Da gibt ’s wohl nichts von Ratiopharm


… aber möglicherweise vom Landespapa.

Wenn man dem Stern glauben darf, erwägt Oettinger, dem Herrn Merckle mit einer Bürgschaft unter die Arme zu greifen, nachdem dieser mit wilden Spekulationen auf die VW-Aktie und ähnlichen Zockereien mal eben eine Milliarde in den Sand gesetzt hat.

Und damit der arme alte Herr nun nicht seine Pharmafirma Ratiopharm verkaufen muss, ooooooch.

Vielleicht hätte der Herr Merckle lieber rechtzeitig ein paar hauseigene Medikamente nehmen sollen. Obwohl ein rechtzeitiger Besuch in einer Selbsthilfegruppe für Spielsüchtige möglicherweise auch eine gute Idee gewesen wäre.

Andererseits: Wenn es so einfach ist in Deutschland geholfen zu werden*, dann sollte unsereins vielleicht mal im nächstbesten Casino unser Omma ihr klein Häuschen verzocken – wir können ja hinterher zu unseren zuständigen Landespapas gehen und die machen das dann schon für uns.

Nicht? Wie? Die tun das nicht? Ja, aber … und wenn wir sagen, dass wir sonst die Putzfrau entlassen müssten?

*: Ich weiß, dass das falsches Deutsch ist. „Geholfen werden“ dient in diesem Zusammenhang dem Ironie-Modus.

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10 Antworten to “Da gibt ’s wohl nichts von Ratiopharm”

  1. april Says:

    Ich kann dir versichern: „Da wirst du nicht geholfen.“ Du hast wahrscheinlich zu wenig Putzfrauen (du faltest ja sogar deine ‚Leibchen‘ selber 😉 Da wird das nie was. Außerdem vermute ich mal, dass dir die ‚connections‘ fehlen …

  2. buchstaeblich Says:

    Und dann kommen noch erschwerend solche Lästigkeiten wie Skrupel, Ehrgefühl, Verantwortungsbewusstsein und natürliches Schamgefühl in die Quere – ach Mist, irgendwas ist ja immer.

  3. Petra Says:

    In meiner Studentenzeit gab’s in Deutschland mal einen Steuerboykott *räusper*

  4. buchstaeblich Says:

    So, so. Ach?
    (pfeift unschuldig, gen Himmel blickend)

  5. sevenjobs Says:

    Und ich DOOF habe noch meine Steuern überwiesen…….:-(

  6. ruediger Says:

    so ironisch und doch so wahr … was man mit Arbeitsplätzen letztlich doch für indirekte Macht ausüben kann, zu den 3 bekannten Gewalten können wir also getrost noch eine 4. zählen Pecuniative (= Geld // danke Google)

  7. buchstaeblich Says:

    Offensichtlich machen wir den Fehler, keine Vermögen zu verblasen: 1 Milliarde – das sind ungefähr 1000 Lottohauptgewinne. In Worten: Eintausend!

    Und mit sowas spielen Leute, als wäre es ein Los auf der Kirmes.

    Aber geht es schief, sollen wieder die Steuerzahler den Deckel ausgleichen.

  8. Doktor Peh Says:

    Frau Buchstaeblich, Sie muessen lediglich eine Wirtschaftsgroesse sein, dann greift Ihnen der Staat auch bei selbstverschuldeten Problemen unter die Arme und nicht in die Tasche. Ratiopelpharm-LB-Real-Estate, sage ich da nur.

    Wobei Wirtschaftsgroesse den sorglosen Umgang mit anderer Leute Geld bedeutet, nicht, dass Sie das Meiste auf dem Deckel in der Eckkneipe stehen haben.

  9. Aquii Says:

    Das schöne, Ratiopharm wurde auch ohne ihn weiterexistieren, nur den Gewinn bekäme dann jemand anders, warum also eine Bürgschaft? Wie wäre es mal für eigene Fehler, gut in diesem Fall Totalversagen gepaart mit Gier einzustehen?

  10. buchstaeblich Says:

    Deswegen bin ich ja so sauer: Wahrscheinlich würde außer Herrn Merckle keinem ein Leid geschehen, aber damit der 74-jährige seine Dritten mit brillantsplitterbesetzten Gebissreinigerdosen pflegen kann, will Oettinger ihm eine dicke Bürgschaft verpassen – das auch nur in Erwägung zu ziehen, macht den Betrachter fassungslos.

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