Ist Radioaktivität eigentlich temporär?


lautet die saublödeste Frage, die mir an diesem Tag einfällt. Vielleicht hätte ich mich heute morgen in der Badewanne lieber mehr auf mein Sudoku konzentrieren sollen, aber nun ist es zu spät, also muss ich „Sendung mit der Maus“ spielen.

Zur Erklärung:

Auf unserem Planeten gibt es radioaktive Elemente: Uran, Plutonium und das ganze Zeugs. Und die strahlen ja, wenn auch nicht vor Freude. Aus den Debatten der letzten Jahrzehnte um Atomkraftwerke kennen wir alle das Wort Halbwertzeit: Nach soundsoviel tausend Jahren strahlt das Element nur noch halb so doll. Nach noch einmal soviel tausend Jahren, schließe ich daraus, also nur noch ein Viertel so doll. Also müsste ja irgendwann in ferner Zukunft, wenn das allerstrahlendste Zeugs so dermaßen fertig gestrahlt hat, dass die Strahlung so verdünnt ist wie die „Antimaterie“ in den Potenzen der Homöotrallaten, nämlich bei Null angelangt ist, das Thema Radioaktivität für diesen Planeten erledigt sein.

Ist das so? Macht das was?

Oder wächst radioaktives Material irgendwie nach?

Vielleicht habe ich ja Glück, und jemand Schlaues von den Science-Blogs oder mit sonstigem Wissen verirrt sich zu mir und gratuliert mir zur beklopptesten Frage des Tages oder hilft mir auf die Sprünge.

Ach ja: Es geht mir hier nicht um eine Debatte über Energieversorgung oder Katastrophenszenarien – ich bin nur manchmal kindisch neugierig und habe zudem die perverse Neigung, mich als Unkundig zu outen, wenn ich es bin. Erschwerend kommt hinzu, dass mir heute bislang noch kein anderes Thema für meinen Blog einfiel. Albern bin ich sowieso auch.

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17 Antworten to “Ist Radioaktivität eigentlich temporär?”

  1. cimddwc Says:

    Uran & Co entstehen – wie alle(?) schwereren Elemente – bei Supernovae, und davon gibt’s immer wieder welche (nur hoffentlich nicht in unserer Nähe), die diese Elemente ins All hinausblasen. Zumindest solange es Sterne gibt, und das dürfte noch ’n Weilchen sein…

    Bei Halbwertszeiten von 704 Millionen bzw. 4,468 Milliarden Jahren für Uran-235 bzw. 238 (laut Wikipedia) verschwindet das hier auf der Erde aber eh nicht so schnell.

  2. entegutallesgut Says:

    Du erlebst es sicherlich nicht mehr. Was du für Gedanken in der Badewanne hast, ist schon gewaltig. Wie oft lässt du warmes Wasser nachlaufen?

  3. hape42 Says:

    erstmal: gut gedacht! Radioäktivität ist tatsächlich temporär.
    aber, wie cimddwc schon schrieb, die Zeitspanne ist gewaltig!

  4. hape42 Says:

    ach ja, willkommen im Club.
    Dem einen sein Eierkocher ist der anderen ihr Radioaktivität :mrgreen:

  5. buchstaeblich Says:

    Hach, wenn ich meine Mitblogger nicht hätte, hätte ich heute dumm sterben müssen: Tausend Dank!

    Entegutallesgut,
    meine besten Texte haben durchweg ihren Ursprung in der Badewanne.

  6. Schildmaid Says:

    Solch eine Badewanne will ich auch haben. *neidischguck*
    Überhaupt eine Badewanne wäre schon gut. 😦

    Zum Thema: Mit Radioaktivität musste dieser Planet schon seit seiner Entstehung leben und wird es bis zu seinem Untergang auch weiterhin tun. Das kann er, da hat er Übung drin.
    Wenn doch nur der Mensch seine Finger aus dem Spiel lassen würde. Aber das kann der Mensch nicht, auch darin hat er Übung.
    Was will ich damit sagen? Keine Ahnung. Ich wünsche mir eine Glocke des Schweigens. Ommmm… 🙂

  7. sv Says:

    Kennt ihr Doramat? Die Zahncreme mit der Extra-Portion Radioaktivität?

    „Was leistet Doramad? Durch ihre radioaktive Strahlung steigert sie die Abwehrkräfte von Zahn u. Zahnfleisch. Die Zellen werden mit neuer Lebensenergie geladen, die Bakterien ihrer zerstörenden Wirksamkeit gehemmt. Daher die vorzügliche Vorbeugungs- und Heilwirkung bei Zahnfleischerkrankungen. Poliert den Schmelz aufs Schonendste weiß und glänzend. Hindert Zahnsteinansatz. Schäumt herrlich, schmeckt neuartig, angenehm, mild u. erfrischend. Ausgiebig im Gebrauch.

    Okay, Doramat war nur 5 Jahre auf´m Markt 😉

  8. buchstaeblich Says:

    Schildmaid,
    wenn die Menschen es schaffen, den Planeten nicht zu sprengen und kein Asteroid oder so kommt, müsste es aber eines Tages in Trilliarden Jahren doch vorbei sein mit der irdischen Radioaktivität.
    Beruhigend daran: Es wird also tatsächlich eines Tages Schluss sein mit der Diskussion um Kernkraft.

    sv,
    danke für das Vorstellen eines einzigartigen Produkts – davon hatte ich ja noch nie gehört: Ganz großes Kino.
    Bestimmt haben damit die Zähne sogar im Dunkeln geleuchtet.

    😉

  9. wortteufel Says:

    Ich glaube ja immer noch, dass irgendwann die Vogonen auftauchen und Radioaktivität ist für die Erde kein Thema mehr… (Und dann hab ich mein Handtuch dabei! Glaubt mir.)

  10. buchstaeblich Says:

    Die Vogonen? Irgendwann? Aber die Merkel ist doch schon da.

  11. wortteufel Says:

    Heißt das, Merkel möchte unseren Planeten sprengen?
    Na, das würde allerdings einige politische Entscheidungen erklären…

  12. hape42 Says:

    Vogonen?
    Was soll ich dazu sagen außer „42“ …

  13. ruediger Says:

    Frau Bundeskanzler ein Vogone? Sie hat keine vogonische Schlabberlippe, kann dichten aber nicht so schlecht reimen. Na, ich weiß nicht…:)

  14. PvC Says:

    Apropos Badewanne und Radioaktivität – es gibt natürlich radioaktive Thermalquellen, in denen gehen Leute baden. Und die sprudeln und sprudeln und wenn sie nicht gestorben sind…
    Aber das ist ein anderes Thema. Dorothy Sayers hat in ihrer Kurzgeschichte „Der Mann, der Bescheid wusste“ bewiesen, dass die meisten Menschen in der Badewanne sterben. Und zwar nicht an Radioaktivität, sondern am perfekten Mord!

  15. buchstaeblich Says:

    Wenn man in die Radioaktivität einsteigt, geht man also baden.
    😉
    Warum wundert es mich nicht, dass Sie Dorothy Sayers zitieren?
    Bis auf den Band, der mir geklaut wurde, habe ich alle ihre Krimis.

  16. Nila Says:

    Auf welche Ideen du kommmst lol.. 😀 Ob das Material nachwachsen kann? No Peilung. Stirbt nicht unser Planet laut Wissenschafler schön langsam ab?!
    PS.: Ich sollte in Zukunft gucken, ob ich nach Besuch eines Thermalbades im Dunkeln leuchte 😉

  17. buchstaeblich Says:

    Nila,
    bevor der Onkel aus der Sendung mit der Maus wieder einen ganzen teuren Film machen muss, um einem Kind die Frage zu beantworten, komme ich der Sache einfach mal zuvor.

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