Bitte nicht Shakespeare!

… das, liebe Freunde der esoterischen Spökenkiekerei, möchte ich eurem liebsten Totschlag”argument” entgegenhalten. Denn immer, also immer, wenn die Sprache auf Esokrimskrams und pseudowissenschaftliches Geblahe kommt, und ich zu verstehen gebe, dass man mir bitte nicht mit Scheiß’ kommen möge, kommt unweigerlich ein falsch übersetztes Shakespeare-Zitat, das man aus dem Zusammenhang gerissen hat:

“There are more things in heaven and earth, Horatio,
Than are dreamt of in our philosophy.”
(Hamlet, Erster Akt, Szene 5)

Soweit das Original. Und das heißt auf deutsch:

“Es gibt mehr Dinge im Himmel und auf Erden, Horazio, als in unserer Philosophie geträumt werden.”

Erstens:

Dieser Satz ist also kein O-Ton Shakespeare. Vielmehr hat Shakespeare diesen Satz einer der Figuren in einem seiner Theaterstücke, nämlich Hamlet, im gleichnamigen Theaterstück, in den Mund geschrieben. Der Herr Shakespeare hat also eine Geschichte, basierend übrigens auf einer älteren Geschichte, die nicht von ihm selbst war, erfunden und es für passend befunden, diese Figur diesen Satz sagen zu lassen. Ich war – schon wegen des frappierenden Altersunterschiedes – niemals auf ein Bier mit dem Autor. Deshalb weiß ich nicht, was für eine Weltsicht er persönlich hatte. Ihr, werte Esos, wart aber auch nicht mit ihm auf ein Bier, und wisst es auch nicht!

Wer je einen Aufsatz oder eine Geschichte erdacht hat, der weiß aber, dass die Figuren nicht ausschließlich die eigene Meinung oder Fakten von sich geben, gell?! Die Frau Rowlings glaubt in echt auch nicht an Hogwarts. Das ist wie bei Arielle, der kleinen Meerjungfrau – alles erfunden und nicht “in echt”!

Zweitens:

Erschwerend kommt hinzu, dass der junge Herr Hamlet diesen Satz zu seinem Freund Horatio sagt, einer ebenfalls fiktiven Figur in einer fiktiven Geschichte – Hamlet ist toll, aber es ist keine Doku-Soap! Selbiger Horatio wiederum ist als erdachte Figur ein Rationalist, der mit Spökenkiekerei dermaßen wenig am Hut hatte, dass der englische Begriff “very down to earth” hier voll ins schwarze trifft. Werte Esos, Horatio und alles was er sagt, kommt ebenfalls aus der Feder vom Meister William. Klingelt es? Ich meine: Hat Shakespeare als Mensch hinter seinen Stücken mehr hinter Hamlet oder mehr hinter Horatio gestanden und ein Stück seiner persönlichen Meinung gespiegelt?

Wenn Ihr also, besonders gern in der falschen Übersetzung, es gäbe

“mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als sich unsere Schulweisheit träumen lässt”,

nicht auf Hamlet, sondern auf Shakespeare verweist, dann ist das so nicht völlig korrekt, gell?

Drittens:

Selbst wenn Shakespeare in einem Interview mit dem “Stratford-Upon-Avon-Observer” diese Worte als seine persönliche Meinung kundgetan haben sollte, ist das immer noch scheißegal, weil es nicht taugt für Euer Totschlagargument, liebe Freunde der Räucherstäbchenfraktion:

Nur weil Mr. S. der größte Dramatiker aller Zeiten ist, heißt das nicht, dass er stets im Recht war oder ein Mr. Allwissend. Der Mann war Autor – kein Prophet! Zudem kommt erschwerend hinzu, dass er 1619 verstarb und wir den damaligen Stand von Forschung und Lehre berücksichtigen müssen, sowie die damals vorherrschende Kultur in der Welt, in der er lebte: Es herrschte eine geringfügig andere Weltsicht und Denke zu Anfang des 17. Jahrhunderts (die hatten in echt noch keine Handys und DSL-Flatrates, und “Licht aus Decke, Wasser aus Wand” war unbekannt, da guckste!).

Viertens:

(Bitte alle noch einmal kurz aufwachen, jetzt kommt die endgültige Arschkarte!)

“There are more things in heaven and earth, Horatio,
Than are dreamt of in our philosophy.”

beschreibt in der Szene einen Streit zwischen den – übrigens hochgebildeten – Freunden, die (im Stück, nicht in echt) Wittenberg-Absolventen waren, der darauf zurückgeht, dass Hamlet ein angeblicher Geist erschienen sein soll. Mit Geistererscheinungen von jüngst verstorbenen Angehörigen ist es so eine Sache, wie jeder Psychologe bestätigen wird, auch Hirnforscher dürfen sich hier gern einklinken, aber wie gesagt: Fiktive Geister in einer fiktiven Geschichte. Für ausgedachte Figuren in einer ausgedachten Geschichte ist es übrigens m. E. völlig in Ordnung, an Geister zu glauben, aber real existierende Leute in der echten Welt sollten sich der Peinlichkeit enthalten. Aber auf keinen Fall hat Shakespeare, oder besser: Der von ihm konstruierte Hamlet mit obigem Zitat gesagt, dass Homöopathie funktioniert, oder dass Heilkristalle, oder Reiki, oder irgendein anderes Eso-Gedönse oder Ufo-Sichtungen irgendetwas mit Realität zu tun haben, wirken oder funktionieren oder gut oder wahr sind – da kann jeder gern mal bei Hamlet nachschlagen.

Natürlich gibt es Dinge im Himmel und auf der Erde, die die Figuren in Hamlet zu ihrer Zeit sich noch nicht träumen ließen:

Die Radioaktivität war damals noch nicht endeckt, obwohl es schon lange welche gab, nicht wahr?

Man wusste noch nichts über UV-Strahlung, obwohl bestimmt auch William S. eine rote Nase bekam, wenn er diese zu lange in die Sonne hielt.

Und auch über Infrarot-Strahlung hat erst 1666 der Herr Newton etwas verlauten lassen, als der fleißige Theaterschreiber Shakespeare schon wirklich sehr lange Würmerfutter war.

Das sind jetzt nur drei Beispiele von Dingen im Himmel und auf der Erde, die Hamlet und Horatio sich in ihrer Philosophie nicht haben träumen lassen. Dinge, die man mit bloßen Auge nicht sehen kann, von denen damals der Herr Shakespeare genau so wenig ahnte wie sein Protagonist Hamlet. Aber sie existier(t)en, und man kann sie messen – ist das nicht schön?

Und ich bin sicher, dass Forschung und Wissenschaft in der Zukunft noch mehr Dinge herausfinden, von denen wir bis jetzt nichts ahnen. Messbare Dinge. Beweisbare Dinge. Die man berechnen kann:

“more things in heaven and earth
Than are dreamt of in our philosophy.”

Aber eines schwöre ich:

Jeder, wirklich jeder, der mir künftig mit dem Hamlet-Zitat kommt, um mir irgendwelchen Eso-Scheiß anzupreisen, der läuft Gefahr, von mir eine geschallert zu bekommen:

Ich kann und will es nicht mehr hören!!!

*** *** ***

Ach so, für die Shakespeare-Experten:

Ich bin natürlich keiner, obwohl ich Shakespeare toll finde. Ich habe das Stück in meiner Schulzeit gelesen, das ist aber fast 30 Jahre her. Sollte ich Shakespeare-technisch irgendwelche Fehler gemacht haben, bitte ich um Verzeihung. Aber ich könnte mir vorstellen, dass auch die wahren Kenner von Shakespeare nicht möchten, dass dieser als Totschlag”argument” missbraucht wird.

Und letztendlich geht es hier nicht um Punkte und Kommas bei Shakespeare-Interpretationen, sondern um Eso-Dummschwätz, gell?!

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51 Antworten zu „Bitte nicht Shakespeare!“

  1. nedganzbachert sagt:

    Wenn ich Dich auf Deinem Blog nicht als souveräne, reflektierte Schreiberin kennen gelernt hätte, wäre mir jetzt der Gedanke gekommen, Du hättest Deine Contenance verloren und wärest STINKSAUER auf “Esos” … ;-)

  2. cimddwc sagt:

    Ww..was, Arielle ist nicht echt? Naaaaeeeeeiiiinnnn!!

  3. Achter sagt:

    Heißt der Spruch nicht “Es gibt mehr Dinge ZWISCHEN Himmel und Erde blablabla….”?

  4. buchstaeblich sagt:

    nedganzbachert,
    aus aktuellem Anlass bin ich tatsächlich stinksauer. Esoterische Sperrfeuer jenseits jeglicher Reflektion verursachen bei mir Adrenalinstöße ungeahnten Ausmaßes.

    Achter,
    das Original lautet, wie oben erwähnt: “things IN heaven and earth”, nicht “between heaven and earth”. Daher muss es übersetzt heißen: “Dinge IM Himmel und auf Erden”, nicht “zwischen”.

    cimddwc,
    ich weiß: Du musst jetzt sehr stark sein.

  5. carluv sagt:

    Begegnen Sie doch dem Shakespeare-Zitat mit einem Schiller-Zitat: “Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergeblich.” Das beruhigt ungemein.
    Übrigens gibt es nicht unkluge Leute, die meinen, dass Shakespeare im Gegensatz zu Schiller nie gelebt, geschweige denn irgendetwas geschrieben hätte. Das ficht indes den gemeinen Eso wie jeden anderen Dummen nicht an. Sein oder nicht sein, das ist nicht seine Frage, Schein oder Sein nicht mehr, sondern: Was nicht passt, wird passend gemacht. Und dagegen ist schwer zu argumentieren.

  6. nedganzbachert sagt:

    @carluv: Jetzt wollen wir doch auch so korrekt sein, wie buchstaeblich es von den “Esos” gefordert hat. Schiller legte diesen Satz in “Die Jungfrau von Orleans” dem Feldherrn der Engländer Talbot in den Mund.
    Nehmen wir doch ein Zitat, das selbst gesagt oder geschrieben worden sein soll:
    “Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.”
    (Einstein)

  7. Rose sagt:

    Also, junge Frau, nur weil die grobstoffliche Wissenschaft die Existenz von Arielle noch nicht nachweisen kann, heißt das noch lange nicht, dass dieses zauberhafte Wesen nicht existiert. Und außerdem: Ariel gibt’s doch auch, oder womit waschen Sie Ihre Wäsche?

  8. Pianoman sagt:

    Ich hätte da einmal Shakespeare im Einsatz gegen Eso-Geblubber:

    “… Aus, kleines Licht!
    Leben ist nur ein wandelnd Schattenbild;
    Ein armer Komödiant, der spreizt und knirscht
    Sein Stündchen auf der Bühne und dann nicht mehr Vernommen wird;
    ein Märchen ist’s, erzählt Von einem Blöden, voller Lärm und Wut,
    Das nichts bedeutet.” (Macbeth)

  9. buchstaeblich sagt:

    Rose,
    ich bin entsetzt: Ariel besteht aus gemahlenen Meerjungfrauen? Ist das legal? 8-)
    Danke, Pianoman! Hätte ich Shakespeare gründlicher gelesen, hätte ich es selbst gefunden. Aber das ist das Schöne im Blogiversum – wenn man die Hilfe nicht findet, findet einen die Hilfe selbst. :-)

  10. Mehr Shakespeare! « Buchstaeblich seltsam! sagt:

    [...] Buchstaeblich seltsam! Man macht sich ja so seine Gedanken, ne? « Bitte nicht Shakespeare! [...]

  11. cimddwc sagt:

    Gemahlene… Aaaah! Das wird ja immer schlimmer!

  12. buchstaeblich sagt:

    (nimmt cimddwc auf den Schoß und wickelt ihn in eine Decke)
    Ich weiß, heute ist ein sehr schwerer Tag für dich. Aber ich bin sicher, eines Tages wirst auch Du wieder lachen können. Du fühlst dich jetzt sehr traumatisiert, ja?!

  13. cimddwc sagt:

    *schnüff* danke für die Decke und so. Tja, wird mit der Zeit sicher besser werden…

  14. buchstaeblich sagt:

    Du hältst dich sehr tapfer. Doch, das machst du ganz, ganz toll!

  15. Dr E. Berndt sagt:

    Egal wie richtig oder falsch das Zitat ist und zitiert wird, die Antwort darauf ist, dass deshalb noch lange nicht jede Gedankenverwirrung zum Eckstein des vielbeschworenen Paradigmenwechsels geeignet ist.

  16. buchstaeblich sagt:

    Herr Dr. Berndt,
    in der Sache folge ich ihnen.
    Aber wenn die Esos schon meinen, sich mit Bildungsfedern schmücken zu müssen, statt zu argumentieren, dann macht es schon große Freude, sie zu rupfen und ihnen vorzuhalten, dass es bei ihnen ja nicht einmal zum Zitieren reicht.

    Ich weiß, ich neige zur Gemeinheit.

  17. skeptikus sagt:

    hallo, sehr schöne Herleitung,
    sehr spannend, für Skeptiker http://www.skeptiker.de ist das Zitat oben definitiv ein Hauptproblem in der plakativen Argumentation mit Esoterikanhängern.

  18. buchstaeblich sagt:

    Danke für den Applaus, skeptikus.
    Ich war einfach so stinkwütend, dass ich meine Haltung zu dem Zitat unbedingt einmal aufschreiben musste. Und ich finde es praktisch, dass Suchmaschinen das Produkt meines Adrenalinanstiegs finden. Wer der Argumentation folgen mag, darf sie gern zitieren, um Esos die Luft aus dem Reifen zu lassen.

  19. PvC sagt:

    Hach, so hätte ich Shakespeare in der Schule auch gern gehabt, köstlich!

  20. buchstaeblich sagt:

    Ja, wenn ich in der Schule Shakespeare auf diese Weise bekommen hätte, dann hätte ich auch mehr Freude gehabt. Aber vielleicht trägt die freudlose Präsentation in Schulen auch dazu bei, dass Hamlet als Waffe gegen den gesunden Menschenverstand zu benutzen versucht wird.

  21. theben sagt:

    Hallo,
    ich begegne dem Zitat immer so:
    “Ja, das stimmt, das sagt Hamlet im ersten Akt tatsächlich zu Horatio,
    aber im dritten Akt verlässt er sich dann doch nicht auf die Geister,
    sondern unternimmt ein Experiment:
    “Das Schauspiel sei die Schlinge, in die den Oheim sein Gewissen bringe”.
    Hamlet benimmt sich also wie ein moderner Wissenschaftler, der die
    Nullhypothese prüft.
    Merke: Man sollte nie aus einem Werk zitieren, von dem man
    nur den ersten Akt kennt”
    Kommt meistens ganz gut, der Rest ist Schweigen.
    (Auch ein Zitat, weiß aber nicht woher)

  22. buchstaeblich sagt:

    Auch fesch! Ich habe übrigens festgestellt, dass die meisten Leute, die das Zitat anbringen, das Werk überhaupt nicht kennen.

  23. cimddwc sagt:

    “Der Rest ist Schweigen” ist auch aus Hamlet – fast ganz am Ende, wo er selbst stirbt.

  24. buchstaeblich sagt:

    Schweigende Esos wären schon ein großer Fortschritt. Zumal sie doch ohnehin Telepathie haben – da könnten sie ihr Zeugs ja auch unter sich austauschen.

  25. Claudia sagt:

    Tja, Buchstäblich – dies schöne Hamletzitat wird von einem Depressiven gesprochen, der am Wahnsinn und Selbstmord seiner Cousine vielleicht eine gewisse Mitschuld trägt und sich am Ende mit seinem besten Freund duelliert, wars nicht so? Wenn die Esos sich mit dem identifizieren wollen, nun bitte schön.

  26. buchstaeblich sagt:

    Meinethalben – aber leise. ;-)

  27. Links and Video of the Week (2008/39) :: cimddwc sagt:

    [...] Buchstaeblichs Begründung, warum das Hamlet-Zitat „There are more things in heaven and earth, Horatio, than are dreamt of [...]

  28. Das Haar des Anstoßes « Buchstaeblich seltsam! sagt:

    [...] meiner Ecke des Blogiversums. Hier kommt die GWUP in die Kommentarspalte und gratuliert einem, das Totschlag-Haar in der Esoterik-Suppe gefunden zu haben, auf dass man künftig bequemer den Anhängern diverser Bullshittigkeiten [...]

  29. Dr. Buchstaeblichs Worte zum Sonntag XXIX « Buchstaeblich seltsam! sagt:

    [...] interpretation shakespeare Das ist Blödsinn. Kompletter Blödsinn. Das können Sie hier bei mir [...]

  30. GeMa sagt:

    @Achter
    In der Übersetzung von Schlegel und Tieck, die die bekannteste und verbreitetste ist heißt es : Es gibt mehr Ding IM Himmel … blah

    Außerdem bezieht sich das Eure (“Als Eure Schulweisheit sich träumt, Horatio.”) in der genannten Übersetzung auf die Schulweisheit des Horatio. Was das esoterische Dauerzitiere nun mal erst recht schwachsinnig macht.

  31. Rhetorik-Hilfe für Esoteriker « Guardian of the Blind sagt:

    [...] „Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die kann die Wissenschaft nicht erklären!“ oder gleich das Shakespeare-Zitat [...]

  32. typ.o sagt:

    Ich mach das immer so: “Natürlich gibt es auch heute noch mehr, als sich Schulweisheit und Wissenschaft träumen läßt, denn sonst hätten sich die Wissenschaftler schon längst zur Ruhe gesetzt, und das ist erfreulicher Weise nicht der Fall.”

  33. Eyjafjalla: Vulkanasche beschert DB Einnahmen in vollen Zügen! « Buchstaeblich seltsam! sagt:

    [...] und “Shakespeare Himmel Erde” als sonst. Das ist gut so. Denn viele landen dann bei mir und bekommen den Kopf gewaschen, was ich besser finde als gewaschene [...]

  34. nilo sagt:

    Hallo buchstaeblich! “…ich bin sicher, dass Forschung und Wissenschaft in der Zukunft noch mehr Dinge herausfinden, von denen wir bis jetzt nichts ahnen. Messbare Dinge. Beweisbare Dinge. Die man berechnen kann…”
    Und wenn dann alles gemessen ist usw.? Sitzen wir da und sagen: Das ist aber nicht alles!

  35. Am besten nichts Neues | lab sagt:

    [...] … als Eure Schulweisheit sich träumt.* [...]

  36. Para-Kram zwischen Himmel und Erde | gwup | die skeptiker sagt:

    [...] amüsant wie erhellend setzt sich zum Beispiel der Blog Buchstaeblich seltsam mit Hamlets geflügelten Worten auseinander – und mahnt schon in der Überschrift: [...]

    • buchstaeblich sagt:

      Herr Harder,
      Sie machen mich ganz verlegen. Aber danke.

  37. towo sagt:

    Mal diese gekonnte Widerlegung des Zitates in allen Ehren, aber Worte sind Werkzeuge. Nur, weil das Wort in einem Sinne gemeint war, so darf man nicht verlangen, daß auch ein spezielles Zitat nur in dem Kontext gebraucht wird. Verfremdung ist normal, üblich, und auch nicht schlecht.

    Ob man es jetzt attributiert oder nicht sei in Anbetracht der Nützlichkeit dahingestellt. Wenn man sich nur auf das Gewicht “xyz hat das gesagt” verlässt, dann isses auch eher skeptisch zu betrachten.

    Aber nur, weil wer anders, wenn auch nur theoretisch, einem die perfekte Formulierung für etwas gegeben hat, so darf man das nicht verurteilen.

    Schließlich benutze ich auch ganz gerne Mal das Wort “Endlösung”.

  38. Please do not Shakespeare!”Strange literally! « Yahyasheikho786's Blog sagt:

    [...] Please do not Shakespeare!”Strange literally!. [...]

  39. die ennomane » Blog Archive » Links der Woche sagt:

    [...] Bitte nicht Shakespeare!: [...]

  40. Totschlag-Zitate: Mehr Dinge zwischen Himmel und Erde … | Christian Buggischs Blog sagt:

    [...] gibt es übrigens einen wunderbaren Blog-Beitrag, den ich euch wärmstens empfehlen möchte: Bitte nicht Shakespeare! Fazit des Beitrags: Auf keinen Fall hat Shakespeare, oder besser: Der von ihm konstruierte Hamlet [...]

  41. Ein Bumerang namens Shakespeare | Evidenz-basierte Ansichten sagt:

    [...] Herz von Anglisten oder Theaterfans höher schlagen lässt? Wenn Skeptiker „Shakespeare“ sagen, rollen sie oft mit den Augen, seufzen tief und wirken ähnlich entmutigt wie Sysiphos, dem gerade wieder der Stein den Berg [...]

  42. Holger sagt:

    Ich gehöre zwar nicht zur Esoterikfraktion, aber das Original lautet nunmal “Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als sich unsere Schulweisheit träumen lässt.”

    Das ist das gebräuchliche Sprichwort in Deutschland – kaum ein Mensch dürfte es mit dem Herrn Dramatiker in Verbindung bringen. Und selbst wenn es denn einst aus Hamlet genommen wurde – was wahrscheinlich ist – so spielt das keine Rolle, denn es ist einfach nur eine Volksweisheit – nicht mehr nicht weniger. Die sind aber so allgemein gehalten, daß sie eigentlich immer passen und auch dieses ist ja nicht falsch, denn wir erleben selbst, daß es in der Wissenschaft jeden Tag neue Erkentnisse gibt – was nun einzelnde daraus machen ist der eigenen Interpretation überassen. Esos basteln sich da genauso ihre Welt wie jeder andere auch.

    Auf die Tatsache, daß natürlich auch der Herr Dramatiker mit seiner Geschichte etwas mitteilen wollte und daß es innert der Geschichte eben DOCH mehr gibt, als der Skeptiker erfassen kann – denn genau darum geht es unter anderem – braucht man da gar nicht zu vertiefen, denn es ist für das davon schot seit Jahrhunderten losgelöste Sprichwort schlicht irrelevant.

    Und dementsprechend gilt das ebenfalls für diesen Artikel, weil er einfach von falschen Vorraussetzungen ausgeht :)

  43. buchstaeblich sagt:

    „Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als sich unsere Schulweisheit träumen lässt.“

    Würden Sie mir bitte Ihre Quelle nennen?
    Und in welchem Wörterbuch steht “Schulweisheit” als Übersetzung für “philosophy”?

    Ansonsten steht es Ihnen frei, meinen Artikel erneut zu lesen. Ganz langsam vielleicht?

  44. Shakespeare als Bullshit-Indikator | gwup | die skeptiker sagt:

    [...] haben immer schon darauf hingewiesen (und andere, etwa hier und da und dort) – jetzt schlägt auch der englische Philosoph Stephen Law [...]

  45. Jeeves sagt:

    Das passt dazu:

    Ein beliebtes Argument der Anhänger von Parawissenschaften: “Es gibt 100.000 Dinge zwischen Himmel und Erde, die wir uns nicht erklären können”.
    Die trockene, aber sehr treffende Antwort: “Vor hundert Jahren waren es 200.000 Dinge.”

    (letztlich irgendwo gelesen; Sienceblogs? GWUP?)

    - Jeeves

    • buchstaeblich sagt:

      Welch trefflicher Kommentar – vielen Dank!
      Diese Antwort ist so trocken, den müsste die andere Seite glatt in Weihwasser tunken, um nicht daran zu ersticken!
      Ein Gegenbesuch zeigte mir übrigens, Sie schrieben kürzlich über Max Goldt. Ich lese von ihm gerade “Ein Buch namens Zimbo” – köstlich!

  46. RatioBlog sagt:

    Fehlschluss #3: Argument aus Unwissenheit…

  47. Fliege scheitert live bei Lanz « Buchstaeblich seltsam! sagt:

    [...] Ärgerlich machte dieser Dr. Schenk, der vor laufenden Kameras zugab, hoffnungslose Fälle/Patienten doch tatsächlich zu einer „Wunderheilerin“ zu schicken, die diesen dann das Geld aus der Tasche zieht. Honi soit qui mal y pense! Die Tatsache, dass Dr. Schenk an einer antroposophischen Klinik praktiziert, spricht für sich, ebenso wie die Tatsache, dass er sich erblödete, das Killer-Zitat „Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde …“ aus Shakespeares Hamlet zu vergewaltigen. Das Ding habe ich schon 2008 widerlegt! [...]

  48. Eri sagt:

    …..sorry, du weißt es doch auch nicht besser als alle anderen.
    Egal ob Shakespear oder nicht, der Satz an sich stimmt. Und DU kannst das Gegenteil auch nicht beweisen.

    Mir egal, wenn du mich jetzt für hoffnungslos “eso” hälst.
    Das hab ich erwartet. …..übrigens Homäopathie funktioniert, ob dus nun glaubst ober nicht.

    Merkwwürdig nur, dass du dich so aufregst, nur weil andere was glauben, was du nicht glauben kannst.

  49. Statistiker sagt:

    @ Eri: Kann ich etwas von den Drogen abhaben???? Aber bitte die echten, nicht die C30-Dinger, die sowieso nicht wirken.

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