Archiv für Januar 2009

Wolfsgeheul

12. Januar 2009

… muss auch einmal sein. Genau wie Werbung auf dem Blog. Besonders, wenn man sie nicht bezahlt kriegt.

Letzten Samstag, Besorgungen in München machen, unausweichlich: Hunger!

Gatte: „Lass’ uns essen gehen. Westfälisch?“

Doch, das gibt es. Der Bergwolf im Glockenbachviertel ist in der Lage, unter kulinarischem Heimweh leidende pöttische Gemüter zu retten.

Hier gibt es die echte. Die von Dönninghaus. Aus Bochum. Die schmeckt nach Heimat, wenn man Pötter ist: Currywurst!

Mit der genau richtigen Sauce und ordentlich Pommes. Perfekten Pommes. Pommes Schranke.

Und im Bergwolf riecht es auch so, wie eine pöttische Pommesbude zu riechen hat: Nach Currywurst mit „Pommes Schranke.“

Der Bergwolf gehört nämlich zwei westfälischen Jungs, und als solche wissen sie natürlich, wie es schmecken muss, damit es nach Zuhause schmeckt.

Ich behaupte übrigens keineswegs, hier seien die Currywürste besser als woanders, über Kulinarisches lohnt sich kein Streit, denn die Geschmäcker sind verschieden! Aber sie schmecken genauso wie die, die unsereins als Kind gegessen hat.
Deshalb wirken sie auch wie bewusstseinerweiternde Drogen. Denn Currywurst mit Pommes Schranke scheint direkt die pöttische Blut-Hirn-Schranke zu durchdringen und direkt im Hirn schnurstracks auf das Belohnungszentrum zuzurasen, um sich dort breitzumachen: Jippiiiiiiiie!
Da ist der Schokoladen-Hormonkick, von dem manch einer mir erzählen will, aber gar nichts dagegen:

Currywurst: Dat is wie wennze fliechs!

Die nette bayrische Servicekraft, die uns mit dem elysischen Genuss versorgt hatte, fragte im Vorbeigehen, ob es denn schmecke. Mit halbvollem Munde konnte ich nur antworten:

„Dat würd’ der Schuhbeck gerne können. Kann er aber nicht!“.

Liebe Bergwölfe,

ich kenne eure Versorgungslage ja nicht. Aber falls Ihr je Sehnsucht nach Fitzeböhnchen wie vonne Mama habt, dann meldet Euch bei mir. Ja, das ist eine offizielle Einladung. Pötter müssen zusammenhalten.
Danke, dass ich nicht jedes Mal ein teures Ticket nach NRW kaufen muss, wenn ich es pöttisch brauche und keine Zeit oder Lust habe, mir selbst etwas Heimisches zu klöppeln.

Liebe Bayern,

ich liebe meine neue Heimat. Ich bin gern hier. Und ich liebe die bayrische Küche (gut, Obazda nicht, da ist Camembert drin), für Haxen schwärme ich! Aber so ab und zu braucht der Westfale etwas, das nach Heimat schmeckt. Und nach Kindheit. Und dann muss ich zum Bergwolf.

No Gods around

12. Januar 2009

Bei cimddwc fand ich gerade etwas sehr Hübsches:

Einen Aufruf, auch eine deutsche Version der Atheist Campaign auf die Beine zu stellen.

Näheres dazu gibt es auf dem Brights Blog.

Feine Sache, das.
Wäre es nicht großartig, ein Gegengewicht zu haben für all die nervigen Plakate mit Religionsgeschwafel? Wäre es nicht prima, wenn Kinder und Jugendliche ein wenig deutlicher gezeigt bekommen, dass das, was Familien, Pfarrer, Lehrer erzählen, nicht zwingend stimmt.
Und falls ihnen das Gefühl „ich glaube“ fehlt, dass das weder schlimm noch falsch ist und dass sie schon gar nicht allein damit sind?

Und wenn einige Menschen mit der Nase darauf gestoßen werden, dass es Menschen gibt, die ohne den Anblick gefolterter Kadaver oder ohne tägliche Niederwerfungen – ob jetzt gen Mekka oder Richtung Nirvana – leben, ohne sich in mörderische Monster oder ähnlich Gruseliges verwandeln, ist es ja sicherlich auch kein Schaden.

Zeigen wir Gesicht: Es gibt uns!

Ich bin Atheistin. Und das ist gut so:

Warum sollte man seine Zeit damit verschwenden, etwas zu glauben, wo es in der Welt doch soviele Dinge zu wissen gibt?

Ach, ja:
Ich glaube tendiere zu der Annahme, dass Religionsgemeinschaften nur deshalb so stark in den Gesellschaften der Welt vertreten sind, weil sie Gemeinschaften gründen.

Vielleicht sollten Atheisten das auch tun – den „Club der bekennenden Atheisten“ oder so etwas. (<— Nein, das meine ich nicht wirklich so: Das ist nur eine kleine Albernheit meinerseits!)

Eiskalt erwischt

11. Januar 2009

… habe ich auch noch ein wenig Gefrorenes – nur für den Fall, das mir im nächsten Sommer wieder einmal zu warm wird – dann kühlen mich diese Anblicke ab, hoffe ich.

Fehlt noch der Caipi

Fehlt noch der Caipi


 

Dr. Buchstaeblichs Worte zum Sonntag XXIV

11. Januar 2009

Einen wunderschönen Abend, liebe Patienten!

Ich hoffe, Sie hatten trotz all Ihrer schlimmen Probleme, die Sie mir via Suchmaschinenorakel übermitteln ließen, eine wundervolle Woche.
Übrigens muss ich ein Lob aussprechen, denn all die, die mich während der vergangenen Woche über die Eisverhältnisse am Feringasee ausgefragt haben, haben heute tatsächlich zum See gefunden – es war richtig viel los, aber ich hielt mich inkognito, mit jubelnden Massen und Applaus habe ich es nicht so – da werd’ ich immer rot.

Alle anderen Sorgen meiner Patienten sollen nun hier im Stuhlkreis ein Ende finden, und deshalb fangen wir auch gleich an:

unterföhring hunde gassi gehen
Nein, die gehen nicht allein – Herrchen geht mit und benutzt brav die Belloo-Tüten!

wie kriegt man seine frau dazu zu blasse
… Typen abzuhängen? Gehen Sie einfach freiwillig.

topfschwamm online
Ein Topfschwamm, mit dem man im Internet surfen kann? Toll!

neueröffnung in kürze
Warten Sie auf die Eröffnung der Meckerei? Oder sind Sie Meckereifachverkäuferin?

resümee der finanzkrise
Trau, schau, wem.

bordelle in cottbus
Ei, verbibbsch, genn’ die Damen denn och hoochdeitsch?

feringasee gefroren
Hätten Sie sich mal wärmer angezogen!

sat1 unterföhring umzug
Oh! Ein künftiger neuer Nachbar? So schlimm ist es hier gar nicht. Bringen Sie Badehose und Schlittschuhe mit!

saudiarabische männer
Geld ist nicht alles!

sexi schlittschuh fotos
Oh, oooh, ja, jaaaaa: Diese Schnürsenkel machen einen ganz wuschig.

arguing with myself
Oh! Who wins?

john travolta entgiftung
Das ist auch eine gute Idee. Aber ob es hilft?

horatio shakespeare
Nein, der heißt Horatio Caine. Und er trägt die Sonnenbrille am Schildkrötenhals.

häkelanleitung
Da fragen Sie ausgerechnet mich? Oje.

travolta drogen
Meinen Sie wirklich? Immer diese Hollywoodstars, tststs.

schlittenkufen polieren
Ich polier Ihnen gleich mal die Schlittenkufen! Unverschämtheit, sowas!

eisstock belag schneller
Ja? Ist der mit Wurst oder mit Käse schneller?

holz in kunstharz eingießen
Warum?

geistheiler bei maischberger
maischberger schamane

Frau Maischberger ist kein Schamane, deshalb braucht man ihren Geist nicht zu heilen. Das geht schon so.

banker satire
Nein, ich fürchte, das war kein Witz – die Finanzkrise existiert wirklich. Mehr oder weniger.

töpfern toscana 
Die ganze Toscana? Das wird aber ein schönes Stück Arbeit. Gibt es so große Brennöfen?

eisstock selbst gemacht
Fein! Gratuliere.

wer singt sail away becks pils 2008
Nach genügend Pils singe ich das notfalls auch.

was ist nöndro  
Das ist einfach: Betrug! Nicht als Beschiss. Dummes Geschwätz zu pekuniären religiösen Zwecken.

statisch aufgeladenes sofa
Hui, das kribbelt aber, was?

angstfreies töpfern in der toscana
Vergessen Sie nicht, die Birkenstocks einzupacken. Und Batiklappen und Betroffenheitspullover.

zuviel zug im zug ist mir nicht zuträgl
Mei, wem schon?

eisstockschiessen fiffi
Mensch, es ist so kalt, da tragen alle eine Mütze – niemand wird Ihre Glatze bemerken.

eisstock ins wasser
Wenn der Eisstock nass wird, ist das Eis nicht dick genug. Alte Bauernregel.

mehdorn/merckle
Sie meinen, das war abgesprochen? Ach.

erfinder button atomkraft nein danke
Ich bin unschuldig!

zwanzig jahre nicht mehr u-bahn gefahren
Mein Glückwunsch.

bildschnitzer
Tattoos sind nicht schön. Wirklich nicht.

china milch nieren
Nierchen in Milch gibt es bei Ihrem Chinesen? Und? Schmeckt ‘s?

westfälischer schnibbelbohneneintopf
Oh, ein Gourmet: Herzlich Willkommen!

känguruklöten
Das Wort ist zu schön, nicht wahr?

kleine zeitung petzner brüllaffe
Aha. Und was schreibt die große Zeitung?

linsensuppe aus coburg
Nicht nötig. Von meiner Linsensuppe isst mein Mann locker 3 Teller, so gut ist die.

maischberger geistheilen kommentar
Wenn es nach mir ginge, würde das gesamte Eso-Gedöns verboten, wenn Sie es genau wissen wollen.

dumm fickt gut sprichwort herkunft
Oh, Junge! Dreimal darfst du raten.

alle fröliche wörter mit d
Dröhlichkeit, Drohsinn, Dreude, Dubel, Dexstase

satire eigentor erklärung
Ich sage nur: Merckle. Das war das Eigentor 2008!

da gibts doch was von ratiopharm
Ja, aber nicht für Herrn Merckle.

50 euro falttrick
Für 50 Euro zeige ich Ihnen gern, wie man 50 Euro faltet.

gibt es da nicht was von ratiopharm
Leider nicht gegen Spielsucht. Das sehen Sie am Beispiel Merckle.

meine scheisse stinkt grässlich
Dann machen Sie gefälligst die Klotür ordentlich zu!

leben im schilderwald bilder
Gefährlich! All die wilden Bilderstürmer … und die Auswüchse erst – schlimm. Dann ziehe ich lieber auf eine Verkehrsinsel.

komplettlösung das ultimative ding
Für Komplettlösungen bin ich absolut Ihre Ansprechpartnerin. Ach, äh: Was ist denn das Problem?

wie ist oberföhring von der leut und so
Sie haben sich verfahren – das hier ist Unterföhring! Hier sind auch selten die Fragen dermaßen dämlich.

yellowtail maischberger welt
Die Frau Maischberger heißt nicht Yellowtail mit Vornamen. Die heißt doch Sandra, Mensch!

walwiederholung
Und was machen Sie mit zwei Walen? Walnusseis?

häkelanleitung erdbeere
Meine Erdbeeren hatte ich auf dem Balkon. Aber gepflanzt, nicht gehäkelt.

dr house haar
Nein, der arbeitet nicht in Haar.

worte für kranke
Wie wäre es mit „Gute Besserung!“?

moonwalk verbotsschild  
Das ist eine wirklich konstruktive Idee: Danke! Ich rufe gleich im Rathaus an.

obama antritt 20. Jänner 2009
Darf ich? Au, ja, bitte!

wem stehen asymetrische haarschnitte
Niemandem.

lakritze gut für haar?
Woher soll ich das wissen? Fragen Sie Lakritze, ob das Lesen ihres Blogs haarpflegend ist. Aber warum nehmen Sie nicht einfach eine Haarkur?

suizid durch die wirtschaftskrise
Merckle wird nicht der einzige bleiben.

schlittenkufen glätten
Gute Idee, machen Sie mal ruhig. Dann fluppt das ordentlich.

merckle pietismus
Merckle Spielsucht, das passt besser.

gefahr feringasee
Und wie! Im Sommer gibt es da Blutegel. Und riesige Hechte sind da drin. Am schlimmsten sind aber die Nacktbader: Die haben nichts an und die sehen so furchtbar aus, sogar von Weitem. Ich sage nur: Schrumpeldödel.

geschwister hoffmann nackt
Da müsste man noch weiter weg als nur bis zur FFK-Insel im Feringasee. So bis hinter die Erdkrümmung.

http://www.seltsame kameraaufnahmen
Also, wie soll ich meine Kamera fotografieren, wenn ich nur eine Kamera habe? Wissen Sie was? Sie sind seltsam.

lustig über heilmethoden
Beim Herrn Freistetter zum Beispiel. Oder bei Eso-Watch. Aber: Was lustig klingt, ist oft bitterer Ernst. Eigentlich.

welche unkosten hat eine schule
Da würde ich mal in einer Schule anrufen.

dumm und dümmste geschäftsideen
1 Milliarde mit VW-Aktienspielchen verpokern.

reisen trackback
Backpack, meinen sie wohl, ja? Aber wissen Sie: Trolleys sind einfach bequemer.

symptome einer k?allergie
Gegen k? allergisch? Das ist aber sehr selten. 

geschwister hofmann sexy
Ui. GL und sehbehindert: Das ist wirklich hart. Sie haben mein Mitgefühl. Aber wenigstens sind Sie nicht auch noch anspruchsvoll.

merckle nebenwirkungen suizid
Nebenwirkungen? Nun, er atmet nicht mehr. Und der Zug hat Flecken.

merckle zugführer
Nein, wäre er Zugführer gewesen, hätte er mehr Verantwortungsbewusstsein gehabt.

der seltsame vall
Der Fall, dass Fall mit v geschrieben wird, kommt in der Rechtschreibung zum Glück nicht mehr vor.

So, hoffen wir, dass dies vorläufig der letzte seltsame Fall war, aber wie ich mein Klientel kenne, wird es bis zur nächsten Woche wieder eine Menge wichtiger Fragen geben, auf die nur ich die richtige Antwort weiß.

Bis dahin verbleiche verbleibe (Danke, WdW, zum Verbleichen bin ich wirklich zu jung!) ich Eure/Ihre

Dr. Friederike Buchstaeblich-Seltsam
Die Therapieprotokolle I bis XXIII können Interessierte in der Fachabteilung nachlesen.

Unterföhringer Winterzauber

11. Januar 2009

Nachdem gefühlte 11.000 Suchanfragen die Eislaufmöglichkeiten auf dem Feringasee betreffend bei mir eingegangen sein, kommt hier ein wenig Volksaufklärung inklusive Anschauungsmaterial in Pixelform:

Ja, die Seen sind zugefroren. Alle beide.

Am Poschinger Weiher ist es beschaulich romantisch:

Schön, oder?

Schön, oder?

Und so schön ruhig!

Und so schön ruhig!

Das Foto ist allerdings eine Woche alt, wer glaubt, hier würde nicht geeissportet, irrt – hier ist es bloß kleiner und überschaubarer. Aber aus Erfahrung weiß ich, dass hier heute auch eine Menge Eishockey, Eiskunstlauf, Eisstockschießen und sonstiger Spaß mit gefrorenem Wasser los war.

Heute am Feringasee allerdings war eine Menge los, um nicht zu sagen der (Eis-)Bär:

Familien, Pärchen, jugendliche Horden, Cliquen, Senioren – hier amüsiert sich jeder. Mit Schlittschuhen, Schlitten, Fahrrädern (s. Foto!), Eisstockschießen, Eisspazieren, Schlinderbahn und manch Kleinkind rutschte bäuchlings im Schneeanzug auf dem Eis herum – alle haben Spaß.
Auch aus der Nachbarstadt München sind Eisgäste gekommen, aber das Gros der Besucher am Feringasee waren eindeutig Unterföhringer – denn die Karawane, die in beiden Richtungen zu Fuß oder auf dem Radl die Aschheimer Straße abmaß, war beeindruckend.
Man konnte durchaus zu der Schätzung gelangen, dass mindestens die Hälfte aller Bürger unserer Gemeinde heute am Feringasee war. Ein weiteres Drittel wird am Poschinger Weiher und in den Isarauen unterwegs gewesen sein.
Aber es war ja auch ein Traumwetter  – beißend kalt zwar, aber eingepackt wie die Michelin-Männchen und mit Mütze und Handschuhen, ließ es sich im Sonnenschein gut aushalten.
Zu den Risiken:
An Tagen wie heute, wo das Eis wirklich dick genug für Wintersportfreuden ist, ist der See bewacht, und es sind sehr viele Leute da – das Risiko hält sich in Grenzen.
Aber bitte: Wer immer unter der Woche frei hat, möge bitte auf keinen Fall auf das schmale Brett von Idee bekommen, sich eine schön einsame Stelle (an welchem Gewässer auch immer) zu suchen, um dort allein die Eisfläche zu betreten! Man weiß nie, ob auch hier das Eis trägt, und wenn man mutterseelenallein ist, kann einen keiner retten.
Dass Kinder auf keinen Fall ohne die Begleitung ihrer zuständigen Erwachsenen an zugefrorenen Gewässern etwas zu suchen haben, versteht sich hoffentlich von selbst!
Eltern, dann heben Sie eben Ihren Pöter aus dem Sessel und begleiten Sie Ihre Kinder – frische Luft hat noch keinem geschadet.

Ekelfaktoren per Gesetz?

9. Januar 2009

Manchmal sind Ekelfaktoren nur fast so schlimm wie das, was man davon wahrnimmt.

Vor allem, wenn man erleichtert feststellt, dass man sich dann doch nur verguckt hat. So wie ich gerade:

In den BMELV-Mitteilungen aus Dezember las ich – aber nur ich, denn de facto steht da etwas anderes:

Enthält ein Lebensmittel in unverarbeiteter oder in verarbeiteter Form „Weichteile“ …“

(schüttelt sich)

Ich war dann aber sehr, sehr froh, beim nochmaligen Lesen festzustellen, dass der Satz in der Pressemitteilung des Ministeriums korrekt gelesen wie folgt lautet:

Enthält ein Lebensmittel in unverarbeiteter oder in verarbeiteter Form „Weichtiere“ oder „Lupine“ muss dies auf der Verpackung gekennzeichnet sein: im Produktnamen, in der Zutatenliste oder durch einen gesonderten Hinweis.“

Weichtiere sind ja auch nicht jedermanns Sache, zumindest vielleicht nicht die gesamte Gattungspalette.

Aber immer noch lange nicht so schlimm wie Weichteile, oder?

(geht die Brille putzen, murmelnd)

Mannmannmann …

Interimskindertagesstätte

9. Januar 2009

Nein, liebe Leser,

ich habe kein neues Wort erfunden.  Dieses schöne Buchstabenbandwürmchen (okay – das ist dann wiederum schon von mir!) habe ich in der Druckausgabe der Unterföhringer Rundschau gefunden. Leider steht der Artikel online nicht zur Verfügung, da scheint ein Defekt auf der Seite vorzuliegen.

Zum Beweis, dass Unterföhring aber wirklich so ein tolles Wort hat, hier ein Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 11.12.2008, da kommt die Interimskindertagesstätte auch drin vor.

Übrigens handelt es sich bei dieser Intitution nicht um eine Tagesstätte für Interimskinder, sondern um eine Interimslösung für einen großen Haufen Tagesstättenkinder und eine große Erleichterung für ihre Eltern:

Eine Kindergartengruppe für max. 25 Kinder, sowie 4 Gruppen à 12 Kleinkinder plus Reservegruppen erweitern das Betreuungsangebot der Gemeinde um insgesamt 120 Plätze. Natürlich kostenfrei, das ist hier seit 30 Jahren kindergartentechnisch so üblich und wurde im vorigen Jahr auf Horte und Krippen übertragen.

Im Herbst beginnt dann die Bauphase für ein Kinderhaus, und bis das fertig ist, sind die Kinder in der Modullösung für den Übergang, aber alles andere als provisorisch untergebracht (habe ich von einer ungenannt bleibend wollenden Augenzeugin via Unterföhringer Flurfunk, man kann sich ja nicht nur auf die Journaille verlassen!) – diese Lösung hat 2,1 Mio. € gekostet. Dadurch können aber viele Frauen mit Kindern ihren Beruf ausüben – egal, ob sie alleinerziehend sind oder nicht.

Trendsportarten

9. Januar 2009

Biathlon war gestern, die eigentliche Trendsportart ist Biathlon 2.0:

Die geschickte Kombination aus Transport, bei der der Aktive sich wahlweise auf einem Sofa oder in einem Sessel räkelt und Fingerspitzenquatsching, bei dem man seine Gedanken zwecks Schonung der Kiefern- und Zungenmuskulatur in eine Tastatur eintippt.

Auch Joggen ist gestrig, zumal man es nur über einen begrenzten Zeitraum ausüben kann, denn das Ende der Puste begrenzt den Sportwilligen. Bloggen hingegen könnte man den ganzen Tag – es ist der Marathon des Biathlon 2.0.

So. Nur damit endlich geklärt ist, dass ich sehr wohl ein sportlich aktiver Mensch bin.

Schachern for Basics

9. Januar 2009

Habe ich grad’ was bei Katzen-Carl gefunden. Bislang hatte ich die feste Absicht, dieses Gedönse um den Verkauf des Basic-Blog nicht einmal zu ingnorieren.

Aber wenn es etwas gibt, das ich, schwach formuliert, als unangebracht  empfinde:

Ein großes Bohai um die Formulierung des Anzeigentexts bei Ebay zu veranstalten, um sich für lau Werbetexte einzufangen – das empfinde ich – gelinde gesagt - als schmutzig. Auch gegenüber gewerblichen Textern – die Geiz-ist-geil-Methode schadet. Aber das sind natürlich nur die üblichen subjektiven Befindlichkeiten, wie Katzenblogger sie täglich ins Netz pusten.

Wenn ich etwas so Teures verkaufen wollte und selbst nicht die Kompetenz hätte, den Anzeigentext zu verfassen, dann nähme ich mir einen Texter – so teuer sind die nicht.

Aber so eine Abstimm- und Vorschlag- und Gedönse-Aktion wäre mir hochnotpeinlich! Gerade als Mensch, der nicht unbedingt wenig Geld mit seinem Blog verdient, sollte man es nicht nötig haben, sich so billiger Aktionen zu bedienen und sich dabei auch noch die Schuhe einspeicheln zu lassen.

Aber ich bin ja zum Glück auch nur ein Katzenblog am Ende des Blogiversums.

Wer in der richtigen Welt etwas von mir geschrieben haben will, der hat entweder etwas bei mir gut, oder er bezahlt mich dafür in klingender Münze. Und das ist eines der wenigen Dinge, die mein virtuelles und mein reales Leben gemeinsam haben.

 So, und ab sofort wird weiter ignoriert.

Gehe ich jetzt auch unter die Sternengucker?

8. Januar 2009

Vor ca. 2 Minuten, also um rund 21.10 Uhr habe ich am Himmel Richtung München eine Sternschnuppe gesehen.

Ich weiß, es ist albern, aber ich freue mich darüber wie Bolle. Das mit dem Wünschen ist zwar Blödsinn, aber jetzt wünsche ich mir, irgendwann wieder eine zu sehen, das sieht so klasse aus!

Ach ja: Hat die vielleicht noch jemand gesehen?


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