No Gods around


Bei cimddwc fand ich gerade etwas sehr Hübsches:

Einen Aufruf, auch eine deutsche Version der Atheist Campaign auf die Beine zu stellen.

Näheres dazu gibt es auf dem Brights Blog.

Feine Sache, das.
Wäre es nicht großartig, ein Gegengewicht zu haben für all die nervigen Plakate mit Religionsgeschwafel? Wäre es nicht prima, wenn Kinder und Jugendliche ein wenig deutlicher gezeigt bekommen, dass das, was Familien, Pfarrer, Lehrer erzählen, nicht zwingend stimmt.
Und falls ihnen das Gefühl „ich glaube“ fehlt, dass das weder schlimm noch falsch ist und dass sie schon gar nicht allein damit sind?

Und wenn einige Menschen mit der Nase darauf gestoßen werden, dass es Menschen gibt, die ohne den Anblick gefolterter Kadaver oder ohne tägliche Niederwerfungen – ob jetzt gen Mekka oder Richtung Nirvana – leben, ohne sich in mörderische Monster oder ähnlich Gruseliges verwandeln, ist es ja sicherlich auch kein Schaden.

Zeigen wir Gesicht: Es gibt uns!

Ich bin Atheistin. Und das ist gut so:

Warum sollte man seine Zeit damit verschwenden, etwas zu glauben, wo es in der Welt doch soviele Dinge zu wissen gibt?

Ach, ja:
Ich glaube tendiere zu der Annahme, dass Religionsgemeinschaften nur deshalb so stark in den Gesellschaften der Welt vertreten sind, weil sie Gemeinschaften gründen.

Vielleicht sollten Atheisten das auch tun – den „Club der bekennenden Atheisten“ oder so etwas. (<— Nein, das meine ich nicht wirklich so: Das ist nur eine kleine Albernheit meinerseits!)

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29 Antworten to “No Gods around”

  1. yerainbow Says:

    dürfte um einiges schwieriger sein.

    Schon aus dem Grund, daß Religionsgemeinschaften vor allem zwei Funktionen haben (wenn man sich damit beschäftigt, findet man es bei allen Religionsgemeinschaften):
    1. innenpolitisch auf Reihe bringen
    2. außenpolitisch klar abgrenzen.

    so gesehen war der Sozialismus auch eine Quasi-Religion…

  2. entegutallesgut Says:

    Stößt du mit dieser Idee nicht ins gleiche Horn wie die erwähnten Religionsgemeinschaften, indem du Menschen mit deiner Idee zwangsbeglückst?
    Ich denke eher, du willst gerne Atheistensteuer verlangen und dann ein nichtgläubiger schwerreicher Fundi werden.

  3. buchstaeblich Says:

    Ich sehe schon, ich hätte einen Ironiemarker an diesem Satz anbringen sollen!
    Na gut, trotzdem:
    Nö, ich dachte eher an eine Liste, in der man sich eintragen kann – nur damit man mal weiß, wieviele wir wirklich sind.

    Echtes Clubleben? Ich? Im Leben nicht.

  4. Petra Says:

    Schon die öffentlich ausgesprochene Bezeichnung „Atheist“ ist eine Glaubensdefinition per se. Mal rein philosophisch glaubensunabhängig gesprochen. (Was ist eigentlich aus den guten alten Freidenkern geworden?)

  5. Ansku Says:

    Ich bin dabei!

  6. entegutallesgut Says:

    Ich sehe schon, du erkennst meine Ironie nicht in der Antwort.😉

  7. offensichtlich Says:

    Hej, eben beim Bright-Blog reingeguckt – wo ist denn da der Haken? Das hört sich richtig gut an. Denn wenn etwas schlimm ist, ist es dieses Esoterik-Wischi-Waschi, das im Übrigen vornehmlich von getrennt lebenden Frauen jenseits der 40 oder von Kerlen, die auf die getrennt lebenden Frauen jenseits der 40 scharf sind, praktiziert wird. Gute Idee, wenn sich ähnlich Denkende da mal organisieren!

  8. Achter Says:

    Ich finde die Aktion gut weil es ein Schritt zur Gleichberechtigung ist. In vielen Bahnhöfen und anderen öffentlichen Plätzen verschandeln zum Teil grottendumme Bibelzitate auf Plakaten die Wände, warum nicht dagegenhalten? Daß es so etwas wie diese Busaktion gibt ist ein Zeichen von Meinungsfreiheit, das beruhigt mich etwas…

  9. buchstaeblich Says:

    offensichtlich,
    ich darf mal die Arme öffnen, wenn ich verspreche, nicht „Licht und Liebe“ zu sagen, ja?

    Denn genau das Poppendings ist die Essenz der Eso-Gedönserei incl. diverse Kirchen der Welt! Das und Geld, um es genauer zu sagen!

    Es soll einfach nur der Welt mitgeteilt werden, dass es außer Religionen und Esodönsern noch Leute gibt die sagen: Ich glaube das alles überhaupt kein bisschen und lebe damit äußerst entspannt und prima!

  10. buchstaeblich Says:

    Achter,

    stimmt! In Bahnhöfen regen mich vor allem die Schaukästen der Rosenkreuzer auf. Aber alle anderen natürlich auch.

  11. Achter Says:

    Ich war letztes Jahr in Köln, schrecklich! Keine einzige Ecke rund um den Bahnhof wo einem „Jesus“ nicht entgegenschleimt. Penetrant!
    DA mal so ne Aktion, das wärs!

  12. offensichtlich Says:

    Kinners, also morgen erzähl ich Euch von meinen Erlebnissen mit der Esoterikszene, versprochen. Ich hab da Sachen erlebt, die gibt´s gar nicht.

    Wobei ich Religion an sich nochmal von der Esoterik trenne – das sind nochmal ganz verschiedene Schuhe. Was die Katholen und die Evangelen den Esos zum Beispiel meilenweit voraus haben: Das mit dem Poppen fällt aus, man kümmert sich OHNE Eigennutz um andere und man hat nicht dieses penetrante „Ich muss Dich über die WAHRHEIT aufklären“ drauf.

    • buchstaeblich Says:

      Wir können tauschen – hier bei wordpress habe ich den Suchbegriff Eso-Dingsbums unter alleiniger Herrschaft. Da steht eine Menge zum Thema. Auf die Schilderungen freue ich mich aber wie Bolle: Her damit!
      Der Achter wird es auch lieben!

  13. Achter Says:

    >Der Achter wird es auch lieben! 😆

  14. offensichtlich Says:

    Höhö, gut, ok, den Tag „Eso-Dingsbums“ werde ich mir mal ausleihen. Stelle dafür gerne „Hundepimmel“ und „Baumtitten“ zur Verfügung.

  15. Achter Says:

    >Ist doch so!

    Yepp, stimmt:
    http://adhsinfo.wordpress.com/category/indigo-kinder/

  16. Gina Says:

    Eine Atheistenglaubensgemeinschaft. Das gefällt mir fast ebenso gut wie der Misanthropenstammtisch. Ich bin dabei. Amen.

  17. Dr. No Says:

    Ich ahauch! *wildes-fingergeschnipp*

  18. Doktor Pé Says:

    Ich kann Euch zwar nicht leiden, weil Ihr immer zum Misanthropenstammtisch kommt, aber ich bin auch Atheist. Glaube ich.

  19. buchstaeblich Says:

    Hätte ich diesen Zulauf geahnt, ich hätte den Artikel sein lassen! Wenn das so weiter geht, habe ich am Ende noch Gesellschaft!

  20. Gina Says:

    Blöd, dass das, was man da so in sein Tagebuch schreibt, immer gelesen und kommentiert wird, gell? Wie wäre es übrigens mal mit einem Artikel über eine Eremitenwohngemeinschaft? Ich würde gern eine begründen… Der Misanthropenstammtisch kommt ja nicht wirklich an, weil sich die Teilnehmer zum Teil ganz nett fanden. Unmöglich, das Verhalten mancher Menschen! Un-mög-lich!

  21. buchstaeblich Says:

    Eine Eremiten-WG? Das ist ein toller Vorschlag! ich werde darüber nachdenken. Aber ich wüsste zu gern, wer vom Misanthropenstammtisch andere Mitglieder nett gefunden hat: Das ist gegen die Regeln.
    Und ich war es gewiss nicht. Ich finde niemanden nett, nicht einmal mich selbst.

  22. Gina Says:

    Also ich fand die Leute beim Misanthropenstammtisch so richtig zum Kotzen. Hab mich bei den Treffen richtig genervt gefühlt. Wäre schon schade, wenn sich das schlechte Verhältnis der Teilnehmer zueinander an dem Verhalten einzelner verbessern würde.

  23. Doktor P. Says:

    Eine Eremiten-WG? Und dann wahrscheinlich noch einen Veganer-Jagdausflug organisieren. Mit anschliessendem Grillfest. Tses, da geh‘ ich doch lieber wieder zurueck in meine Frauengruppe.

  24. Gina Says:

    Ah-ja. Die Veganertruppe klingt auch nicht schlecht. Ich knabbere mich einfach zu gerne durch junges Fleisch!

  25. buchstaeblich Says:

    „Veganer-Vergrämen für eremitische Misanthropen mit atheistischem Hintergrund“ – das wäre mal ein Thema für einen Volkshochschulkurs!

  26. In gottloser Mission « Buchstaeblich seltsam! Says:

    […] Erzählt hatte ich ja neulich schon von der Buskampagne, aber es hat mich gejuckt, einen eigenen Bus zu besitzen. Mir gefällt er. Vielleicht wird ja sogar eine ganze Flotte draus? […]

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