Ausnahmsweise was nettes


Eigentlich dachte ich ja immer, dass es nichts weiter bedeutet, wenn man seinen Senf ins Internet ablässt: Man spart Sprechspucke und geht dem Gatten nicht auf die Nerven mit zuviel Gequatsche und damit hat es sich. Offensichtlich bleibt es nicht immer dabei.

Denn heute habe ich mich gefreut. Richtig gefreut!

Wer das nicht kennt: Man meldet sich an und kann Erfahrungen jeglicher Art beschreiben. Die Leser kommentieren, man tauscht sich aus, zusäzlich gibt es „Gruppen“, in denen je nach Interessenlage auch getratscht werden kann.

Vor einigen Monaten hatte ich offensichtlich (Hatte ich? Ich hatte wohl!) irgendwo einen Link abgesetzt auf ein Lied von „Ganz Schön Feist“, und mir weiter gar nichts dabei gedacht.

Doch grad vorhin schaute ich nach, ob irgendwer aus meiner Platzerfahrungsbeschreibungsclique wie etwas Neues, Schönes zum Lesen veröffentlicht hat, und siehe da:

Da war jemand ganz Gewisses damals nicht nur meinem zarten Hinweis gefolgt, sondern obendrein gleich angefixt worden zu witziger, handwerklich gut gemachter Musik mit erhöhtem Spaßfaktor mit Tendenz zu erholsamer Albernheit, denn ich bekam einen begeisterten Konzertbericht zu lesen, dem ich entnehmen konnte, dass nicht nur die Verfasserin des Beitrages, sondern obendrein ihr Gatte einen richtig schönen Abend hatten. Und sogar die Kinder sind wild auf die Lieder der feisten Drei: Für meine Hohenhamelner ist das offensichtlich zur neuen Familienmusik geworden, und wenn im Auto jetzt gesungen statt gequengelt wird, dann könnte man die Musik der Göttinger Acapella-Combo reinen Herzens der Zeitschrift Eltern für die Urlaubsfahrtenausstattung des Familienkombis empfehlen.

Ich habe wirklich gestaunt, war doch „Ganz Schön Feist“ bis dato nur immer meine Hausputzmotivationsmusik gewesen, weil man beim mitswingen und mitschallern immer so schön im Putztakt bleibt und die leidige Zeit schneller vergeht!

Dass ein blöder, beiläufiger Eintrag in einem Forum so viel Spaß auslösen könnte:Da wäre ich im Leben nicht drauf gekommen! Dann ist Internetsenf wohl doch nicht immer bedeutungslos, das zu wissen ist ja auch schön!

Ach ja: Wer da draußen in den Weiten des www den Bericht der begeisterten Konzertbesucherin liest, möge sich bitte nicht wundern, dass ihre Ws Doppelvaus sind: Die W-Taste ist kaputt, und das ist gut so!

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2 Antworten to “Ausnahmsweise was nettes”

  1. Schildmaid Says:

    Ja, da lacht die Schildmaid! 😀

    Ich habe nämlich mal mit einem Bandmitglied dieser Combo in einem Haus zusammen gewohnt. Direkt unter meinem Zimmer hatten sie ihren Proberaum und glaub mir: Ich habe das „Gänseblümchen“ echt verflucht!

    Die Welt ist klein und dieses kleine verschlafene Göttingen erst recht!

  2. buchstaeblich Says:

    Das tut mir jetzt leid für dich: Die schönste Musik kann zur Folter werden, wenn man den proben lauschen „darf“!

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