Blogger outen Bankhofer: Geschasst!


Einzelheiten zu den unglaublichen Enthüllungen des einzigartigen Medienskandals, der die Welt erschüttert, gibt es hier:

Aber zurück zur Überschrift, das wird dann später noch wichtig!

Blogger outen Bankhofer: Geschasst!

… so oder ähnlich müsste ich titeln, wenn ich die Zeitung mit dem roten Logo wäre, oder die mit dem orangefarbenen Rahmen ums Titelbild, oder wenn ich ein Blog-Papst wäre, der sich mit einer im entsprechenden Stil gefärbten Schlagzeile wichtig machen will, aber gleich im ersten Satz erzählt, dies wäre nicht sein Stil, aber die Klicks mitnehmen will …

Wer die Ironie verstanden hat, darf weiterlesen, wer nicht: Du auch!

Ich schweife ab, also noch einmal von vorne:

Wie ich heute morgen schlaftrunken dem Teletext entnehmen durfte, hat der WDR den Herrn Journalisten Prof. Bankhofer, der ja gar kein Dokta ist, liebe Knoblauchdragee-Junkies aus seinen Diensten entlassen, weil er einen Werbevertrag mit der Firma, die tattrigen Senioren ermöglicht, ihren Drang nach einem Schnäpschen mit Medizin zu kaschieren, erfüllt hat, indem er den patentierten Namen eines Wirkstoffs vor laufenden Kameras erwähnt hat.

Ich erwähne hier obendrein für Unkundige, dass ich sehr wohl den Teletext lese. Der Bequemlichkeit halber, weil ich da nämlich ganz genau weiß, dass Halbwahrheiten über aus dem Zusammenhang gerissene angebliche Studien irgendwelcher ominöser Institute mit dem Drang nach noch mehr Kohle falsch von anderen abgeschrieben werden.

Das ist deshalb bequem, weil der Teletext keine lästigen Links enthält, die man dann alle von der Praktikantin, die der Sekretärin hilft, nachlesen lassen müsste, und man hat ja noch andere Aufgaben im richtigen Leben – ich will meinen Kaffee pünktlich, verdammt!

Wer in den letzten Tagen intensiv die Blog-Päpste und alle, die gerne welche wären, ignoriert und beim Suchmaschinenstudium aussortiert beobachtet hat, dem ist nicht entgangen, dass sie sich Sorgen um die Relevanz der deutschen Blogger machen. Ja, wer keine anderen Sorgen hat …

Und jetzt haben sie endlich etwas unglaublich Relevantes geschafft, indem sie den Herrn Prof. Bankhofer dabei erwischt haben, bla, bla, siehe oben!

Und was sagen wir da alle? Herzlichen Glückwunsch.

Ich erwähne allerdings an dieser Stelle, dass dieser Artikel hier wieder einmal keine Links enthält bis auf den auf einen anderen meiner Beiträge, ich darf nicht vergessen, mir die Kohle für die Schleichwerbung zu überweisen! , weil ich ja wieder einmal zu faul zum recherchieren war, und den üblichen Verdächtigen Zusatzklicks zu verschaffen habe ich auch keine Lust. In echt habe ich auch überhaupt keine Ahnung, ob es tatsächlich die Blogpäpste (den Begriff habe ich jetzt oft genug erwähnt, er wird hiermit für etabliert erklärt und braucht keinen Bindestrich mehr) waren, denen die Beweisführung gelungen ist, aber sie werden sich schon trotzdem gegenseitig gratulieren.

Die Stelle, an der ich heute morgen bei der Lektüre der Teletext-Meldung in mein Lieblingssofakissen beißen musste, um nicht die Nachbarn wachzulachen, ist aber eine ganz andere:

Ich gehöre ja, wie meine 3 Stammleser wissen, eher zur nüchternen Gruppe der Menschheit, was bedeutet, dass ich zwar gerne kübelweise Schampus verdrücke, um den Koks runterzuspülen hier und da ein halbe Helle trinke, aber trotzdem bei Auftreten von Krankheitsymptomen zum Onkel Doktor gehe und den entscheiden lasse, was ich brauche.

Deshalb ist nämlich auch die Überschrift dieses Beitrags nicht korrekt. Sie hätte lauten müssen:

Bloggerpäpste outen sich: Wir gucken Bankhofer!

Denn, liebe Leser, um zu bemerken, dass ein weißhaariger Senior im Fernsehen anderen Methusalemen gegen Geld Werbung für bestimmte Produkte unterjubelt, muss man den Scheiß gucken!

Ja, wenn das nicht peinlich ist! Jeder auch nur halbwegs vernünftige Mensch grabscht panisch nach seiner Fernbedienung, wenn auf dem Bildschirm die wohlbetonierte Silbermähne mit dem darunter befindlichen seidenen Halstuch auftaucht und glaubensabhängige Placebos anpreist.

Und dann zappt man mit Lichtgeschwindikgeit weg!

Gut, ich habe neulich das Stonehenge-kenn`-ich-nicht-Outing von Frau Ballschuh im Fernsehen mitbekommen, während ich mittels Bauchtrainer meiner Wampe den Garaus zu machen versuchte meinen Alabasterleib stählte, aber, hey: Das war ein Versehen – das verlinke ich nicht einmal!

Die weitere Entwicklung im Bankhofer-Skandal bleibt abzuwarten, und ob sich der Schimpfname „Bankhofer-Gucker“ in der Blogwelt durchsetzen wird, vermag ich im Moment nicht vorauszusagen: Meine Zeitmaschine ist beim Polier-Service.

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8 Antworten to “Blogger outen Bankhofer: Geschasst!”

  1. Schildmaid Says:

    Echt, Du hast eine Zeitmaschine?! *neidvollguck*
    Ich bastele ja immer noch an meinem Holodeck herum. Seit Jahren schon. Bin aber zu stur, um einzusehen, dass das in diesem Jahrhundert wohl nichts mehr wird.
    😦

  2. buchstaeblich Says:

    Nur nicht aufgeben – ich habe es ja auch hingekriegt.

  3. wortteufel Says:

    Hach, Polierservice. Da sollte ich meine auch mal wieder hinbringen. Diese Wasserflecken, die sich beim letzten Zukunftsbesuch da draufgeschlichen haben, als ich mir nix dir nix vor der heimischen Tür auf die dank Klimawandel bis hierhin gestrandete Nordsee gestoßen bin.

    Merkt man, dass ich zu dem Thema oben nix sagen will?
    (Und ich verlink auch nicht. Aber mal im Ernst: es sind mindestens fünf Stammleser. Ehrlich jetzt. Und sicher ist auch ein heimlicher Blogpapst darunter, der sich inkognito über die wirklich wichtigen Dinge informiert)

  4. buchstaeblich Says:

    Wie gut, dass ich regelmäßig mein Blog bewelle und vor dem Schreiben immer Alufolie um den Kopf wickle, so dass die wirklich wichtigen Dinge nur für von meiner Heiligkeit Eingeweihten sichtbar sind!

  5. carluv Says:

    Ich erhöhe auf mindestens sechs Gläubige/Stammleser mit unbekanntem blogpapstansprüchlichen Anteil. Darauf darf man auch mit einem virtuellen Melissengeist anstoßen. Später, versteht sich, im richtigen Alter für Päpstinnen und Päpste. Bis dahin dürfte auch die schwierige Frage geklärt sein, wie sich Blogpäpste untereinander ansprechen. Bislang wohl mit „Eure Scheinheiligkeit.“

  6. buchstaeblich Says:

    6? Woher weißt Du das? Sag bloß, Du sprichst mit denen …
    Carluv, Du hast mich doch nicht etwa bei denen verpfiffen?

    Darauf brauche ich einen Melonengeist!

    (kippt sich todesmutig das Zeug hinter die Binde)

  7. wortteufel Says:

    Besser, als Geistermelonen.

  8. buchstaeblich Says:

    Geistermelonen – der neue Halloweentrend! Das ewige Orange konnte man aber auch so langsam nicht mehr sehen.

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