraten, die meinen kulinarischen und kulturellen Horizont erweitern.

    Weil ich im Gegenzug eigene (deutsche und internationale) Rezepte herausrücke, die ebenfalls auf Interesse stoßen, lerne ich daraus, dass beiderseitiges Aufeinanderzugehen eine tolle Sache ist. Toller, als wenn einer immer nur darauf wartet, dass er „abgeholt“ wird, um dann möglicherweise obendrein den Abholenden durch Ablehnung zu brüskieren. Letzteres beruht leider auf Erfahrung.

    Und um mich Perlenschwein anzuschließen:
    Meine Vorfahren standen mehrfach vor der Situation, in fremden Ländern oder Regionen Fuß fassen zu müssen, Mit Abschotten haben die das nicht geschafft. Und in meiner neuen bayerischen Heimat gewinne ich ebenfalls dadurch, dass ich auf hiesisch fluchen kann und in meiner Nähe niemand hochdeutsch sprechen muss. Da verzeihen die mir sogar meinen vehementen Dirndl-Boykott.

  9. Gluecypher Says:

    Na also das ist doch eindeutig Diskriminierung. Ich möchte doch bitte, dass die Kinder der Gläubigen am Internationalen Blasphemie-Tag auch zu Hause bleiben können. Da dürfen sie dann Hostien beschmieren und Nägel durchschlagen und den Lattengustel als Bastelmaterial verwenden. Und was ist mit den Pastafariern? Wo bleibt da der internationale Spaghetti-Tag? Und die Rastafaris? International Kiffing Day wird auch viel zu selten gefeiert!

  10. buchstaeblich Says:

    Ja, wenn wir es richtig anstellen, kriegen alle (Un-)Glaubensrichtungen ihren eigenen Feiertag. Bald dürfen die Kinder in Deutschland dann alle gar nicht mehr in die Schule, weil jeden Tag irgendwer feiert (wann und wen feiert eigentlich Taka-Tuka-Land?), und dann ist das Thema mit der Bildungsschere endlich Geschichte.

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