Eigentlich suchte ich einen Tipp, wie wir Hausgemeinschaft der Schneckenplage auf unserem Rasen Herr werden könnten, als ich auf professionelle Schädlingsbekämpfer stieß, die den Anschein erwecken, als hätten sie ein mittelgroßes Problem mit einem Teil der deutschen Bevölkerung:

Liebe Schädlingsbekämpfer:
Es ist okay, die Bewohner unterschiedlicher deutscher Landschaften unterschiedlich lieb zu haben. Alle Wesen gleich lieb zu haben geht nicht: Das machen die Erleuchtungsfans vor, die mögen mich nicht, und das ist gut so.
Aber die Schwaben unter Kakerlaken zu listen: Freunde, das geht zu weit!
Es mag ja sein, dass Schwaben seltsam sprechen, und dass wir ihren Hang zum Eigenheim nicht zwingend verstehen. Aber im Gegensatz zu Schaben knirschen Schwaben nicht, wenn man auf sie drauftritt, und Eier legen tun sie auch nicht!
Wer eine Gemeinsamkeit von Schwaben und Schaben sucht, der wird maximal bei der Tatsache fündig, dass beide sich gern in Küchen aufhalten, wo man die Schwaben aber leicht anhand der Tatsache von Schaben unterscheiden kann, dass die Schwaben diejenigen sind, die schaben: Spätzle nämlich.
Schaben sind zum Schaben erstens zu doof, zweitens können sie kein Spätzlesbrett halten, und drittens findet der Herr Freud sowas auch nicht okay.
Schwaben platzen zu lassen oder auch nur dazu aufzurufen, Freunde, geht überhaupt nicht und ist auch garantiert nicht erlaubt!
Gegen Schnecken habe ich dann doch noch ein Mittel gefunden, aber nicht bei den Schwabenplatzern, sondern hier:
Simpler Kaffee hilft!
Schlagworte: Kaffee, Schwaben, Schaben, Schnecken, Freud, Schädlingsbekämpfer, Kakerlaken
1. Juli 2008 um 5:23 |
(singt) La Cucaracha, la cucaracha… ole!
Wenn Schwaben Schaben schaben, schwaben Schaben zurück. Jawohl.
1. Juli 2008 um 5:52 |
Sehr schönes Fundstück!
1. Juli 2008 um 6:10 |
Als ich es fand, habe ich gleich gedacht, das sei etwas für Euch!
1. Juli 2008 um 6:22 |
Tatsächlich ist die Bezeichnung „Schwabe“ für die Küchenschabe schon vor dem 17. Jahrhundert belegt und es ist unter den Völkern der Welt wohl nicht unüblich, Schadinsekten mit fremden Stammesnamen zu belegen.
Der Kakerlak selbst verdankt diesem Brauch seine Benennung als Schabe: „sciavo“ schimpfte man ihn im Venezianischen, was eigentlich „Slave“ bedeutete. Andere Namen für die Schabe: „Russe“ (in Preußen), „Prusak“ (in Russland) oder „Francuz“ (in Polen).
(Quelle: Kluge – Etymologisches Wörterbuch, 23. Aufl., 1999)
1. Juli 2008 um 6:37 |
Das gehört sich aber nicht, finde ich. Nicht im 21. Jahrhundert.
Aber ganz herzlichen Dank für die Aufklärung, theleprompt!
1. Juli 2008 um 6:39 |
Hm, auch nach meinem fünften Kaffee finden sich immer noch einige Schnecken im Garten. Da wechsle ich doch wieder zurück zu Alkohol. Die meisten Viecherln verpuppen sich dann und übrig bleiben die zierlichen kleinen Mäuschen.
1. Juli 2008 um 7:04 |
Rufus,
Du sollst den Kaffee ausnahmsweise nicht trinken – würde das helfen, gäbe es hier gar keine Schnecken.
Man soll sie damit einsprühen – sie gehen dann tohot.
1. Juli 2008 um 7:30 |
Meine Mutter begibt sich ja in der Abenddämmerung immer mit einen scharfen kleinen Küchenmesserchen in ihren Garten, um die Schnecken zu meucheln. Kaffee hat sie keinen im Haus…
1. Juli 2008 um 7:40 |
Ihr könntet euch auch ein paar Enten halten. Die schnattern die Schnecken dann weg.
1. Juli 2008 um 7:43 |
Und mir schnattern sie solange die Ohren ab, bis ich Entenbraten mache, ja?
Zimtapfel,
ich ekle mich zu Tode vor Schnecken im Ganzen, da kann ich nicht mit dem Messer reinstechen. So nah komm ich vor Gänsehaut gar nicht dran. Und jeden Tag ein neues Messer ist teurer als hier und da eine Tasse Kaffee zu opfern. Ich habe nämlich immer Kaffee im Haus, sonst gehe ich tohot!
1. Juli 2008 um 7:48 |
Ich dachte den brauchst du, um den Balkon mit hübschen Mustern zu verzieren. Oder waren da auch Schnecken?
1. Juli 2008 um 7:59 |
Ja, Enten hat Mutter sich inzwischen auch angeschafft. Indische Laufenten. Scheinen recht effektiv gegen die Schnecken vorzugehen und sorgen auch noch für gemütliche Stimmung, wenn sie immer so leise vor sich hin schwätzend im Gleichschritt duchs Gelände wackeln.
1. Juli 2008 um 8:05 |
Auf dem Balkon ist der Kaffee als Schneckenprävention. Damals haben wir aber noch mundgesprüht.
1. Juli 2008 um 9:22 |
ich liebe es, wenn die Welt so herrliche kleine Details bereithält.
1. Juli 2008 um 10:47 |
@buchstaeblich: Ente zum E(r)ntedank und den Rest der Entenpopulation zu Weihnachten. Gerne auch mit Sauerkraut.
Dann gibt es auch keine Probleme mit dem Überwintern.
btw: Schnecken auf Kaffeeentzug setzen? Dann gehen sie vielleicht auch tohot?
2. Juli 2008 um 7:09 |
Indische Laufenten? Ich hatte auch mal russische Kastagnetten…
2. Juli 2008 um 9:23 |
Also senfbeitragend darf ich anmerken, dass eine mir bekannte Person ein ziemlich effeltives Mittel zur Schneckenbeseitigung zur Hand hat. mit Gummihandschuh gerüstet sammelt sie die schleimigen Plagegeister ein, um sie dann in einen Topf heißen Wassers zu werfen. Ist das vielleicht nett???
Für Schwaben aber gänzlich ungeeignet.
2. Juli 2008 um 10:43 |
Bernd,
Pfuibah! Schnecken könnte ich auch mit Gummihandschuhen nicht anpacken.
Der Gedanke allein erzeugt meterdicke Gänsehaut.
Schildmaid,
auf Kaffeeentzug gehe wohl nur ich selbst ernsthaft tot.
Silencer,
tanzst Du damit den ungarischen Gulaschtanz?
2. Juli 2008 um 12:08 |
[...] gestern die Schädlingsbekämpfer Feingefühl gegen die Schwaben vermissen lassen, so muss ich heute bei Spiegel-Online mit [...]
2. Juli 2008 um 12:47 |
Köstlich! Ich schick Dir mal den Stuccitowner Gargano vorbei, der wird seine helle Freude haben
2. Juli 2008 um 1:02 |
Lad die Schnecken doch mehrmals am Tag auf ein Käffchen ein, dann bekommen se Bluthochdruck und sterben an nem Herzinfarkt. Vom Einsprühen geht doch nur die Cellulite weg, was zwar besonders die Nacktschnecken freuen dürfte, Dir aber nicht viel nützt.
2. Juli 2008 um 2:43 |
Joulipukki,
wen immer Du mir schickst – ich werde mich liebevoll seiner annehmen.
Siegridkracauer,
wenn Cellulite von Kaffee verschwindet, dann muss ich mich jetzt ernsthaft fragen, ob mein Kaffeedealer ein Betrüger ist.
2. Juli 2008 um 6:09 |
Dachte bisher immer nur vom Vodka geht die Cellulitis weg? In dem Fall im I-Modus (also inhaliert oder intravenös), besser also aufgesprüht. Lässt Cellulite im nu verschwi
ndmmen…2. Juli 2008 um 9:09 |
Vielleicht sollte ich vorsichtshalber einfach eine 1:1-Mischung aus Kaffee und Vodka trinken, bis die Dellen an Kontur verlieren?
3. Juli 2008 um 4:41 |
Koffeinfreier Kaffee hilft weder gegen Schnecken noch gegen Cellulite, entscheidend ist nämlich das Koffein – sowohl, um einen Herzinfarkt durch Bluthochdruck herbeizuführen als auch, um durch ÄUßERLICHE Anwendung die Cellulite in den Griff zu bekommen. Vodka hilft nur, um darüber hinwegzukommen, wenn’s nicht funktioniert.
4. Juli 2008 um 11:12 |
Koffeinfreier Kaffee? Willst Du mich vergiften?