Outing

By buchstaeblich

Wenn ich jemanden nicht leiden kann, dann ist es Günter Grass.

Diese Abneigung ist schon alt. So alt, dass ich es mir geschenkt habe, seine Werke zu lesen, die ich genau deshalb auch im Leben nicht be- oder verurteilen würde.
Falls ich deswegen nun dumm sterben sollte, wenn ich eines Tages sterbe, ist es mir egal.

Scheiß die Wand an!, ist mir das egal!

Warum musste er auch diese ekelhafte Szene mit den Aalen in seinen Roman „Die Blechtrommel“ schreiben?
Warum musste er auch zulassen, dass der Schlöndorff diese ekelhafte Szene mit den Aalen in der Verfilmung der Blechtrommel
zeigt?

Ich habe seit dem Tag der TV-Erstausstrahlung dieses Films keinen Aal mehr essen können.

Und dabei mochte ich vorher so gern Aal.

Herr Grass, so macht man sich keine Freunde.

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11 Antworten zu „Outing“

  1. Silencer sagt:

    Ich mag ihn auch nicht. Aber aus anderen Gründen.

  2. Schildmaid sagt:

    Aale? Die Aasgeier des Wassers? Die mich ihrer Gestalt wegen an Blutegel erinnern. Igittigitt. Aale mag ich nicht. Nee, never ever. *schüttel*

    G.G.? Rattenkacke. ;-)

  3. buchstaeblich sagt:

    Silencer,
    es gibt auf jeden Fall noch mehr Gründe, aber das hier wollte ich schon über 20 Jahre mal sagen.

    Schildmaid,

    dass das Aasgeier sind, habe ich doch durch die Blechtrommel erfahren, vorher wusste ich das damals nicht und ich fand sie lecker: Die gab es öfters bei Omma.
    Aber nach dem Film war es Essig mit dem Aal.

  4. Schildmaid sagt:

    Das glaub’ ich dir! Aber mich hat schon als Kind die Ähnlichkeit mit Blutegeln so angeekelt, da wurde das mit mir und dem Aal nie was.

  5. buchstaeblich sagt:

    Pfuibah!
    A propos, Blutegel: Eine Bekannte schwärmt mir seit Monaten vor, wie toll es sei, in einem bestimmten See zu schwimmen, und ich solle doch auch …
    Gestern kommt sie damit ‘rum, dass es da drin auch Blutegel gibt: AAAaaahhh!

    Jetzt gehe ich da ganz bestimmt rein… ganz sicher!

  6. Schildmaid sagt:

    Iiiihhh, Pfui Spinne! Wer weiß, vielleicht gibt’s da auch Aale?

  7. buchstaeblich sagt:

    Wurscht! Ich betrete kein Wasser, dass sich nicht wohltemperiert in meiner Wanne befindet oder wenigstens alternativ „Meer“ heißt und Sand unten drunter hat.

  8. Schildmaid sagt:

    Bedenke die Quallen, meine Liebe! Und Zitteraale. Und Muränen, die ja auch zu den Aalartigen gehört. Gibt’s im Meer wie Sand am Strand.

  9. buchstaeblich sagt:

    Da, wo ich gelegentlich die Füße von Wellen umspülen lasse, ist mir dergleichen Zeugs zum Glück noch nicht untergekommen. Die Brandung davor lässt das Viechzeugs in tieferen Gewässern oder zwischen Steinen. Und wo Steine sind ist Glitsch, und wo Glitsch ist, gehe ich nicht hin.

  10. telakin sagt:

    Du kannst doppelt sauer auf Grass sein – erstens weil er Dir die Aale madig gemacht hat und zweitens, weil er dabei fantasiert hat.

    Wikipedia – Europäischer Aal

    Die oft verbreitete Aussage, Aale seien Aasfresser, resultiert aus ihrem Versteckverhalten, was früher durch das Auslegen von Tierschädeln zum Fang genutzt wurde. Diese Fangmethode wurde in der Blechtrommel von Günter Grass literarisch zwar sehr schön, fachlich aber grundfalsch beschrieben. Fischer wissen, dass Aale bestenfalls frisch getötete Köder fressen, niemals aber verweste.

  11. buchstaeblich sagt:

    Tiere, die es sich in einem Tierschädel nur zum bloßen Vergnügen des Versteckspiels kuschlig machen, mag ich aber auch nicht essen.
    Und Grass bleibt so oder so unten durch.

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