Vielfältig besonderes Datum


Heute ist der 31. Oktober, also Reformationstag, der Tag, an dem sich mutmaßlich jährt, dass Dr. Martin Luther seine 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg getackert haben soll. Darüber streiten die Experten aber immer noch. Und die Katholiken ärgern sich immer noch über den Mitgliederschwund, ooooch!

Heute ist der 31. Oktober und wieder einmal Weltspartag, liebe Banker: Keimt Hoffnung auf, dass die Kinder mit ihren Sparschweinen Euch rausreißen? Ihr habt aber soviele Eltern und Großeltern in der Welt abgezockt, dass wohl weniger Geld als sonst in den Sparschweinen der Welt gelandet sein dürfte, oooooch!

Heute ist der 31. Oktober, also Halloween und wenn die maskierten Rotznasen hier klingeln zum „Süßes oder Saures“-Halloweengedönse, um mir Kariesbomben abzuringen, wird es lange Gesichter geben – ein Korb voller Äpfel steht neben der Tür: oooooch!

Heute ist der 31. Oktober 2008 und es jährt sich zum 42. Mal, dass eine knapp Dreijährige die Mutter fragte:“ Mama, gehen wir morgen zum Lichterfest?“, und die Mutter antwortet: „Aber Lichterfest ist doch immer im August, das ist längst vorbei!“, und das Kind sagt: „Ich meine doch das Lichterfest auf dem Friiiiiedhoooof!“.

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20 Antworten to “Vielfältig besonderes Datum”

  1. Petra Says:

    Und heute ist in manchen ländlichen Gebieten Frankreichs (z.B. Provence) der Tag, wo man ein Gedeck extra für die Verstorbenen auflegt und mit allen, die „drüben“ sind, ein riesiges Gelage feiert. (Damit sie punktgenau landen, stellt man eine Kerze oder eine ausgehölte Rübe mit Licht außen aufs Fensterbrett).

  2. carluv Says:

    Das spar‘ ich mir: Meine Tür bleibt zu und die Blagen draußen. Ich habe soeben erfahren, dass mal wieder Napoleon schuld ist. Nicht an der Reformation, sondern an der Blagen-Plage.

  3. buchstaeblich Says:

    Petra,
    sollen die Verschiedenen (Tote sind eben anders!) Punktlandungen machen, damit sie auch gewiss nicht versehentlich zurückkehren?
    😉

    Carl,
    Türe verrammeln ist zwar gemein, aber Vitamine statt Bonbons trifft die Kinderseele bis ins Mark – ich wette, ich habe nächstes Jahr Ruhe!

  4. Donkys Freund Says:

    Na, na, klebt doch gleich ein Schild an die Klingel „Keine Kinder, Vorsicht Stromschlag!“ sowie „Keine Werbung einwerfen!“ am Briefkasten. Aber die Idee mit den Äpfeln finde ich trotzdem nicht schlecht. Und den Spruch mit dem Lichterfest auch. 🙂

  5. buchstaeblich Says:

    Donky,
    ich bin eben zutiefst gemein – ich verschone nicht einmal Kinder!
    Offensichtlich ist es Veranlagung – wie sonst wäre ich schon so früh zum „Lichterfest“ auf den Friedhof gegangen!

  6. Petra Says:

    Buchstäblich, ich glaube, das mit der Landung hat praktische Gründe: Stell dir mal vor, wie die verstorbene Urgroßmutter den ganzen Abend am Tisch grantelt, wenn sie sich am Fenstersturz die Haxen angehauen hat! (Kommt mir grad: Heißt das darum Fenstersturz?)

  7. carluv Says:

    Frau Dr., das mit den Äpfeln ist seelische Grausamkeit im Gewand der Gesundheitsfürsorge. Aber sicher effektiv. Morgen ist ja auch noch Weltvegantag, da könnten die lieben Kleinen sich ja heute noch ordentlich stopfen.
    Im nächsten Jahr werde ich ein Schild an die Tür hängen: „Preiswerte Nachhilfe für alle Fächer“. Das dürfte auch wirken.
    Dass die leuchtenden Kürbisse quasi eine Befeuerung für anlandende Verschiedene sind, ist …oh, ich muss jetzt mal kurz weg, eben ist etwas an mein Fenster geknallt…

  8. carluv Says:

    …und es war kein Verschiedener, sondern etwas anderes: Ein Apfel. Wo der wohl herkommt?

  9. buchstaeblich Says:

    Carl,
    ich kann nicht so weit werfen. Mein Sportlehrer hat mir einst vorgeworfen, ich hätte die Bundesjugendspiele um die Sportart des Kugelschmeißens bereichert.

    Petra,
    vielleicht heißt der Fenstersturz Fenstersturz, weil das mit dem Alibi leichter von der Zunge geht. So muss man weniger doll lügen, wenn es um die Frage geht, warum Omma tot im Hof liegt.

  10. Eike Says:

    Auch im Gospelblog habe ich mich dieses Themas angenommen http://www.gospelblog.de/notizen/reformationstag-vs.-halloween.html.

  11. sevenjobs Says:

    Das glaube ich nicht mit dem ‚gemein zu Kindern‘.

  12. carluv Says:

    Ich habe niemanden beschuldigt. Ich habe aber den Verdacht, dass die undankbaren Kinder die ungliebten Äpfel statt zur gesunden Ernährung ge- zum Werfen missbrauchen.
    Mit solchen Fensterstürzen sollte man sparsam umgehen. Sie können zu anhaltenden Kriegen führen.

  13. buchstaeblich Says:

    Sevenjobs,

    wenn ich meinen Ruf als gemeine Misanthropin ausbauen will, muss ich solche Dinge behaupten.

    Carl,
    wir sind ja hier nicht in Prag. Obwohl man dort sicherlich auch nicht ungestraft mit Äpfeln darf – schon gar nicht zum Fenster heraus.

  14. Petra Says:

    Man könnte die Äpfel sammeln, ein Schweinchen damit großziehen und dann die Fenstergestürzten gemütlich in den Stall legen. Schweinchen lässt keine Spuren übrig. So hat man früher auf dem Land unliebsame Familienmitglieder…

  15. buchstaeblich Says:

    Ich kauf mir einen Bauernhof. Ich kaufe mir sooofort einen Bauernhof.

  16. ruediger Says:

    So viele Kinder haben wir hier nicht mehr, die nächtens die Nachbarschaft marodierenderweise um Süsszeugs anzetteln. Insofern hatten wir unsere Ruhe.

    Weltspartag: Der soll eigentlich von den Zentralbanken ersonnen worden sein, um das die Unmengen an gehorteten Kleingeld zurück in den Kreislauf zu bringen. Ich war mal als Geldtransporteur tätig und der 31.Okt. war unser aller Horrortag.

  17. buchstaeblich Says:

    Ich schleppe auch lieber Scheine.

  18. Nila Says:

    Bei uns hat kein Einziger geklingelt wegem Süßen. Lol, jetzt esse ich es halt selber. Ach, und ich schleppe auch lieber leider nicht vorhandene(Spar) Schweine.

  19. ruediger Says:

    @buchstaeblich
    Auch Scheine können echt sch**** schwer werden. 🙂

  20. buchstaeblich Says:

    Aber der Kaufwert pro Kilo Material ist effizienter. Außerdem verdeutlicht der Fakt, wie schwer Nullen wiegen, und das ist nun einmal höchst philosophisch.

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