Da hatte ich doch glatt ein Stöckchen von the rufus übersehen, aber charmant wie er ist, hat er mich freundlicherweise daran erinnert. Er will wissen, was an mir nicht seltsam, sondern merkwürdig ist.
Das ist leicht zu beantworten:
Seltsam ist vieles, was ich so von mir gebe. Jedenfalls, wenn ich meiner Umwelt glauben darf.
Merkwürdig hingegen sind oft die Blicke, die meine Umwelt mir so zuwirft, wenn ich etwas von mir gebe.
Aber warum die dann so gucken, weiß ich natürlich auch nicht.
Schlagworte: merkwürdig, seltsam, Stöckchen
5. September 2008 um 6:28 |
Die wenigsten Blicke sind merk-würdig, mit Verlaup.
Wenn man im grösseren (!) Familienkreise beim nachmittäglichen Kaffee sitzt und erklärt „Ähm … was ich noch sagen wollte: ich bin übrigens schwul.“, dann sind die Gesichter merk-würdig. Wer sowas plant, sollte einen Fotoapparat dabeihaben. Die Szene reicht aber nur ein paar Sekunden bis zu jenem unweigerlichen „Noch jemand ein Stück Erdbeersahnetorte?“ …
5. September 2008 um 7:32 |
Und die folgenden Stunden sind dann denk-würdig …
5. September 2008 um 8:13 |
Alles in allem ein Moment der Würde.
5. September 2008 um 9:19 |
Das sollte man sich dann merken…
5. September 2008 um 8:49 |
Einiges von mir wird auch mitunter von meiner Umwelt als SELTSAM betrachtet und ich werde mit MERKWÜRDIGEN Blicken bedacht – aber ich denke, das macht gerade das Salz in meiner Bloggersuppe aus, das sichert mir und damit meinem Blog die Individualität. Bei dir wird das ganz sicher genauso sein!
6. September 2008 um 9:53 |
Ich habe mich so sehr daran gewöhnt, anders zu sein, dass ich schon lange nicht mehr sein will wie Andere.
6. September 2008 um 10:51 |
Das ist eine gute Einstellung. Beneidenswert.
6. September 2008 um 11:04 |
Ach, was. Es ist schlicht bequem.
6. September 2008 um 11:36 |
Bringen Sie mir das auch bei, große Meisterin. Ich hätte4 es manchmal auch gern bequemer.
7. September 2008 um 12:55 |
Das ist eigentlich leicht: Leitbilder abschaffen, im großen Stil.
Mediengaukeleien, die eigentlich nichts mit einem selbst zu tun haben, aber angeblich vorgeben, wer zu sein man hat, und wie auszusehen das angeblich hat, werden ingnoriert bis hin zum Boykott, oder noch schlimmer: Man nutzt sie zum Zwecke des Verrisses.
Dann die Welt nicht mehr so sehr auf sich selbst beziehen, und der Welt erklären, dass man nicht antritt, um von der Welt als Leitbild hergenommen zu werden, weil ja viele Wege nach Rom führen und man schon gern seinen eigenen geh, weil der weniger voll ist als andere, obwohl gewiss auch andere schöne Wege existieren.
Dann braucht man nur noch ein breites Kreuz und gut geölte Stinkefinger sowie ein gemeines Lachen, und schon fluppt das.
Wer nicht allzu viel Wert auf große Mengen an Gesellschaft legt, kommt auf diesem Wege prima durchs Leben.
7. September 2008 um 1:07 |
Genial, Werteste, genial!
(ölt den Stinkefinger)