Das Haar des Anstoßes


Ein austrianisches Entchen beweist Talent als Spurenermittler, fand es doch in dem Beweisfoto für erfolgreiche Agententätigkeit ein wichtiges Indiz. Während the rufus sich sorgte, untersuchte es das Foto der Konstruktionspläne für den Gugl-Fön, und entdeckte ein verdächtiges Haar.

So ein einzelnes Haar ist immer gut für Gesprächsstoff, und bedeutet für jeden etwas Anderes:

In einer mittäglichen Talkshow kann es zur Folge haben, dass Mann ab sofort jeden Monat tief in die Tasche greifen muss, weil er im entscheidenden Moment Kondome blöd fand.

Dr. Gregory House, M. D., würde das Haar ins Labor schicken lassen, und danach verkünden:
„Das Haar ist braun, aber nicht von Natur aus, obendrein ist das Drogenscreening positiv: Wir haben es hier mit einem üblen Kaffeejunkie zu tun, der steckt bis in die Haarspitzen voll von der dunklen Brühe. Dr. Kutner, brechen Sie in die Wohnung des Patienten ein, und bringen Sie mir die verdammte Kaffeedose her, ich habe Durst! Aber setzen Sie nicht wieder jemanden in Brand!“.
„Dr. House, wir wissen nicht, wem dieses Haar gehört.“ – „Verdammt!“

Mr. Monk würde mit den Händen zu wedeln beginnen, sich angeekelt abwenden, und suchenden Blickes nach Ms. Teager rufen, auf dass sie ihm ein Desinfektionstuch reiche.

Horatio Caine vom CSI Miami hingegen würde seine Sonnenbrille vor dem Schildkrötenhals parken, sinnierend von links unten nach rechts oben schweifen, und dann an Eric Delkos Blick vorbei in die Sonne blinzelnd diesen beauftragen, er möge mit dem Skalpell aus dem Ermittlungs-Kit-Koffer den Laptop-Bildschirm aufschlitzen, das Haar mit einer Pinzette zu entnehmen, und es in einem versiegelten Plastiktütchen zu Maxine Valera in das DNA-Labor des CSI zu bringen.

Nicht so in meiner Ecke des Blogiversums. Hier kommt die GWUP in die Kommentarspalte und gratuliert einem, das Totschlag-Haar in der Esoterik-Suppe gefunden zu haben, auf dass man künftig bequemer den Anhängern diverser Bullshittigkeiten gemeinsam in die Suppe spucken kann.

Wir wissen nicht, ob das auf den geheimen Konstruktionsplänen des Suchmaschinenriesen entdeckte Haar ursprünglich einem der Angestellten des geheimen Entwicklungslabors des Suchmaschinenriesen gehörte, oder der Putzfrau, oder ob Agent 13 DNA-Material am Tatort zurückließ.
War es sein eigenes? Hat er es vor seinem Einsatz einem harmlosen Passanten vom Kopf gerissen, um die Ermittler zu verwirren?
Agent 13, falls Sie sich gerade im Internet verstecken:
Sollten Sie dieses Haar von ihrem eigenen Kopf verloren haben, sollten Sie überlegen, künftig lieber eine Deo-Roller-Frisur zu tragen. Sie sind ein Trottel.
Sollten Sie aber absichtlich eine falsche Spur gelegt haben, um die Ermittler zu verwirren: Sauber!
Ich erwarte weitere Informationen.

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15 Antworten to “Das Haar des Anstoßes”

  1. Neues vom Suchmaschinenriesen « Buchstaeblich seltsam! Says:

    […] seltsam! Man macht sich ja so seine Gedanken, ne? « Der Nächste, bitte! Das Haar des Anstoßes […]

  2. Schildmaid Says:

    Die Pathologin in Miami würde mitfühlend über das Haar streichen und ihm ihr Bedauern dazu aussprechen, dass es viel zu früh gestorben ist. 😦 (Mir geht die Frau so was von auf den Keks!)

    Und wie gut, dass der Toxscreen positiv war. Dann können wir Lupus schon mal ausschließen. Obwohl bestimmt bald jemand auf Lupus tippen wird. Ist halt so. 😀

  3. PvC Says:

    Es war Lupo. Wenn es schwarz war, war es bestimmt Lupo. Sagt mein Hund und verschwindet wieder im Labor, um ein Kaninchen um die Ecke zu bringen…

  4. buchstaeblich Says:

    Die Pathologin ist die unrealistischste Pathologin, die je ihren meterdicken Lippenstift und Wimperntuschebrösel über einen Bildschirm verteilte.

    Lupo hat Lupus? Der arme Hund.

  5. the rufus Says:

    Also mein Haar ist es nicht, das ist hier.

  6. buchstaeblich Says:

    (steckt den Kopf in den Bildschirm und zu Rufus‘ Bildschirm wieder heraus und guckt nach)
    Stimmt!

  7. the rufus Says:

    Hoffe, der kleine Kuss (auf die Stirn) war ok …

  8. buchstaeblich Says:

    Klar. Aber Du hast ja vielleicht hübsch erschrocken geguckt. Netter Pulli, übrigens.

  9. the rufus Says:

    Oh, schon müde gewesen? Der Pulli war mein Pyjama …

  10. buchstaeblich Says:

    Das war ein Schlafanzug?

    (läuft knallrot an)

  11. lakritze Says:

    Ich glaube, Monk will ich auch gucken.

  12. buchstaeblich Says:

    Ein Paar Folgen davon können sehr unterhaltsam sein. Bis es dann zur Routine wird. Aber bis dahin: Herrlich.

  13. entegutallesgut Says:

    Bitte eine ganz große Portion Esoteriksuppe, die verwende ich dann als Haarspülung und warte auf Erleuchtung.

  14. buchstaeblich Says:

    (montiert eine Bushaltestelle mit Bänkchen, Zeitungsautomat und Kaffeeautomat)

    Das kann dauern.

  15. Lebenszeichen von Agent 13 « Buchstaeblich seltsam! Says:

    […] nachdem er todesmutig in den geheimen Laboren des Suchmaschinenriesen spioniert hatte, um mich mit Neuigkeiten aus der Welt der Technik zu versorgen und seine dramatische Flucht erforderlich war, um nicht […]

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